Diplomarbeit, 2003
76 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG
2 AUFGABEN, ZIELE UND AUFBAU DER MATERIALWIRTSCHAFT
2.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG DES BEGRIFFES MATERIALWIRTSCHAFT
2.1.1 Definition des Begriffes Material
2.1.2 Definition des Begriffes Wirtschaft
2.1.3 Klassische Definition der Materialwirtschaft
2.1.4 Neuere Definitionsansätze
2.1.4.1 Eine enge Begriffsfassung der Materialwirtschaft
2.1.4.2 Eine erweiterte Begriffsfassung der Materialwirtschaft
2.1.4.3 Die integrierte Materialwirtschaft
2.2 DIE ZIELE DER MATERIALWIRTSCHAFT
2.2.1 Sicherungs- und Gestaltungsziele
2.3 DER STRUKTURELLE AUFBAU DER MATERIALWIRTSCHAFT
2.3.1 Materialbeschaffung
2.3.1.1 Ziele der Materialbeschaffung
2.3.1.2 Materialanalyse
2.3.1.2.1 ABC-Analyse
2.3.1.2.2 XYZ-Analyse
2.3.1.3 Beschaffungsmarktforschung
2.3.1.4 Beschaffungsplanung
2.3.1.4.1 Beschaffungsprinzipien
2.3.1.4.1.1 Vorratsbeschaffung
2.3.1.4.1.2 Einzelbeschaffung im Bedarfsfall
2.3.1.4.1.3 Fertigungssynchrone bzw. Just-in-Time-Beschaffung
2.3.1.4.2 Beschaffungswege
2.3.1.4.2.1 Direkte Beschaffung
2.3.1.4.2.2 Indirekte Beschaffung
2.3.1.4.3 Beschaffungsmengen und -termine
2.3.1.4.3.1 Verbrauchsgesteuerte Disposition
2.3.1.4.3.2 Bedarfsgesteuerte Disposition
2.3.1.5 Beschaffungsdurchführung
2.3.1.6 Beschaffungskontrolle
2.3.2 Materialverwaltung
2.3.3 Materialverteilung
2.3.4 Materialentsorgung
3 INSTITUTIONELLE BESCHAFFUNGSPRINZIPIEN UND –FORMEN
3.1 ABGRENZUNG ZU DEN KLASSISCHEN BESCHAFFUNGSPRINZIPIEN
3.2 GLIEDERUNG DER BESCHAFFUNGSFORMEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG IHRER VERTRAGLICHEN GRUNDLAGE
3.2.1 Beschaffungsformen auf Grundlage von Rahmenverträgen
3.2.1.1 Langfristige Kontraktpolitik
3.2.1.2 Just-in-Time-Beschaffung
3.2.1.2.1 Anwendbarkeit
3.2.1.2.2 Stärken und Schwächen
3.2.1.2.3 Anforderungen an Algorithmen
3.2.1.3 (Virtuelle) Einkaufsgemeinschaften
3.2.1.3.1 Definition und Anwendbarkeit
3.2.1.3.2 Stärken und Schwächen
3.2.1.3.3 Praxisbeispiele
3.2.1.3.4 Anforderungen an Algorithmen
3.2.1.4 Vendor Managed Inventory (VMI)
3.2.1.4.1 Definition und Anwendbarkeit
3.2.1.4.2 Stärken und Schwächen
3.2.1.4.3 Praxisbeispiel
3.2.1.4.4 Anforderungen an Algorithmen
3.2.2 Beschaffungsformen auf Grundlage der Einzelbeschaffung
3.2.2.1 Katalogsysteme
3.2.2.1.1 Definition und Anwendbarkeit
3.2.2.1.2 Klassifikationssysteme und Katalogformate
3.2.2.1.3 Stärken und Schwächen
3.2.2.1.4 Praxisbeispiel
3.2.2.1.5 Anforderungen an Algorithmen
3.2.2.2 Elektronische Marktplätze
3.2.2.2.1 Definition und Anwendbarkeit
3.2.2.2.2 Stärken und Schwächen
3.2.2.2.3 Praxisbeispiele
3.2.2.2.4 Anforderungen an Algorithmen
3.2.2.3 Reverse Auctions
3.2.2.3.1 Definition und Anwendbarkeit
3.2.2.3.2 Stärken und Schwächen
3.2.2.3.3 Praxisbeispiel
3.2.2.3.4 Anforderungen an Algorithmen
3.2.2.4 Ausschreibungen
3.2.2.4.1 Definition und Anwendbarkeit
3.2.2.4.2 Stärken und Schwächen
3.2.2.4.3 Praxisbeispiel
3.2.2.4.4 Anforderungen an Algorithmen
4 METHODEN UND ALGORITHMEN DER BESTELLMENGENPLANUNG
4.1 DIE ALLGEMEINE ENTSCHEIDUNGSSITUATION
