Diplomarbeit, 2002
156 Seiten, Note: 1,0
1. Der Entwicklungsprozeß der Handelsmarke
1.1 Die geschichtliche Entwicklung der Handelsmarke
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel und Zweck
1.4 Vorgehensweise
2. Markenartikel und Handelsmarken
2.1 Definitionen des Markenartikels
2.1.1 Legaldefinition
2.1.2 Betriebswirtschaftliche Definitionen
2.1.2.1 Merkmalsbezogene Ansätze
2.1.2.2 Erfolgsorientierter Ansatz
2.1.2.3 Kunden- bzw. wirkungsbezogene Ansätze
2.1.2.4 Definition des Markenverbandes
2.1.3 Funktionen des Markenartikels
2.2 Definitionen der Handelsmarken
2.2.1 Legaldefinition
2.2.2 Betriebswirtschaftliche Definitionen
2.2.2.1 Nach der Standarddefinition gemäß Katalog E
2.2.2.2 Nach dem Bundesministerium für Wirtschaft
2.2.2.3 Nach Berekoven
2.2.2.4 Nach Bruhn
2.2.2.5 Nach Ahlert, Kenning und Schneider
2.2.2.6 Nach Jauschowetz
2.2.3 Funktionen der Handelsmarke
2.2.3.1 Funktionen für den Hersteller
2.2.3.2 Funktionen für den Händler
2.2.3.3 Funktionen für den Konsumenten
2.3 Begriffsabgrenzungen
2.3.1 Abgrenzung hinsichtlich der Positionierung
2.3.1.1 Positionierung der Herstellermarken
2.3.1.2 Positionierung der Handelsmarken
2.3.2 Abgrenzung hinsichtlich markenpolitischer Optionen
2.4 Arbeitsdefinition
2.4.1 Die Handelsmarke als Markenartikel
2.4.2 Der Begriff der Handelsmarke
2.4.3 Formen der Handelsmarke
2.4.4 Die Premium-Handelsmarke
3. Aktueller Stand der Handelsmarke
3.1 Stand der Handelsmarken in Europa
3.1.1 Unterschiede innerhalb Europas
3.1.2 Die Spitzenreiter
3.1.3 Hervorstechende Beispiele
3.2 Stand der Handelsmarken in Deutschland
3.2.1 Zahlen und Umsatzanteile
3.2.2 Hervorstechende Beispiele
3.3 Verschiedene Bereiche
3.3.1 Verschiedene Bereiche des Lebensmitteleinzelhandels
3.3.1.1 Food
3.3.1.2 Öko-Segment
3.3.1.3 Non-Food
3.3.1.4 Drogerien
3.3.2 Andere Branchen
3.4 Fazit
4. Positive Einflußfaktoren für die Diffusion der Handelsmarken
4.1 Die Expansion der Discounter
4.2 Die Konzentration des Handels
4.3 Die steigende Distribution
4.4 Die Professionalisierung des Handelsmarkenmanagements
4.5 Die Fehler seitens der Hersteller
4.6 Die hohe Qualität der Handelsmarken
4.7 Trends im Verbraucherverhalten
4.7.1 Quantitative Einflußfaktoren
4.7.2 Verbrauchertypen
4.7.2.1 Smart Shopper
4.7.2.2 Hybride Verbraucher
4.7.2.3 Polarisierung der Märkte
4.7.3 Konsumtrends
4.7.4 Sinkende Markentreue
4.8 Fazit
5. Aktueller Stand der Handelsmarken in der vierten Generation
5.1 Stand der Premium-Handelsmarken
5.2 In strenger Anlehnung an Kornobis
5.2.1 Zugehörigkeitsmerkmale nach Kornobis
5.2.2 Beispiele
5.2.2.1 ALDI
5.2.2.2 Karstadt Quelle AG
5.2.2.3 The Body Shop
5.2.2.4 Weitere Beispiele
5.3 Die erweiterte Perspektive
5.3.1 Erweiterung des Begriffs Qualität
5.3.2 Erweiterung des Begriffs Innovation
5.3.3 Erweiterung des Begriffs Image
5.3.4 Handelsmarken der vierten Generation aus der erweiterten Perspektive
5.3.4.1 IKEA
5.3.4.2 Hennes & Mauritz
5.3.4.3 Weitere Beispiele
5.4 Fazit
6. Folgerungen für Handelsmarken der vierten Generation
6.1 Folgerungen für die Warengruppen
6.1.1 Körpernah und Körperfern Ansatz
6.1.2 High- und Low-Involvement-Ansatz
6.1.3 Preis-Ansatz
6.1.4 Zwischenfazit
6.1.4.1 Trendorientierung
6.1.4.2 Demonstrativer Konsum
6.2 Folgerungen aus den Kriterien Qualität und Innovation
6.3 Folgerungen für das Image
6.3.1 Der Pepsi-Test
6.3.2 Markenführung als Folgerung
6.3.2.1 Bekanntheit
6.3.2.2 Kommunikation
6.3.3 Fazit
6.4 Store Brand als Indikator
6.4.1 Der Store Brand-Ansatz
6.4.2 Bottom-up und Top-down
6.4.3 Kein Rückschluß möglich
7. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, nachzuweisen, dass in Deutschland bereits eine signifikante Anzahl an Handelsmarken der vierten Generation existiert, entgegen der oft anderslautenden Lehrmeinung. Die Arbeit analysiert theoretische Grundlagen sowie aktuelle Marktentwicklungen und leitet daraus spezifische strategische Folgerungen ab.
