Forschungsarbeit, 2004
8 Seiten
1. Einführung in die moderne Finanzintermediationstheorie
2. Banken werden in Finanzsystemen eine immer größere Rolle spielen
3. Das Finanzsystems befindet sich in einem dynamischen Transformationsprozess
4. Zusammenfassung und Erkenntnisse für die Praxis
Die vorliegende Arbeit untersucht die These, ob bankorientierte Finanzsysteme marktorientierten Systemen im Hinblick auf die Finanzmarktstabilität überlegen sind, wobei das österreichische Modell als Fallbeispiel dient.
Die Ergebnisse des Financial Sector Assessment Program des IWF zu Österreich
Im Rahmen des Financial Sector Assessment Program hat sich Österreich 2003 bereit erklärt sich einem grundlegenden Review zu unterziehen. Der in der Oesterreichischen Nationalbank am 11. Mai 2004 in Wien vorgestellte Bericht der IMF Experten stellte dabei wesentliche makroökonomische Ergebnisse fest:
Zunächst ergaben diverse Stresstests, dass das österreichische Finanzsystem stabil gegenüber Schocks ist. Das österreichische Bankensystem wurde vom IWF als profitabel und ausreichend kapitalisiert gelobt. In den letzten Jahren verzeichnete dieser Sektor solide Gewinne, überwand größere Restrukturierungen und Fusionen, sowie erfolgreiche Expansionen im Ausland. Über ausreichendes Risikomanagement konnte der Sektor die konjunkturell schlechten Entwicklungen zwischen 2000-2004 relativ schmerzfrei durchtauchen.
Laut IWF zeichnet sich Österreich heute durch besonders hohe Qualitätsstandards in der Finanzmarktaufsicht, starke Finanzinstitute und ein modernes Regelwerke aus. Was die Zusammenarbeit seit 2002 zwischen der Finanzmarktaufsicht, der Oesterreichischen Nationalbank und dem Bundesministerium für Finanzen betrifft, so kommentiert der IWF diese als besonders gut. Die Entstehung und Positionierung der Finanzmarktaufsicht im Jahr 2002 ging laut IWF rasch und effizient über die Bühne. Hinsichtlich diverser internationaler Compliance Standards im Bereich Banken, Versicherungen, Wertpapierabwicklung und Geldwäscherei wird Österreich mit einem außerordentlich hohen Niveau beschrieben.
1. Einführung in die moderne Finanzintermediationstheorie: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftliche Debatte zwischen bank-orientierten und markt-orientierten Finanzsystemen hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Wirtschaftswachstum.
2. Banken werden in Finanzsystemen eine immer größere Rolle spielen: Hier wird argumentiert, dass das österreichische Bankensystem aufgrund seiner stabilisierenden Funktion in Krisenzeiten ein Modell darstellt, das gegenüber marktorientierten Systemen bei Fokus auf Stabilität zu bevorzugen ist.
3. Das Finanzsystems befindet sich in einem dynamischen Transformationsprozess: Dieser Abschnitt analysiert die Korrelation zwischen der Stabilität des österreichischen Systems und seinem konservativen Anpassungsmechanismus in Konjunkturphasen.
4. Zusammenfassung und Erkenntnisse für die Praxis: Das Fazit stellt die österreichische Strategie in den Kontext der europäischen Geldpolitik und betont die Rolle der Notenbanken bei der Bewältigung von Marktinstabilitäten.
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Die Arbeit analysiert die Stabilität des österreichischen "bank-based" Finanzmodells und vergleicht dessen Wirkungsweise mit markt-orientierten Systemen.
Im Fokus stehen Finanzmarkttheorie, Stresstests des IWF, die Rolle der Finanzmarktaufsicht sowie die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Risikoresistenz.
Ziel ist es, die These zu untermauern, dass bankorientierte Systeme besonders effektiv zur Finanzmarktstabilität beitragen.
Es werden aktuelle Finanzintermediationstheorien mit den empirischen Ergebnissen des IWF-Länderberichts (Austria 2004) verknüpft und analysiert.
Der Hauptteil beleuchtet die Bewertung des österreichischen Finanzsektors durch den IWF, die Rolle der Finanzaufsicht und die Herausforderungen durch Expansionen in Zentral- und Osteuropa.
Zu den Kernbegriffen zählen Finanzmarktstabilität, Bankensystem, Finanzmarktaufsicht, IWF-Berichte und ökonomische Stabilität.
Der IWF lobt die hohe Qualität der Aufsicht, die rasche Etablierung der Finanzmarktaufsicht (FMA) und die Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank.
Der IWF warnt vor den Risiken aus der Ostexpansion, dem Anstieg von Fremdwährungskrediten bei privaten Haushalten und mahnt zu einer verbesserten Kostenstruktur.
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