Bachelorarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Staatsverschuldung als volkswirtschaftliches Grundlagenproblem
2.1 Definition der Staatsverschuldung
2.2 Arten der Staatsverschuldung
2.2.1 Interne vs. Externe Staatsverschuldung
2.2.2 Implizite vs. Explizite Staatsverschuldung
2.3 Messung der Staatsverschuldung anhand von Kennzahlen
2.3.1 Budgetdefizit
2.3.2 Schuldenstand
2.3.3 Defizitquote
2.3.4 Schuldenstandsquote
2.3.5 Primärsaldo
2.3.6 Zins-Steuer-Quote und Zins-Ausgaben-Quote
2.4 Schuldnerstruktur in der Bundesrepublik Deutschland
2.4.1 Die Rolle des Bundesministeriums der Finanzen
2.4.2 Die Rolle der Bundesschuldenverwaltung / Finanzagentur
2.4.3 Die Rolle der Deutschen Bundesbank
2.5 Möglichkeiten der Kreditbeschaffung für die Bundesrepublik Deutschland
2.5.1 Anleihen
2.5.2 Obligationen
2.5.3 Schatzbriefe
2.6 Sinnhaftigkeit der Staatsverschuldung in der Bundesrepublik Deutschland
2.7 Entwicklung der Staatsverschuldung in der Bundesrepublik Deutschland
3 Theoretische Positionen zur Staatsverschuldung
3.1 Neoklassische Wachstumstheorie
3.2 Ricardo-Barro-Äquivalenztheorie
3.3 Konjunktur- oder Situationsbezogene Position
3.4 Objektbezogene Position
4 Rechtliche Positionen zur Staatsverschuldung in der Bundesrepublik Deutschland
4.1 Begrenzungen des Grundgesetzes und die Wirkung der Schuldenbremse
4.2 Vertrag von Maastricht
4.3 Unterschiede in der Verschuldung bei Kommunen, Ländern und dem Staat
4.4 Begrenzungen durch Basel II
4.5 Deutschland vs. Europa
4.6 Der Einfluss von Ratingagenturen
4.7 Indikatoren zur Entscheidungshilfe
5 Auswirkungen der Staatsverschuldung auf den deutschen Bankensektor
5.1 Basel II
5.2 Anlagestrukturen der Privatkunden der deutschen Banken
5.3 Performance-Komponenten für Banken
5.4 Privatbanken in Deutschland
5.5 Beispiel Deutsche Bank
5.6 Abgeleitete Indikatoren und Einflussfaktoren für den deutschen Bankensektor
6 Auswirkungen der Staatsverschuldung auf den deutschen Versicherungssektor
6.1 Rechtliche Voraussetzungen
6.2 Anlagestrukturen von deutschen Versicherungsunternehmen
6.3 Beispiel AachenMünchener Lebensversicherung AG
6.4 Abgeleitete Indikatoren und Einflussfaktoren auf den deutschen Versicherungssektor
7 Zukunftsaussichten für den Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung AG
8 Fazit
Diese Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen der Staatsverschuldung auf den deutschen Finanzsektor, insbesondere auf Banken und Lebensversicherungsunternehmen, und leitet daraus Implikationen für die Tätigkeit von Vermögensberatern ab.
2.2.1 Interne vs. Externe Staatsverschuldung
Volkswirtschaftlich sehr bedeutend ist die Kategorisierung der Staatsverschuldung nach ihrer Herkunft. Hierbei wird nach interner, also inländischer und externer, dementsprechend ausländischer Verschuldung unterschieden.
Die interne Staatsverschuldung tritt ein, wenn sich der Staat Geld von inländischen Schuldnern leiht, was bedeutet, dass er sich bei dem privaten Sektor der eigenen Volkswirtschaft verschuldet. Hierbei heben sich die inländischen Schulden des Staates mit dem privaten Vermögen in Staatspapieren gesamtwirtschaftlich betrachtet auf. Dies geschieht dann in der inländischen Währung. Um diese Verschuldung zurückzuzahlen besitzt der Staat eine, auf den ersten Blick einfach erscheinende, Lösungsmöglichkeit: Steuererhöhung. Diese Steuern erhält er in der inländischen Währung und kann die Schulden damit begleichen.
Ein Vorteil der inländischen Verschuldung ist, dass der Staat nicht insolvent werden kann. In der Theorie ist eine Steuererhöhung immer möglich zur Deckung der Staatsverschuldung. Welche Nachteile mit der Steuererhöhung einhergehen, wird in einem späteren Kapitel erläutert.
