Bachelorarbeit, 2013
85 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die EU-Strukturförderung als politischer Rahmen für die standortpolitische Neuausrichtung in Sachsen-Anhalt
2.1. Theoretische Grundlagen der EU-Strukturförderung
2.2. Instrumente der Strukturförderung
2.3. Determinanten der neuen Förderperiode
2.4. Implikationen für Sachsen-Anhalt
3. Entwicklung eines methodischen Konzepts zur Priorisierung von Standortfaktoren
3.1. Standorttheorien und empirische Ergebnisse der Standortforschung
3.2 Begründung der methodischen Konzeption:
3.3. Ergebnisse des Relevanzrankings der befragten Unternehmen
3.4. Ergebnisse des Verbesserungspotenzial-Rankings
3.5. Ergebnisse der Konsistenzanalyse mit den EU2020-Zielen
3.6 Zusammenfassung der drei Indikatoren und Indikatorbildung:
4. Analyse der verteilungspolitischen Wirkungen einer potentiellen Neuausrichtung der Standortpolitik Sachsen-Anhalts
4.1. Koordinationsspiel mit Verteilungskonflikt
4.2. Operationalisierung der Fragestellung
4.3. Analyse der verteilungspolitischen Wirkungen
5. Ableitung von politischen Handlungsempfehlungen für die Standortpolitik Sachsen-Anhalts nach 2014
Die Arbeit analysiert, wie eine effektive Standortpolitik in Sachsen-Anhalt unter den restriktiveren Rahmenbedingungen der EU-Förderperiode 2014-2020 gestaltet werden kann, und untersucht die daraus resultierenden verteilungspolitischen Auswirkungen.
3. Entwicklung eines methodischen Konzepts zur Priorisierung von Standortfaktoren
Wie im letzten Kapitel festgestellt, führen die restriktiveren Determinanten der EU-Strukturförderung ab 2014 dazu, dass eine erhöhte Priorisierung und damit eine Neuausrichtung der Standortpolitik in Sachsen-Anhalt notwendig sind. Daraus ergibt sich direkt die Fragestellung, wie sich trotz der restriktiveren Determinanten eine effektive Standortpolitik gestalten lässt. Wie bereits eingangs erwähnt, wird Effektivität hier als ein Kriterium verstanden, in welchem Maße mit einer bestimmten Maßnahme ein verfolgtes Ziel erreicht wird (Maß der Wirksamkeit, Zielerreichungsgrad). In diesem Fall stellt die Ausrichtung der Standortpolitik die Maßnahme und die Ansiedlung externer Unternehmen, als primäre Intention jeder Standortpolitik, das verfolgte Ziel dar. Da zwischen der Maßnahme und der Erreichung des Ziels hier ein Kausalzusammenhang unterstellt wird, kann die Ausrichtung der Standortpolitik auch als unabhängige und die Ansiedlung externer Unternehmen als abhängige Variable betrachtet werden.
Der Terminus „Standortpolitik“ kann am besten mit dem Begriff Ansiedlungsförderung beschrieben werden und ist neben der Bestandspflege, Gründungsförderung und Clusterförderung eine der elementaren Strategien der regionalen Wirtschaftsförderung. Die Standortpolitik umfasst alle Maßnahmen, „die Standorte suchende auswärtige Unternehmen zur Ansiedlung […] bewegen sollen.“ Damit ist das konkrete Ziel, nämlich die Ansiedlung externer Unternehmen, bereits benannt. Die Ansiedlung externer Unternehmen wiederum dient den übergeordneten Zielen der regionalen Wirtschaftsförderung. Diese sind laut Dallmann und Richter: (1) Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze, (2) Sicherung und Verbesserung der Wirtschafts- und Finanzkraft und (3) Schaffung einer ausgewogenen Wirtschaftsstruktur. Damit soll eine konkrete Wohlfahrtssteigerung der in der Region lebenden Bevölkerung realisiert werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Entwicklung der neuen Bundesländer nach der Wiedervereinigung, bewertet die Rolle der EU-Strukturförderung kritisch und erläutert die neuen restriktiven Rahmenbedingungen für die Förderperiode ab 2014.
