Diplomarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 2,8
Einleitung
1. Übersicht über die Finanzierungsmöglichkeiten von Wachstumsunternehmen
1.1. Finanzierung von Wachstumsunternehmen
1.2. Die Entwicklung von Wachstumsmärkten in Europa und den USA
1.3. Die Gründe für das Scheitern von Wachstumssegmenten. Die Rolle der Wachstumsmärkte für die Innovationsförderung
1.4. Maßnahmen zur Wiederbelebung von Kapitalmärkten
1.5. Die Änderung der Börsengesetzgebung und deren Umsetzung an der Frankfurter Wertpapierbörse
1.6. Fazit
2. Aktienmärkte in Deutschland und in der Schweiz. Ihre Stellung innerhalb der internationalen Aktienmärkte
2.1. Allgemeine Merkmale von Aktienmärkten in Deutschland und in der Schweiz
2.2. Die volkswirtschaftliche Rolle des Kapitalmarktes
2.3. Aktienkultur in Deutschland und der Schweiz
2.4. Fazit
3. Börsenhandel in Deutschland. Börsen- und Marktsegmente an der Frankfurter Wertpapierbörse
3.1. Übersicht über die Handelssegmente an der Frankfurter Wertpapierbörse
3.2. Amtlicher Markt (Amtlicher Handel)
3.3. Geregelter Markt
3.4. Prime und General Standard im Amtlichen Handel und Geregelten Markt
3.5. Zulassungsfolgepflichten im Prime und General Standard
3.6. Freiverkehr
3.7. Fazit (1)
3.8. Die neue Indexlandschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse
3.9. Übersicht über die Indizes an der Frankfurter Wertpapierbörse
3.10 Fazit (2)
4. Börsen- und Marktsegmente in der Schweiz
4.1. Börsenhandel in der Schweiz
4.2. Handelssegmente der SWX Swiss Exchange
4.2.1. Hauptsegment
4.2.2. Der SWX New Market
4.2.3. Andere Handelssegmente
4.3. Indizes der SWX Swiss Exchange
4.4. Fazit
5. Analyse der Börsenfinanzierung im Hinblick auf die Wachstumsunternehmen
5.1. Kritische Würdigung des Börsenganges
5.2. Die Besonderheiten in der Schweiz
5.3. Vor- und Nachteile des Börsenganges
5.4. Fazit
6. Schlusswort
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Problematik der Finanzierung von jungen, innovativen Wachstumsunternehmen unter dem Druck globaler Konkurrenz. Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese Unternehmen den Zugang zu Kapitalmärkten erfolgreich gestalten können, wobei die Börsensegmente der Frankfurter Wertpapierbörse und der Schweizer SWX Swiss Exchange im Zentrum des Vergleichs stehen.
1.1. Finanzierung von Wachstumsunternehmen
Der überwiegende Teil aller innovativen jungen Wachstumsunternehmen ist in Deutschland und in der Schweiz mit Eigenkapital nicht ausreichend ausgestattet. Die Unternehmen haben in der Regel ein attraktives Nutzenpotential, jedoch fehlen die finanziellen Vorraussetzungen für die weitere Expansion. In der ersten Phase der Unternehmensfinanzierung, dem sog. Start-Up engagieren sich üblicherweise zunächst die Gründer, dann deren Freunde und Familienangehörige. Man spricht von den vier „Fs“: Founders, Family, Friends und Fools. Üblicherweise reicht jedoch das von ihnen zur Verfügung gestellte Kapital nicht aus, um ein Unternehmen zu gründen oder wachsen zu lassen, es wird ein weiteres Kapital benötigt. Wenn die bisherigen Eigentümer nicht mehr wollen oder nicht in der Lage sind, die Finanzierung zu gewährleisten, muss Kapital an anderer Stelle aufgenommen werden.
Der Kapitalbedarf erhöhte sich insbesondere in den letzen Jahren infolge des steigenden Wettbewerbsdrucks, der immer komplexeren Produkte und der sich stetig verkürzenden Produktentwicklungszeiten. Die heutzutage sehr hohen Produktentwicklungs-, Markterschließungs- und Unternehmensaufbaukosten begründen den erhöhten Kapitalbedarf zusätzlich.
