Bachelorarbeit, 2012
46 Seiten, Note: 2,3
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Hinführung zur Thematik
2. Bilingualismus Definitionen
2.1 Sukzessiv vs. simultan
2.2 Gesteuert vs. natürlich
2.3 Früh vs. spät
2.4 Subtraktiv vs. additiv
2.5 Ausgeglichen vs. dominant
3. Was ist Sprachdominanz?
3.1 Transfer
3.2 Interferenz
3.3 Code-switching
4. Wie entsteht Sprachdominanz?
4.1 Familie und frühkindliche Erziehung
4.1.1 Bilinguale Erziehungsmethoden
4.1.2 Kontakt zur L1
4.1.3 Kontakt zur L2
4.2 Kindergarten
4.3 Schule
4.4 Das sprachliche Verhalten innerhalb von Peergroups
4.5 Verhältnis zwischen den Sprachgemeinschaften
4.6 Prestige
4.7 Emotionen
4.7.1 Trennung der Eltern
4.7.2 Tod
4.7.3 Eigene Wahl
4.8 Religion
5. Dominanzwechsel
5.1 Attrition
5.2 Adoption
6. Ausblick und Perspektiven
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Ursachen und Domänen, die zur Entstehung einer Sprachdominanz bei bilingualen Sprechern führen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen und durch welche Faktoren eine Sprache im bilingualen Kontext dominanter ausgeprägt wird als die andere.
3.1 Transfer
Ein Transfer ruft Sprachmischungen u.a. im Bereich der Syntax und der Phonetik hervor, die in diesem Fall von der stärkeren auf die schwächer entwickelte Sprache übertragen werden. Ein Transfer von der schwächeren auf die dominantere Sprache konnte laut Müller et al. (2007: 71) bisher nicht nachgewiesen werden. Ein Beispiel hierfür wäre „el horse es mio“ (García 1983: 101), weil hier von der dominanteren Sprache (Englisch), eine Übertragung auf die schwächere Sprache (Spanisch) ausgeübt wird, da dem Sprecher anscheinend das spanische Wort für „Pferd“ nicht einfällt.
Das Phänomen des Transfers kann in positiver, sowie in negativer Form auftreten: Als positiv wird es dann bezeichnet, sobald der Transfer beim Zweitsprachenerwerb bei der Weiterentwicklung hilft oder verbessernd tätig ist, indem er hilft z.B. Strukturen der zweiten Sprache besser zu verstehen. Negativ dagegen ist er, wenn eine abschwächende Wirkung auf die Zweitsprache eintritt, sobald die Erstsprache den Erwerb der zweiten Sprache behindert (ebd: 102). Das Auftreten von Sprachmischungen ist laut Triarchi-Herrmann (2006: 43) aufgrund von lexikalischen Lücken, sowie von bequemlichen Vorzügen bedingt, da so ein auftretender Wortmangel ganz einfach und schnell kompensiert werden kann.
1. Hinführung zur Thematik: Einführung in das Forschungsziel, die Relevanz der Sprachdominanz im Bilingualismus sowie die Klärung zentraler Begriffe wie L1, L2 und L3.
2. Bilingualismus Definitionen: Darstellung verschiedener linguistischer Ansätze und Erläuterung unterschiedlicher Kontrastpaare wie sukzessiver vs. simultaner sowie natürlicher vs. gesteuerter Erwerb.
3. Was ist Sprachdominanz?: Definition des Begriffs Sprachdominanz und Analyse der Kriterien Transfer, Interferenz und Code-switching.
4. Wie entsteht Sprachdominanz?: Detaillierte Untersuchung der Entstehung von Dominanz in verschiedenen Lebensbereichen von der Familie über Bildungseinrichtungen bis hin zu emotionalen Faktoren.
5. Dominanzwechsel: Analyse der Prozesse, unter denen eine bereits etablierte Sprachdominanz zugunsten einer anderen Sprache aufgegeben oder verändert wird, inklusive Attrition und Adoption.
6. Ausblick und Perspektiven: Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Funktion der Sprache in verschiedenen Lebensdomänen.
Bilingualismus, Sprachdominanz, Erstsprache, Zweitsprache, Spracherwerb, Familiensprache, Transfer, Interferenz, Code-switching, Dominanzwechsel, Migration, Spracherziehung, Mehrsprachigkeit, Sprachprestige, Sprachverlust.
Die Arbeit analysiert die Entstehung von Sprachdominanz bei zwei- oder mehrsprachigen Menschen und untersucht, warum eine der erworbenen Sprachen in der Regel dominanter ausgeprägt ist als die andere.
Die Autorin beleuchtet verschiedene Domänen, darunter das familiäre Umfeld, bilinguale Kindergärten und Schulen, den Einfluss von Gleichaltrigen (Peergroups), soziale Faktoren wie Prestige sowie emotionale Einflüsse.
Das Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Entstehungsmuster von Sprachdominanz zu geben und zu zeigen, wie externe und interne Faktoren die Entwicklung der Sprachkompetenz steuern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und diese durch themenspezifische Fallstudien und Projekte aus der aktuellen Forschung illustriert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Sprachdominanz, die Analyse ihrer Entstehung in verschiedenen Lebensbereichen sowie die Untersuchung spezifischer Phänomene des Dominanzwechsels, wie z.B. bei Sprachverlust oder Migration.
Die wichtigsten Begriffe sind Bilingualismus, Sprachdominanz, Spracherwerb, Code-switching, Interferenz sowie soziokulturelle Einflussfaktoren auf die Erst- und Zweitsprache.
Peergroups fungieren oft als Auslöser für Sprachwahl, da Jugendliche ihre Sprache anpassen, um sich in der Gruppe zu integrieren, Identität zu finden oder Gruppennormen zu entsprechen.
Diaspora beschreibt die unfreiwillige Existenz einer Sprachgemeinschaft in der Fremde, was gezwungenermaßen einen Dominanzwechsel zur neuen Umgebungssprache nach sich ziehen kann, da die Erstsprache ihre Funktion als Umgebungssprache verliert.
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