4.2 ÜBERBLICK ÜBER DIE PRAKTISCHEN BESTELLMENGENPROBLEME
4.3 DETERMINISTISCHE LAGERHALTUNGS- UND BESTELLMENGENPOLITIKEN
4.3.1 Deterministisch-statische Modelle
4.3.1.1 Einstufige Einproduktmodelle
4.3.1.1.1 Das klassische Economic Order Quantity-Modell (EOQ)
4.3.1.1.2 Stärken und Schwächen des EOQ-Modells
4.3.1.1.3 Erweiterungen des EOQ-Modells
4.3.1.2 Einstufige Mehrproduktmodelle
4.3.1.2.1 Unkapazitiertes Bestellmengenmodell mit Sammelbestellungen
4.3.1.2.2 Bestellmengenmodell mit Lagerkapazitätsrestriktionen
4.3.1.2.3 Economic Lot Scheduling Problem (ELSP)
4.3.1.3 Mehrstufige Mehrproduktmodelle
4.3.2 Deterministisch-dynamische Modelle
4.3.2.1 Einstufige Einproduktmodelle
4.3.2.1.1 Das Modell von Wagner-Whitin
4.3.2.1.2 Kritik am Wagner-Whitin-Ansatz
4.3.2.1.3 Heuristische Verfahren
4.3.2.1.3.1 Least-Unit-Cost-Verfahren (LUC)
4.3.2.1.3.2 Silver-Meal-Verfahren (SMV)
4.3.2.1.3.3 Part-Period-Verfahren (PPV)
4.3.2.1.3.4 Algorithmen auf Basis der Heuristiken
4.3.2.1.4 Überblick über Erweiterungen des Wagner-Whitin-Ansatzes
4.3.2.2 Einstufige Mehrproduktmodelle
4.3.2.2.1 Capacitated Lot-Sizing Problem (CLSP)
4.3.2.2.2 Weitere dynamisch-einstufige Mehrproduktmodelle
4.3.2.3 Mehrstufige Mehrproduktmodelle
4.4 STOCHASTISCHE LAGERHALTUNGS- UND BESTELLMENGENPOLITIKEN
4.4.1 Ursachen der Unsicherheit im Beschaffungswesen
4.4.2 Allgemeine stochastische Lagerhaltungspolitiken
4.4.2.1 Nachfragemenge und Wiederbeschaffungszeit
4.4.2.2 Lagerbezogene Leistungskriterien
4.4.2.2.1 Bedeutung des α -Servicegrades
4.4.2.2.2 Bedeutung des β -Servicegrades
4.4.2.2.3 Bedeutung des γ -Servicegrades
4.4.2.3 (s,q)-Politik
4.4.2.3.1 Erwartungswert und Sicherheitsbestand bei diskreter Wahrscheinlichkeitsverteilung
4.4.2.3.2 Servicegrad und kostenminimaler Bestellpunkt
4.4.2.3.3 Kritik an der (s,q)-Politik
4.4.2.4 (r,S)-Politik
4.4.2.4.1 Ermittlung der Zykluslänge und des Sicherheitsbestandes
4.4.2.4.2 Servicegrad-Restriktion
4.4.2.4.3 Kritik an der (r,S)-Politik
4.4.2.5 (s,S)-Politik
4.4.2.5.1 Ermittlung der erwarteten Bestellmenge
4.4.2.5.2 β -Servicegrades im (s,S)-Modell
4.4.2.5.3 Die Optimalität der (s,S)-Politik, ein Vergleich
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Modelle und Algorithmen der Bestellpolitikplanung zu geben und deren Eignung für den praktischen Einsatz zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die theoretischen Bestellalgorithmen erfolgreich mit den Anforderungen der unternehmerischen Praxis verknüpft werden können, um die sogenannte „Lücke“ zwischen Theorie und Anwendung zu schließen.
3.2.1.2 Just-in-Time-Beschaffung
Bei der Realisierung der fertigungssynchronen JIT-Beschaffung sind einige wichtige Voraussetzungen zu beachten: Die enge Anbindung des Lieferanten an den Produzenten kann nur auf Grundlage modernster Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) gelingen. Der Lieferprozess bedarf einer sehr hohen logistischen Zuverlässigkeit. Insbesondere müssen die Risiken der Produktions- und Lieferstörungen auf Lieferantenseite weitgehend minimiert werden.
