Diplomarbeit, 2004
105 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Die Marke und ihr Wert
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Aktuelle Situation in Deutschland
2 Die Marke
2.1 Definition von Marken
2.2 Funktionen von Marken
2.2.1 Aus Konsumentensicht
2.2.2 Aus Herstellersicht
2.3 Erscheinungsformen von Marken
2.4 Rechtlicher Schutz für Marken
2.4.1 Grundlagen zum Markenrechtschutz
2.4.2 Die Marke als Vermögensgegenstand
2.5 Bedeutung der Marke und ihres Werts für die Unternehmensentwicklung
3 Begriff des Markenwerts und der Markenstärke
3.1 Unterschiede bei der Begriffsbestimmung
3.2 Finanzorientierte Definitionen
3.3 Konsumentenorientierte Definitionen
3.4 Integrative Definitionen
4 Anlässe und Bedeutung der Markenwertbestimmung
4.1 Finanzorientierte Bedeutung der Markenwertermittlung
4.2 Verhaltensorientierte Bedeutung der Markenwertermittlung
5 Kriterien zur Markenwertermittlung
6 Bewertungsmodelle und Markenwertbestimmung
6.1 Klassifikation der Bewertungsmodelle
6.2 Anforderungen an die Messung von Markenwerten
6.3 Diagnostische Messungen zur Markenstärke
6.3.1 Brand Asset Valuator (BAV) von Young & Rubicam
6.3.2 Brand Potential Index (BPI) der GfK
6.3.3 Markeneisberg von icon brand navigation
6.4 Evaluative Messungen des Markenwerts
6.4.1 Finanzorientierte Messungen des Markenwerts
6.4.1.1 Kostenorientierte Markenwertmodelle
6.4.1.2 Ertragswertorientierte Markenwertmodelle
6.4.1.3 (Kapital)marktorientierte Markenwertmodelle
6.4.2 Absatzorientierte Messungen des Markenwerts
6.5 Besondere Problembereiche einer Markenbewertung
6.5.1 Isolierung markenspezifischer Zahlungen
6.5.2 Prognose markenspezifischer Einzahlungen
6.5.3 Bewertung markenstrategischer Optionen
6.6 Kombinierte Markenwertmodelle
6.6.1 Markenbilanz von Nielsen und Ansatz von Interbrand
6.6.2 Modifiziertes Interbrand-Modell
6.6.3 Brand Performancer von Nielsen
6.6.4 Brand Rating Verfahren
6.6.5 Markenwertmodell der GfK
7 Kritische Anschauung
7.1 Kritische Anschauung bestehender Bewertungsansätze
7.2 Kritische Anschauung von Rankings
7.3 Kritische Anschauung des Markts der Markenbewertungen
7.4 Aktuelle Entwicklung
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung von Markenbewertungsmodellen und hinterfragt deren Praxistauglichkeit sowie theoretische Fundierung kritisch. Das primäre Ziel ist es, den Beitrag von Marken zum Unternehmenswert zu beleuchten, die Methodenvielfalt im deutschen Raum zu systematisieren und die Herausforderungen bei der Isolierung und Prognose markenspezifischer Zahlungsströme zu identifizieren.
Die Marke als Vermögensgegenstand
Im neuen Markengesetz sind Markenrechte unabhängig von einem zugrunde liegenden Geschäftsbetrieb. Für den Markeninhaber stellt die Marke somit einen selbständigen Vermögenswert dar. Im rechtlichen Sinne ist die Marke ein selbständiges, übertragbares, immaterielles Vermögensrecht mit eigenem Wert. Eine Marke kann also weiterverwertet werden durch Übertragung (z.B. Verkauf), Übergang (z.B. Vererbung), Pfändung und Zwangsvollstreckung und natürlich auch zur Absicherung von Krediten eingesetzt werden. Große Bedeutung als Verwertungsform hat der Markenverkauf. Eine Markenveräußerung ist nicht an das Unternehmen des Markeninhabers oder an Teile davon gebunden. Ist eine Marke für mehrere Produkte registriert, kann der Verkauf ein Teil der Produkte oder alle Produkte beinhalten (§ 27 MarkenG). Für den Markeninhaber stellt die Option, die Marke verkaufen zu dürfen, einen besonderen Anreiz dar. Jener wird natürlich daran interessiert sein, den (Verkaufs-) Wert seiner Marke zu erhöhen. Zunehmend erkennen die Unternehmen, dass Marken Investitionsobjekte darstellen und die Markenführung unter Beachtung und Erhaltung dieses Vermögensgegenstands erfolgen sollte. „Marken stellen kostbare Vermögensgegenstände dar, es bestehen jedoch Zweifel hinsichtlich der Bestimmung der Größe dieser Werte.“
1 Einleitung: Beschreibt die steigende Relevanz der Marke als Werttreiber und stellt die aktuelle Diskussion zur Markenbewertung in Deutschland dar.
2 Die Marke: Erläutert den Markenbegriff, seine Funktionen aus Sicht von Herstellern und Konsumenten sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
3 Begriff des Markenwerts und der Markenstärke: Differenziert zwischen finanzorientierten, konsumentenorientierten und integrativen Ansätzen der Markenwertdefinition.
4 Anlässe und Bedeutung der Markenwertbestimmung: Analysiert, warum Unternehmen Marken bewerten, insbesondere im Hinblick auf Akquisitionen, Bilanzierung und Markenführung.
5 Kriterien zur Markenwertermittlung: Untersucht die qualitativen und quantitativen Einflussfaktoren, die für eine fundierte Messung herangezogen werden sollten.
6 Bewertungsmodelle und Markenwertbestimmung: Bietet eine detaillierte Klassifikation und kritische Analyse zahlreicher diagnostischer und evaluativer Messmodelle.
7 Kritische Anschauung: Hinterfragt die Gesamtsituation der Markenbewertung, diskutiert die Problematik von Rankings und plädiert für eine Standardisierung.
Markenbewertung, Markenwert, Markenstärke, Markeneisberg, Interbrand, Nielsen, GfK, Markenkapital, Markenimage, Markenführung, Markenbilanzierung, Markentransfer, immaterielle Vermögenswerte, Markenbekanntheit, Markenloyalität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Anwendung von Modellen zur Bestimmung des Markenwerts.
Zu den Schwerpunkten gehören das Markenverständnis, die Abgrenzung zwischen Markenwert und Markenstärke sowie die Analyse zahlreicher Bewertungsmodelle auf ihre Eignung in der Praxis.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Markenbewertung als strategisches Instrument für das Markenmanagement und die Unternehmensführung genutzt werden kann, trotz der derzeit fehlenden allgemein akzeptierten Messmethode.
Die Autorin nutzt eine systematische Modelluntersuchung und eine kritische Auseinandersetzung mit der einschlägigen Fachliteratur sowie Praxisberichten zur Markenwertermittlung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Markenbegriffs, die Diskussion der Markenwertdefinitionen, die Anlässe für Markenbewertungen und eine detaillierte Analyse verschiedener Bewertungsmodelle inklusive deren Vor- und Nachteilen.
Markenbewertung, Markenwert, Markenführung, Markenkapital, Markenimage und Markenstärke sind die zentralen Begriffe.
Aufgrund nationaler handelsrechtlicher Vorschriften dürfen selbstgeschaffene Marken nicht aktiviert werden, was die Erfassung ihres wahren wirtschaftlichen Wertes in der Bilanz erschwert.
Interbrand verwendet ein Punktbewertungsmodell für verschiedene Kriterien, die anschließend mittels einer S-förmigen Kurve in einen Markenmultiplikator überführt werden, um einen monetären Wert zu berechnen.
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