Diplomarbeit, 2011
114 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Benachteiligung
2.1 Der Versuch einer Definition von Benachteiligung
2.2 Benachteiligte Personengruppen in Deutschland
2.3 Die verschiedenen Dimensionen von Benachteiligung
2.3.1 Materielle Dimension und Benachteiligung
2.3.2 Kulturelle Dimension und Bildung
2.3.3 Physische und psychische Dimension
2.3.4 Familiale Dimension
2.3.5 Regionale Dimension
2.3.6 Soziale Integration
2.3.7 Zusammenfassung
3 Familienbildung: Allgemeine Darstellung unter besonderer Berücksichtigung benachteiligter Familien
3.1 Historische Entwicklung und gesellschaftliche Bezüge der Familienbildung
3.1.1 Die Anfänge von Familienbildung
3.1.2 Von der Mütterschule zur Familienbildungsstätte
3.1.3 Familienbildung in der DDR
3.1.4 Familienbildung in der BRD
3.1.5 Familienbildung zur Zeit der Wiedervereinigung
3.2 Familienbildung im 21. Jahrhundert
3.2.1 Das aktuelle Erscheinungsbild von Familie
3.2.1.1 Veränderungen in der äußeren Familienform
3.2.1.2 Veränderungen im Lebensverlauf von Familien
3.2.1.3 Veränderungen in der Arbeitsteilung und den sozialen Rollen von Familien
3.2.1.4 Zusammenfassende Bewertung
3.2.2 Die aktuelle Aufgabe von Familienbildung und ihre strukturellen Besonderheiten
3.2.2.1 Die Rechtliche Beauftragung der Familienbildung
3.2.2.2 Ansatzpunkte und Aufgaben von Familienbildung
3.2.2.3 Familienbildung: fürsorgliche Aufgabe oder bildende Funktion?
3.2.2.4 Familienbildung zwischen Jugendhilfe und Erwachsenenbildung
3.2.2.5 Zusammenfassung
3.3 Institutionelle Realität
3.3.1 Trägerlandschaft und Formen
3.3.2 Angebote und Themen der Familienbildung
3.3.3 Nutzung von Angeboten der Familienbildung
3.3.3.1 Nutzung von Angeboten der Familienbildung nach Angaben der Institutionen
3.3.3.2 Nutzung von Angeboten der Familienbildung nach Angaben der Familien
3.3.4 Familienbildung aus Sicht von Eltern
3.3.4.1 Ansprechpartner bei Fragen zur Erziehung
3.3.4.2 Gewünschte und bevorzugte Angebote und Themen
3.3.4.3 Die gewünschte Art der Vermittlung von Information
3.3.4.4 Gewünschte Form und Wege der Vermittlung von Informationen
3.4 Zusammenfassende Bewertung
4 Lern- und Bildungskonzepte für eine Familienbildung mit Familien in benachteiligten Lebenslagen
4.1 Bedeutsame Aspekte für eine Familienbildung mit benachteiligten Familien
4.1.1 Aufgaben des Staates, des Landes oder der Kommune:
4.1.2 Aufgaben der Institutionen/Anbieter der Familienbildung
4.1.3 Aufgaben der Dozenten, Familienbildner oder Kursführer:
4.2 Das FuN-Programm
4.2.1 Das FuN-Konzept
4.2.2 Neue Wege zur Erreichung benachteiligter und bildungsferner Familien
4.2.3 Die Fun-Ziele
4.2.4 Das FuN-Programm in seinem Ablauf
4.2.5 FuN- Wirkung und Evaluation
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Ausgestaltung von Familienbildungsangeboten für sozial benachteiligte Familien. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der verschiedenen Dimensionen von Benachteiligung sowie der institutionellen Rahmenbedingungen und Nutzungsmöglichkeiten der Familienbildung in Deutschland, um schließlich praxisorientierte Konzepte für eine bedarfsgerechte Bildungsarbeit zu evaluieren.
2.3.1 Materielle Dimension und Benachteiligung
Die disponiblen finanziellen Ressourcen von Familien spielen für Benachteiligung bis hin zur Armut aus dem Grund eine entscheidende Rolle, „weil die Lebenslage, der Lebensunterhalt, der Erwerb von Gütern und der Zutritt zu gesellschaftlichen Aktivitäten vornehmlich vom verfügbaren Einkommen abhängen“ (Becker/Lauterbach 2002, S. 163). Einkommensarmut wird in Deutschland anhand eines Mindeststandards festgelegt, der durch die Gesellschaft und ihren durchschnittlichen Lebensstandard bestimmt wird. Unterschreiten Haushalte in einem gewissen Grad diesen ermittelten Mindeststandard, leben sie in relativer Armut (vgl. Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 23). Laut aktuellen Daten (Stand 2006) liegt die Armutsquote in Deutschland bei 13,9% (vgl. Statistisches Bundesamt 2008, S. 167ff).
