Bachelorarbeit, 2013
134 Seiten, Note: 1,3
0.0 Einleitung
1.0 Anforderungen an Kinder in unserer heutigen Gesellschaft
1.1 Das Resilienz-Konzept
1.1.1 Risiko- und Schutzfaktoren
1.1.2 Bedeutung in der Pädagogik
1.2 Anforderungen in der Gesellschaft
1.2.1 Ökonomische Ungleichheit gebunden an der Familienform
1.2.2 Schulische Anforderungen an die Kinder
1.2.3 Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen
1.2.4 Entwicklungsaufgaben als Anforderung
1.3 Fazit
2.0 Kinder- und Jugendarbeit
2.1 Kinder- und Jugendarbeit? Jugendarbeit?
2.3 Merkmale der Kinder- und Jugendarbeit nach dem KJHG
2.3 Offenheit und Freiwilligkeit als grundlegendes Konzept
2.4 Partizipation und Selbstorganisation als grundlegendes Konzept
2.5 Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit
2.5.1 Der öffentliche Träger
2.5.2 Die freien Träger
2.6 Die Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit
2.6.1 Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit
2.7 Fazit
3.0 Kirchliche Freizeitarbeit
3.1 Evangelisches Jugendwerk Württemberg
3.2 Freizeiten
3.3 Die Mitarbeiter auf den Freizeiten
3.4 Erlebnispädagogik als Programminhalt
3.5 Fazit
4.0 Aktuelle Studien
4.1 Langzeitwirkungen von internationalen Jugendbewegungen auf die Persönlichkeitsentwicklung der TeilnehmerInnen von Daniela Perl und Anna Heese
4.2 Ferienzeit – Gestaltungszeit. Innovative pädagogische Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche während der Ferienzeit. Autor: Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff und Stefanie Pietsch
5.0 Empirischer Teil
5.1 Forschungsinteresse
5.2 Forschungsdesign
5.2.1 Methode der Datenerhebung
5.2.2 Auswertungsverfahren
5.3 Fallbeschreibung
5.3.1 Fallbeschreibung Tim
5.3.2 Fallbeschreibung Laura
5.3.3 Fallbeschreibung Paul
6.0 Diskussion
6.1 Wissensvermittlung in der kirchlichen Kinder- und Jugendfreizeitarbeit
6.2 Möglichkeiten der Erholung
6.3 Förderung entwicklungspsychologischer Prozesse
6.4 Resilienzförderung
7.0 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung kirchlicher Kinder- und Jugendfreizeitarbeit aus der Perspektive der Zielgruppe. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Faktoren in diesen Freizeiten für die Persönlichkeitsentwicklung und Resilienzförderung der Heranwachsenden von Bedeutung sind, und daraus Konsequenzen für die Frühpädagogik abzuleiten.
1.1.1 Risiko- und Schutzfaktoren
Die Kauai-Studie war der Beginn des Konzepts der Risiko- und Schutzfaktoren. In Hinblick auf die Lebenswelt der Kinder und die Anforderungen in unserer Gesellschaft möchte ich diese beiden Merkmale näher beschreiben.
Risikofaktoren sind jegliche Gegebenheiten, welche das Auftreten einer psychischen Auffälligkeit erhöhen. So gibt es eine Vielzahl an Risikofaktoren, wie beispielsweise die Kriminalität von Eltern oder der Verlust eines Familienmitgliedes. Aber nicht gleich jede Belastungssituation muss mit dem Auftreten von Auffälligkeiten oder einem negativen Lebensverlauf einhergehen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sich durch jeden Risikofaktor die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass psychische Störungen auftreten können. Zudem ist es von Bedeutung in was für einem Zeitraum und in welcher Häufigkeit die Belastungssituationen immer wieder auftreten.
So kann eine langjährige Drogenabhängigkeit der Eltern zu tiefen Einschnitten im Leben eines Kindes führen, dahingegen kann ein weiteres Geschwisterkind in der Familie nur zu einer kurzen Belastungssituation führen (vgl. Wustmann, 2004, S. 36ff). Aber auch die Entwicklungsaufgaben und Spezifika eines bestimmten Altersabschnittes spielen eine Rolle. Je nachdem welche Art von Entwicklungsaufgaben zu bewältigen sind, können verschiedene Risikofaktoren in unterschiedlichen Altersspannen unterschiedlich gewichtet werden. So gibt es Jugendliche und junge Erwachsene, welche auf der Straße leben, da sie von der dauerhaften und kontrollierenden Präsenz ihrer Eltern flüchten möchten (vgl. Steckelberg, 2010, S. 99). Dies geschieht vor allem in der Pubertät, in der die Ablösung von den Eltern eine Entwicklungsaufgabe der Jugendlichen ist. Die gravierende Auswirkung des Risikofaktors, nämlich der, der klammernden Eltern, hätte sich in anderen Phasen des Aufwachsens vielleicht weniger stark ausgewirkt.