Zur Minimierung des Transportrisikos sowie Maximierung von Lieferzuverlässigkeit und –flexibilität ist eine Standortnähe des Lieferanten zum Produzenten sehr wünschenswert. Da zwischen Wareneingang und Fertigungsverbrauch der Materialien im Extremfall keinerlei Zeit mehr vergeht (sog. ´ship to line´ oder auch ´ship to location´), also auf Wareneingangsprüfung und Zwischenlagerung verzichtet wird, müssen qualitätsmäßig einwandfreie Waren durch den Lieferanten garantiert werden.
Besonders bietet sich diese Beschaffungsform für X-Teile mit hoher Vorhersagegenauigkeit an, hier insbesondere AX- und BX-Teile, bei denen durch fertigungssynchrone JIT-Beschaffung neben den Lagerhaltungs- auch die Kapitalbindungskosten deutlich reduziert werden können. Just-in-Time-Beschaffung und –Produktion sind ferner insbesondere sinnvoll in Industriebereichen wie der Automobilindustrie, in denen hohe Fertigungsdisziplin und –sicherheit sowie geringe Rüstkosten vorherrschen.
1 EINLEITUNG: Definiert die Zielsetzung der Arbeit, eine Verbindung zwischen theoretischen Bestellalgorithmen und deren praktischer Anwendbarkeit in der Materialwirtschaft herzustellen.
2 AUFGABEN, ZIELE UND AUFBAU DER MATERIALWIRTSCHAFT: Bietet eine begriffliche Einordnung und strukturelle Definition der Materialwirtschaft inklusive ihrer Aufgabenbereiche Beschaffung, Verwaltung, Verteilung und Entsorgung.
3 INSTITUTIONELLE BESCHAFFUNGSPRINZIPIEN UND –FORMEN: Analysiert moderne, oft internetbasierte Beschaffungsformen wie JIT, Einkaufsgemeinschaften, VMI, Katalogsysteme und Online-Marktplätze hinsichtlich ihrer Anforderungen an die Bestellmengenplanung.
4 METHODEN UND ALGORITHMEN DER BESTELLMENGENPLANUNG: Systematisiert und bewertet verschiedene deterministische und stochastische mathematische Modelle zur Optimierung von Bestellmengen und Lagerbeständen.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Kritische Würdigung der Arbeit, in der der Trend zur eBusiness-Integration in der Unternehmensbeschaffung hervorgehoben und das abnehmende Bedürfnis nach komplexen Algorithmen bei unregelmäßigem Bedarf konstatiert wird.
Bestellpolitik, Materialwirtschaft, Beschaffungsplanung, Bestellmengenplanung, JIT-Beschaffung, Vendor Managed Inventory, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, eProcurement, deterministische Modelle, stochastische Lagerhaltung, Supply Chain, Lagerkapazität, Servicegrad, Optimierungsalgorithmen.
Die Arbeit untersucht, wie theoretische Modelle und Algorithmen der Bestellpolitikplanung in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden können, um eine optimierte Beschaffung zu gewährleisten.
Zentrale Themen sind die Materialwirtschaft, die Klassifizierung von Beschaffungsprinzipien sowie die mathematische Modellierung von Bestellmengenproblemen.
Das Hauptziel besteht darin, die "Lücke" zwischen theoretischen Modellen und der praktischen Anwendung zu verkleinern und Entscheidungsträgern einen Überblick über geeignete Methoden zu geben.
Es erfolgt eine Literaturanalyse und Klassifizierung von Beschaffungsformen sowie eine detaillierte mathematische Darstellung und kritische Würdigung verschiedener deterministischer und stochastischer Bestellmengenmodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Darstellung institutioneller Beschaffungsformen (z.B. VMI, Online-Marktplätze) und eine methodische Analyse von Algorithmen zur Bestellmengenplanung (z.B. Wagner-Whitin, (s,S)-Politik).
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Bestellpolitik, eProcurement, Materialwirtschaft, deterministische und stochastische Lagerhaltung sowie Optimierungsalgorithmen.
Im Gegensatz zu dezentralisierten Systemen (Pull-Prinzip), bei denen der Abnehmer bestellt, generiert beim VMI (Push-Prinzip) der Lieferant die Bestellungen basierend auf den Lagerbestandsdaten des Abnehmers.
Sie gilt als die flexibelste stochastische Strategie, da sowohl der Bestellzeitpunkt als auch die Bestellhöhe variabel sind und sie andere Lagerhaltungspolitiken als Grenzfälle integriert.
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