Die geschichtliche Entwicklung der Handelsmarken
"Heute ist die Tatsache, dass kaufmännische Handelsmarken schon vom 13. bis zum Beginn des 16. Jahrhundert eine erste Blütezeit erlebten, kaum noch bekannt. Hervorgegangen waren sie aus den Haus- und Hofmarken (...)." (Schenk in Bruhn, 2001, S.73f) "Für eine Teehandelsmarke wurde in England bereits 1662 in Zeitungen geworben, in den USA warb The Great Atlantic & Pacific Tea Company ab 1869 für die eigene Tee- und ab 1878 für die eigene Kaffeehandelsmarke in überregionalen Zeitungen." (Dumke, 1996, S.33)
In den 30er Jahren dieses Jahrhunderts gelangten, als Reaktion auf den Siegeszug des Markenartikels, wiederum zahlreiche Handelsmarken auf den Markt (vgl. Schenk in Bruhn, 2001, S.74). So brachte z.B. die EDEKA bereits Anfang der 30er Jahre erste Handelsmarken auf den Markt, diese Entwicklung wurde allerdings mit dem zweiten Weltkrieg unterbrochen (vgl. Oehme, 2001, S.36).
Erneut an Bedeutung gewannen die Handelsmarken in den 70er Jahren (vgl. Schenk in Bruhn, 2001, S.74). Im Jahr 1976 führte das französische Handelsunternehmen Carrefour erstmals Gattungsmarken ein, 1977 folgten die Jewel Food-Stores in Chicago (vgl. Kornobis in Bruhn, 1997, S.243). Im Oktober 1978 kam der "Deutsche Supermarkt" als erstes deutsches Handelsunternehmen mit zehn No-Name-Artikeln auf den Markt und erzielte nach eigener Angabe ebenso große öffentliche Resonanz wie das Vorbild in Frankreich (vgl. Berekoven, 1986, S.119).
1. Der Entwicklungsprozeß der Handelsmarke: Einführung in die Thematik der Handelsmarkenentwicklung und Definition der Problemstellung sowie der Vorgehensweise.
2. Markenartikel und Handelsmarken: Detaillierte theoretische Abgrenzung von Begriffen und Definitionen des Markenwesens sowie Untersuchung der verschiedenen Ausprägungen.
3. Aktueller Stand der Handelsmarke: Analyse der Marktsituation im europäischen Ausland und Deutschland sowie Untersuchung der spezifischen Handelsmarken-Diffusion in verschiedenen Branchen.
4. Positive Einflußfaktoren für die Diffusion der Handelsmarken: Identifikation und Erörterung der Faktoren, die das Wachstum von Handelsmarken begünstigen, einschließlich der Rolle des Verbraucherverhaltens.
5. Aktueller Stand der Handelsmarken in der vierten Generation: Detaillierte Untersuchung von Handelsmarken, die der vierten Generation zugeordnet werden können, basierend auf einer erweiterten Perspektive.
6. Folgerungen für Handelsmarken der vierten Generation: Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen für die Markenführung, Kommunikation und Positionierung von Handelsmarken der vierten Generation.
7. Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Handelsmarken.
Handelsmarke, Vierte Generation, Markenartikel, Markenführung, Kundenbindung, Eigenmarke, Premium-Handelsmarke, Handelsmarketing, Markenpositionierung, Verbraucherverhalten, Smart Shopper, Store Brand, Markentreue, Qualität, Innovationsfähigkeit
Die Diplomarbeit untersucht die Evolution von Handelsmarken und befasst sich insbesondere mit der theoretischen Analyse und empirischen Fundierung der sogenannten "vierten Generation" von Handelsmarken in Deutschland.
Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung zum klassischen Markenartikel, der aktuelle Stand des Handelsmarken-Sektors, die treibenden Einflussfaktoren für deren Marktdiffusion sowie strategische Implikationen für die Markenführung.
Das primäre Ziel ist der Nachweis, dass in Deutschland bereits deutlich mehr Handelsmarken existieren, die der vierten Generation zuzurechnen sind, als bisher in der Literatur beschrieben wurden.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis umfangreicher Fachliteratur sowie eine empirische Fundierung durch die Untersuchung von Fallbeispielen und Marktstudien aus dem Einzelhandel.
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsdefinitionen und Funktionen geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Status quo im europäischen und deutschen Markt sowie einer Untersuchung der positiven Einflussparameter für das Handelsmarken-Wachstum.
Wichtige Begriffe sind Handelsmarken, vierte Generation, Markenartikel, Markenpositionierung, Smart Shopper und das Konzept der "Store Brand".
Diese Unternehmen werden als Vertreter der vierten Generation eingestuft, da ihre Handelsmarken über ein starkes Image verfügen und die Kaufmotivation der Kunden nicht mehr rein preisbasiert, sondern auf dem Konzept eines "besseren Produkts" basiert.
Der "Pepsi-Test" verdeutlicht die enorme Relevanz des Marken-Images bei Konsumentenentscheidungen. Er zeigt, dass Konsumenten Produkte oft aufgrund der emotionalen Aufladung einer Marke und nicht nur aufgrund funktionaler Eigenschaften oder des Geschmacks bevorzugen.
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