Trotz mancher belastenden Lebenserfahrung entwickeln sich manche Kinder in ihrem Leben durchaus positiv. Dadurch wird deutlich, dass es verschiedenste Unterstützungsressourcen geben muss, welche negativen Einflüsse im Leben entgegenwirken oder zumindest abschwächen. Die Rede ist hier von den sogenannten Schutzfaktoren. Diese kann man nach den Ressourcen des Kindes, der Familie und des sozialen Umfeldes unterscheiden (vgl. Wyrobnik, 2012, S. 23ff).
0.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Leistungsdruck in der heutigen kindlichen Lebenswelt und führt in das Forschungsinteresse der Arbeit ein.
1.0 Anforderungen an Kinder in unserer heutigen Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert das Resilienz-Konzept und die vielfältigen gesellschaftlichen Anforderungen, denen sich Heranwachsende gegenübersehen.
2.0 Kinder- und Jugendarbeit: Hier werden Definitionen, gesetzliche Grundlagen, Trägerformen sowie die pädagogischen Prinzipien der Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet.
3.0 Kirchliche Freizeitarbeit: Das Kapitel fokussiert auf die Angebote des Evangelischen Jugendwerks Württemberg und beschreibt die Bedeutung von Freizeiten sowie die Rolle der ehrenamtlichen Mitarbeiter.
4.0 Aktuelle Studien: Es werden zwei Studien herangezogen, um den aktuellen Forschungsstand zu Langzeitwirkungen von Jugendbegegnungen und Ferienfreizeiten zu beleuchten.
5.0 Empirischer Teil: Der Autor stellt das Forschungsdesign seiner qualitativen Studie vor und präsentiert die Analyse von drei Fallbeispielen.
6.0 Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Studie mit den theoretischen Erkenntnissen verknüpft, um Konsequenzen für die Frühpädagogik zu ziehen.
7.0 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der kirchlichen Kinder- und Jugendfreizeitarbeit für die Resilienzförderung und Persönlichkeitsentwicklung zusammen.
Kinder- und Jugendarbeit, kirchliche Freizeitarbeit, Resilienz, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Persönlichkeitsentwicklung, Frühpädagogik, Sozialisation, Ehrenamt, Freizeitpädagogik, Erlebnispädagogik, Identitätsentwicklung, Autonomiebestreben, Übergänge, qualitative Studie.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von kirchlichen Kinder- und Jugendfreizeiten für die Heranwachsenden, speziell im Hinblick darauf, welche Faktoren diese Angebote für das weitere Leben und die Entwicklung der Teilnehmer haben.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Resilienz-Konzept, die Lebensbedingungen von Kindern in der modernen Gesellschaft, die Prinzipien der Kinder- und Jugendarbeit sowie die spezielle Rolle der kirchlichen Freizeitarbeit.
Das Ziel ist es, die Bedeutsamkeit kirchlicher Freizeiten zu belegen und daraus Erkenntnisse und Konsequenzen für den frühpädagogischen Bereich abzuleiten.
Der empirische Teil stützt sich auf eine qualitative Forschungsstudie mit Gruppendiskussionen, die nach der dokumentarischen Methode ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der kindlichen Lebenswelt und der Jugendarbeit sowie einen empirischen Teil mit detaillierten Fallbeschreibungen, die in einer Diskussion zusammengeführt werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Resilienz, informelle Bildung, Sozialisation, Freizeitpädagogik, Identitätsentwicklung und ehrenamtliches Engagement.
Sie schlägt eine Brücke zwischen der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit und der Frühpädagogik, ein Bereich, der bisher nur wenig miteinander verknüpft wurde.
Der Autor fordert eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Institutionen sowie eine bessere Schulung von Pädagogen hinsichtlich der Bedeutung von informellen Freizeiten zur Stärkung der kindlichen Resilienz.
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