In unserer Konsumgesellschaft besitzen materielle Ressourcen einen besonderen Stellenwert. Beinahe täglich werden Familien und Heranwachsende von der Werbeindustrie mit den neusten „must-have“ Produkten konfrontiert. An einer Welt des raschen technischen Fortschritts, sich rasant wandelnder Mode und den verschiedensten Köstlichkeiten und Produkten aus aller Welt möchte jeder teilhaben. Neben dem massiven Druck seitens der Werbeindustrie sind Familien in ihrem Alltag gezwungen, sich mit dem Eigentum und Lebensstil anderer Familien auseinander zu setzen. Besonders Jugendliche sind den Spannungen ausgesetzt mit Gleichaltrigen mithalten zu können (vgl. Butterwegge, C. 2010; Statistisches Bundesamt 2008, S. 2). Der Besitz „cooler Klamotten“, neuster Handys und „angesagter Games“ für verschiedenste Spielkonsolen gibt ihnen das Gefühl dazu zu gehören. Doch Statussymbole unter Jugendlichen, die in ähnlicher Weise auch unter Erwachsenen gelten, sind mit Kosten verbunden, welche einkommensarme Familien zumeist nicht aufbringen können. Ihnen bleibt die Wahl: Ein Leben ohne Markenklamotten und I-Phone, der Kauf der „notwendigen Luxusartikel“ gepaart mit der Konsequenz in anderen Bereichen (z.B. Wegfallen von Familienunternehmungen oder (gesunden) Lebensmitteln) bewusst oder unbewusst einsparen zu müssen, sich mit dem Kauf der Güter zu verschulden oder sich mit Diebstählen strafbar zu machen (vgl. BMAS 2008, S. 50ff; Meier, U./Preuße, H./Sunnus, E. M. 2003, S. 71ff; Palentien, C. 2004, S. 218f).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Familienbildung in der aktuellen Gesellschaft vor und erläutert die Forschungsfragen der Arbeit im Hinblick auf benachteiligte Familien.
2 Benachteiligung: Dieses Kapitel definiert Benachteiligung und beleuchtet die verschiedenen materiellen, kulturellen, physischen, psychischen, familialen und regionalen Dimensionen, die zur Ausgrenzung von Familien führen können.
3 Familienbildung: Allgemeine Darstellung unter besonderer Berücksichtigung benachteiligter Familien: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Familienbildung und analysiert deren institutionelle Realität sowie die spezifischen Bedingungen im 21. Jahrhundert.
4 Lern- und Bildungskonzepte für eine Familienbildung mit Familien in benachteiligten Lebenslagen: Dieser Abschnitt erörtert notwendige Anforderungen an eine bedarfsgerechte Bildungsarbeit und stellt mit dem FuN-Programm ein praxisorientiertes Konzept für benachteiligte Familien vor.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit politischer Unterstützung sowie weiterer Forschung, um eine inklusive Familienbildung zu ermöglichen.
Familienbildung, Benachteiligung, Armut, Bildungsferne, Jugendhilfe, Lebenslagen, Prävention, FuN-Programm, soziale Integration, Erziehungskompetenz, Teilhabe, Familienpolitik, Armutsprävention, soziale Ungleichheit, Familienentwicklung.
Die Arbeit untersucht das Thema Familienbildung mit einem besonderen Fokus auf sozial benachteiligte Familien. Es wird analysiert, welche Barrieren diese Familien an der Teilhabe an Bildungsangeboten hindern und wie Konzepte gestaltet sein müssen, um diesen Familien effektive Unterstützung zu bieten.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Dimensionen von Benachteiligung, die historische Entwicklung der Familienbildung in Deutschland, die aktuelle institutionelle Realität und die Wirksamkeit von präventiven Konzepten wie dem FuN-Programm.
Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Bildungsangebote so gestaltet werden können, dass sie auch bildungsferne und benachteiligte Familien erreichen und sie in ihrer Erziehungskompetenz nachhaltig stärken.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien, Expertenberichte und statistischer Daten, um die aktuelle Situation der Familienbildung in Deutschland kritisch zu reflektieren und daraus Ansätze für eine bedarfsgerechte Bildungsarbeit abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Benachteiligungsphänomene, eine historische und strukturelle Betrachtung der Familienbildung (institutionelle Realität) sowie die Vorstellung konkreter Bildungskonzepte für benachteiligte Zielgruppen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Familienbildung, soziale Benachteiligung, Armutsprävention, Teilhabe, Jugendhilfe sowie das spezifische FuN-Programm für bildungsferne Familien.
Die Arbeit zeigt, dass es durch unterschiedliche historische Entwicklungen (BRD vs. DDR) und landesspezifische Regelungen (Landesrechtsvorbehalt) zu einem diffusen Bild und einer ungleichen Verteilung von institutionellen Angeboten kommt, was die Finanzierung und Struktur der Familienbildung erschwert.
Das FuN-Programm dient als zentrales Fallbeispiel für ein erfolgreiches, präventives und erfahrungsorientiertes Konzept, das bewusst auf eine "Geh-Struktur" setzt, um gezielt bildungsferne Familien zu erreichen und deren Erziehungssicherheit zu fördern.
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