Diplomarbeit, 2011
117 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Was will die Arbeit?
1.2. Wie gehe ich vor?
2. Theorizing Peacekeeping – Konzepte und Definitionen
2.1. Theoretischer Rahmen
2.1.1. Liberal Peace Theory
2.1.2. Global Culture
2.1.3. Cosmopolitanism
2.1.4. Kritische Theorie
2.2. Begriffe, Definitionen und Konzepte
2.2.1. Preventive Diplomacy
2.2.2. Peacemaking
2.2.3. Peacekeeping
2.2.4. Peacebuilding
2.2.5. Peaceenforcement
2.3. Peacekeeping Generationen
2.3.1. Erste Generation: Traditionelles (klassisches) Peacekeeping
2.3.2. Zweite Generation: Multidimensionales (erweitertes) Peacekeeping
2.3.3. Dritte Generation: Peace enforcement (robustes) Peacekeeping
2.4. Neuorientierung anhand von Peacekeeping Zielsetzungen
3. Die Krise des UN-peacekeeping in Afrika
3.1. Neue Kriege
3.1.1. Ökonomie und Finanzierung – local capacity
3.1.2. Art und Zielrichtung der Gewalt – Level of hostility
3.1.3. Akteure
3.1.4. Peacebuilding Triangle der „New Wars“
3.2. Strukturell begrenzte Belastbarkeit des UN Peacekeeping
3.2.1. Offensive Rhetorik und passives Handeln
3.2.2. Wer spring ein?
3.2.3. Die Motivation zu handeln
3.2.4. Zusammenfassung – Kein „Scramble for Africa“
4. Regionalorganisationen – Problemlösung oder Outsourcing der Probleme?
4.1. Vorteile regionaler Friedenssicherung
4.1.1. Schnellere Reaktions- und Handlungsfähigkeit
4.1.2. Höhere Bereitschaft zum Eingreifen
4.1.3. Bessere Kenntnis der Konfliktstruktur und höhere Akzeptanz
4.1.4. Geringe Kosten der Einsätze
4.2. Die Schattenseiten der Regionalisierung
4.2.1. Mangelnde Kapazitäten und zweifelhafte Professionalität
4.2.2. Gefahr der Instrumentalisierung durch regionale Hegemonialmächte
4.2.3. Gefahr der Unterminierung des Gewaltmonopols der Vereinten Nationen
4.2.3.1. Endorsement im Gegensatz zu Autorisierung
4.3. Fazit
5. African Solutions
5.1. Die Afrikanische Union
5.2. …ihre subregionalen Partner
5.3. …und warum sie nicht genügen
5.3.1. Nichtbeachtung der Gegebenheiten in Afrika
5.3.2. Die Probleme sind nicht ausschließlich afrikanisch
5.3.3. Afrika ist nicht einheitlich
6. Partnerships
6.1. Operational Partnerships
6.1.1. co-deployment
6.1.2. preceeding operation
6.1.3. follow on operation
6.1.4. joint operation
6.2. Institutional Partnerships
6.3. Operational vs. Institutional partnership – der Networking Ansatz
6.4. UNAMID – Quadratur des Kreises
6.4.1. historischer Abriss
6.4.2. Von UNAMIS zur UNAMID
6.4.3. Sonderfall UNAMID
7. Conclusio
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Konzept des "Peacekeeping" im afrikanischen Kontext greifbar zu machen und zu analysieren, ob die verstärkte Einbindung von Regionalorganisationen einen tragfähigen Weg aus der aktuellen "Krise des UN-Peacekeeping" darstellen kann. Dabei werden insbesondere die Rollen von Regionalorganisationen, die Herausforderungen durch moderne Konfliktformen ("Neue Kriege") und die Kooperationsstrukturen zwischen der UN und afrikanischen Organisationen untersucht.
3.1.2. Art und Zielrichtung der Gewalt – level of hostility
Die Beschaffenheit der eingesetzten Waffen macht eine längere Ausbildung und damit einhergehende Disziplinierung unnötig, wodurch die Gewalt eine gewisse Entgrenzung erfährt. „Because assault rifles and other military firearms are often light-weight and easy to use, a young child can easily be taught to fire them.”