Die Finanzierung kann mit Eigen- oder Fremdkapital gedeckt werden. Die Fremdkapitalfinanzierung gestaltet sich gerade für die neuen innovativen Unternehmungen eher schwierig. Es wird in der Regel ein dauerhaft zur Verfügung gestelltes Kapital benötigt. Die Gründer eines Wachstumsunternehmens haben ihrerseits immer den Informationsvorteil bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Kapitalgeber dagegen können nicht auf die Vergangenheitswerte zurückblicken und empirische Schlüsse auf die zukünftige Ertragsentwicklung ziehen. Diese asymmetrische Informationsverteilung führt oftmals zum Versagen der Kapitalmärkte.
Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Wachstumsunternehmen für die Volkswirtschaft heraus und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die Finanzierungsproblematik junger innovativer Firmen zu analysieren.
1. Übersicht über die Finanzierungsmöglichkeiten von Wachstumsunternehmen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Finanzierungsphasen von Start-ups bis hin zum Börsengang und diskutiert notwendige Maßnahmen zur Wiederbelebung von Kapitalmärkten nach Krisenphasen.
2. Aktienmärkte in Deutschland und in der Schweiz. Ihre Stellung innerhalb der internationalen Aktienmärkte: Hier werden die makro- und mikroökonomischen Bedingungen der Kapitalmärkte in beiden Ländern verglichen sowie die Bedeutung der Aktienkultur für die Wachstumsfinanzierung erörtert.
3. Börsenhandel in Deutschland. Börsen- und Marktsegmente an der Frankfurter Wertpapierbörse: Dieses Kapitel analysiert die Neusegmentierung an der Frankfurter Wertpapierbörse, einschließlich der Einführung von Prime und General Standard sowie der neuen Indexsystematik.
4. Börsen- und Marktsegmente in der Schweiz: Der Fokus liegt hier auf dem Schweizer Börsenwesen, insbesondere auf der Struktur der SWX Swiss Exchange und dem mittlerweile eingestellten SWX New Market.
5. Analyse der Börsenfinanzierung im Hinblick auf die Wachstumsunternehmen: Abschließend werden die Vor- und Nachteile eines Börsengangs für junge Unternehmen kritisch gewürdigt und die schweizerischen Besonderheiten bei Rechtsformen und Öffnungsstufen detailliert.
6. Schlusswort: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Aussichten für eine erfolgreiche Börsenfinanzierung innovativer Unternehmen.
Wachstumsunternehmen, Kapitalmarkt, Börsengang, IPO, Frankfurter Wertpapierbörse, SWX Swiss Exchange, Eigenkapitalfinanzierung, Anlegerschutz, Transparenz, Prime Standard, Venture Capital, Corporate Governance, Aktienkultur, Finanzierungsbedarf, Börsensegmente.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Finanzierung junger, innovativer Wachstumsunternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb, wobei ein besonderer Fokus auf den Bedingungen für Börsengänge liegt.
Zentrale Themen sind die Finanzierungsmöglichkeiten von Unternehmen, der Strukturvergleich der Börsen in Deutschland und der Schweiz sowie regulatorische Maßnahmen zum Anlegerschutz.
Das Ziel ist es, die Erfolgsaussichten von jungen Unternehmen an den Wachstumssegmenten der Frankfurter Börse und der Schweizer SWX zu analysieren und zu prüfen, wie der Kapitalmarkt den Bedürfnissen von Innovationsträgern gerecht werden kann.
Es handelt sich um eine deskriptiv-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Untersuchung gesetzlicher Regelwerke und dem Vergleich aktueller Börsenstrukturen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Finanzierungswege, einen Vergleich der Börsensegmente und Marktindizes in Deutschland und der Schweiz sowie eine kritische Würdigung der Vor- und Nachteile einer Börsennotierung für Wachstumsfirmen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eigenkapitalfinanzierung, Börsensegmente, Transparenz, Anlegerschutz und Innovationsförderung charakterisiert.
In der Schweiz ist die Aktiengesellschaft eine sehr verbreitete Rechtsform, die sich durch verschiedene "Öffnungsstufen" flexibel an den Kapitalbedarf anpassen lässt, was Deutschland in dieser Form weniger stark praktiziert.
Dieses Kapitel führt die theoretischen Grundlagen der Börsensegmente mit der praktischen Perspektive der Unternehmen zusammen und bewertet kritisch, unter welchen Umständen sich ein Börsengang für ein Wachstumsunternehmen tatsächlich lohnt.
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