2. Die EU-Strukturförderung als politischer Rahmen für die standortpolitische Neuausrichtung in Sachsen-Anhalt: Hier werden die theoretischen Grundlagen, die Instrumente der EU-Strukturförderung und die spezifischen Determinanten der Förderperiode 2014-2020 als maßgebliche Rahmenbedingungen für die Standortpolitik thematisiert.
3. Entwicklung eines methodischen Konzepts zur Priorisierung von Standortfaktoren: Dieses Kapitel erarbeitet ein methodisches Konzept, das eine Priorisierung von Standortfaktoren durch drei Indikatoren (Relevanz, Verbesserungspotenzial, Konsistenz) messbar macht, und wendet dieses auf Sachsen-Anhalt an.
4. Analyse der verteilungspolitischen Wirkungen einer potentiellen Neuausrichtung der Standortpolitik Sachsen-Anhalts: Unter Verwendung spieltheoretischer Instrumente wird untersucht, welche Verteilungswirkungen die zuvor identifizierte Neuausrichtung der Standortpolitik auf die Akteure hat und wie sich politischer Widerstand modellieren lässt.
5. Ableitung von politischen Handlungsempfehlungen für die Standortpolitik Sachsen-Anhalts nach 2014: Das abschließende Kapitel leitet basierend auf den Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für die strategische Ausrichtung der Standortpolitik in Sachsen-Anhalt nach 2014 ab.
Standortpolitik, EU-Strukturförderung, Sachsen-Anhalt, Priorisierung, Standortfaktoren, EU2020-Strategie, Wirtschaftsförderung, Unternehmensansiedlung, Spieltheorie, Verteilungskonflikt, Indikatorbildung, Strukturfonds, Regionalpolitik, Investitionsförderung, Innovationsumfeld
Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen strategischen Neuausrichtung der Standortpolitik in Sachsen-Anhalt angesichts neuer Rahmenbedingungen durch die EU-Strukturförderung in der Förderperiode 2014-2020.
Die zentralen Themen umfassen die EU-Strukturförderung, die Priorisierung von Standortfaktoren für Unternehmen, die Anwendung der EU2020-Strategie auf Landesebene sowie die Analyse von Verteilungseffekten durch spieltheoretische Ansätze.
Die Forschungsfrage lautet, wie eine effektive Standortpolitik in Sachsen-Anhalt unter den restriktiven Bedingungen der EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 gestaltet werden kann und welche verteilungspolitischen Konsequenzen dies für betroffene Akteure nach sich zieht.
Es wird ein methodisches Konzept zur Priorisierung von Standortfaktoren entwickelt, das auf drei Indikatoren basiert: unternehmensseitige Relevanz, Verbesserungspotenzial in Sachsen-Anhalt und Konsistenz mit der EU2020-Strategie. Die Auswirkungen der Neuausrichtung werden mittels kooperativer Spieltheorie simuliert.
Der Hauptteil entwickelt das methodische Konzept zur Standortfaktor-Priorisierung, analysiert die empirischen Ergebnisse einer Unternehmensbefragung, verknüpft diese mit den EU2020-Zielen und untersucht anschließend die verteilungspolitischen Auswirkungen und Akteurskonstellationen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Standortpolitik, EU-Strukturförderung, Sachsen-Anhalt, Priorisierung, Standortfaktoren, EU2020-Strategie und Spieltheorie charakterisiert.
Eine Neuausrichtung ist notwendig, da finanzielle Mittelkürzungen und eine strengere Konditionalität der EU-Mittelvergabe an die Ziele der EU2020-Strategie eine stärkere Priorisierung und Effektivitätssteigerung der Fördermaßnahmen erfordern.
Gewinner und Verlierer werden durch die prognostizierte Veränderung der Fördermittelzuwendung im Vergleich zum Status quo identifiziert, basierend auf der Priorisierung der Standortfaktoren, die durch das entwickelte methodische Konzept ermittelt wurden.
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