Der massive Einsatz von Kindersoldaten hat in diesem Zusammenhang besonders verheerende Auswirkungen, da sie im Vergleich zu Erwachsenen über wesentlich weniger Selbsterhaltungstrieb verfügen und durch den Wegfall gesellschaftlicher Normen in Kombination mit dem gewalttätigen Umfeld eines solchen Konfliktes zu enthemmtem Gewaltverhalten neigen.
1. Einleitung: Definiert die Forschungsfragen zur Krise des UN-Peacekeepings und den theoretischen sowie methodischen Ansatz der Arbeit.
2. Theorizing Peacekeeping – Konzepte und Definitionen: Erarbeitet einen theoretischen Rahmen und analysiert die verschiedenen Begriffe und Generationen von Friedensmissionen.
3. Die Krise des UN-peacekeeping in Afrika: Untersucht das Phänomen der "Neuen Kriege" und die strukturellen Gründe für die Überdehnung des UN-Friedenssicherungssystems.
4. Regionalorganisationen – Problemlösung oder Outsourcing der Probleme?: Analysiert die Vor- und Nachteile einer stärkeren regionalen Friedenssicherung sowie die damit verbundenen Risiken und Abhängigkeiten.
5. African Solutions: Hinterfragt kritisch den Slogan "African solutions to African problems" vor dem Hintergrund tatsächlicher Kapazitäten und politischer Realitäten.
6. Partnerships: Beleuchtet verschiedene Modelle der Zusammenarbeit (operative vs. institutionelle Partnerschaften) und nutzt UNAMID als Fallbeispiel.
7. Conclusio: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven der Friedenssicherung als netzwerkartige Symbiose zwischen globalen und regionalen Akteuren.
Peacekeeping, Friedenssicherung, Vereinte Nationen, Regionalorganisationen, Afrika, Neue Kriege, UNAMID, Peacebuilding, Peaceenforcement, African Solutions, Souveränität, Krisenmanagement, Sicherheit, Konfliktbearbeitung, Empowerment.
Die Arbeit analysiert die Krise des UN-Friedenssicherungssystems vor dem Hintergrund neuer Konfliktformen und untersucht, ob und wie Regionalorganisationen, insbesondere in Afrika, zur Lösung dieser Krise beitragen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der konzeptionellen Einordnung von Peacekeeping, der Natur der "Neuen Kriege", der Rolle von Regionalorganisationen und der Wirksamkeit von Partnerschaften zwischen der UN und regionalen Akteuren.
Die zentrale Frage ist, ob die verstärkte Einbindung von Regionalorganisationen in Afrika tatsächlich einen Weg aus der Krise des UN-Peacekeeping darstellt oder ob dies lediglich eine problematische Auslagerung von Verantwortung bedeutet.
Die Arbeit folgt einem primär theoretischen und hermeneutischen Zugang. Es werden offizielle UN-Dokumente sowie wissenschaftliche Literatur ausgewertet, um die Argumentation strukturell und konzeptionell zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit, die Analyse der spezifischen Krisenursachen in Afrika (einschließlich ökonomischer Faktoren und Akteurskonstellationen) und die detaillierte Untersuchung der regionalen Kooperationsmodelle.
Neben Begriffen wie "Peacekeeping" und "Vereinte Nationen" sind "Regionalorganisationen", "Afrika", "Neue Kriege" sowie "African Solutions" maßgebliche Charakteristika für den Inhalt dieser Untersuchung.
Das Modell dient als graphische Darstellung der Problematik, um zu veranschaulichen, dass in Konfliktregionen mit hohem Gewaltlevel und geringer lokaler Kapazität eine massive internationale Unterstützung erforderlich ist, die oft die Kapazitäten der UN übersteigt.
UNAMID wird als Modellfall einer Hybrid-Mission geführt, die zwar logistisch und finanziell die Schwächen afrikanischer Partner abfedert, jedoch mit massiven Herausforderungen hinsichtlich einer integrierten Kommandostruktur zu kämpfen hat.
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