Externe Staatsverschuldung wird auch „ausländische Verschuldung“ genannt, da sich hierbei in ausländischer Währung verschuldet wird, also beim privaten Sektor einer anderen Wirtschaft. Dieser Fakt macht es schwierig, seine Schuld zu begleichen, da der Staat keine Steuern in ausländischer Währung erheben kann.
Somit kann der Staat auch insolvent gegenüber dem Ausland werden. Dies führt jedoch häufig zu großen Diskussionen, da in einer Staatengemeinschaft alle anderen Mitgliedsstaaten die Schulden des insolventen Landes mittragen müssen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Staatsverschuldung für den deutschen Finanzsektor ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Untersuchungsfokus auf Banken und Versicherungen.
2 Staatsverschuldung als volkswirtschaftliches Grundlagenproblem: Dieses Kapitel erläutert die Definition, verschiedene Arten der Verschuldung sowie die gebräuchlichen Kennzahlen zur Messung und die Organisationsstruktur der staatlichen Kreditaufnahme in Deutschland.
3 Theoretische Positionen zur Staatsverschuldung: Hier werden zentrale ökonomische Theorien – von der Neoklassik bis zum Keynesianismus – analysiert, um das Verständnis für die Wirkungsweisen von Staatsschulden zu vertiefen.
4 Rechtliche Positionen zur Staatsverschuldung in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die Schuldenbremse im Grundgesetz, den Vertrag von Maastricht und regulatorische Anforderungen durch Basel II.
5 Auswirkungen der Staatsverschuldung auf den deutschen Bankensektor: Die Auswirkungen der Verschuldung auf die Anlagestrukturen der Banken, illustriert am Beispiel der Deutschen Bank AG, stehen hier im Mittelpunkt.
6 Auswirkungen der Staatsverschuldung auf den deutschen Versicherungssektor: Dieses Kapitel analysiert analog zum Bankensektor die Auswirkungen auf Versicherungsunternehmen, insbesondere die AachenMünchener Lebensversicherung AG, unter Berücksichtigung von Solvency II.
7 Zukunftsaussichten für den Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung AG: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie Staatsverschuldung die professionelle Vermögensberatung beeinflusst und welche Anforderungen sich aus dem geänderten Kundenverhalten ergeben.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung einer professionellen Beratungsleistung im Kontext staatlicher Verschuldung.
Staatsverschuldung, Finanzunternehmen, Bankensektor, Versicherungssektor, Schuldenbremse, Basel II, Anlagestruktur, Vermögensberatung, Defizitquote, Rentabilität, Finanzkrise, Konjunkturpolitik, Solvency II, Kapitalanlage, Zinssatz
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen der Staatsverschuldung in Deutschland und den Anlagestrategien sowie der wirtschaftlichen Situation deutscher Banken und Versicherungsunternehmen.
Die Themen umfassen volkswirtschaftliche Theorien zur Staatsverschuldung, regulatorische Anforderungen wie Basel II und Solvency II sowie deren praktische Auswirkungen auf das Anlageverhalten von Finanzinstituten.
Das Ziel ist es, Indikatoren und Einflussfaktoren zu identifizieren, die den Banken- und Versicherungssektor durch die Staatsverschuldung beeinflussen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für Vermögensberater abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Auswertung von Unternehmensdaten und Kennzahlen (Geschäftsberichte) führender Finanzinstitute, ergänzt durch Befragungen von Vermögensberatern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, eine Sektoranalyse des Banken- und Versicherungswesens sowie eine Untersuchung zur beruflichen Praxis des Vermögensberaters.
Die wichtigsten Begriffe sind Staatsverschuldung, Bankensektor, Versicherungssektor, Finanzberatung, Basel II, Solvency II und Anlagestruktur.
Aufgrund sinkender Garantiezinsen und strenger regulatorischer Anforderungen (Solvency II) gezwungen, verlagern Versicherer ihre Anlagen teilweise weg von risikoreichen Titeln hin zu sichereren Anlageformen, wobei gleichzeitig der Druck steigt, durch Investmentfonds höhere Renditen zu erwirtschaften.
Der Vermögensberater agiert als Schnittstelle zwischen den veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen (Staatsverschuldung) und den verunsicherten Privatanlegern. Die Arbeit untersucht, wie diese Berater auf das wachsende Sicherheitsbedürfnis der Kunden reagieren und welche neuen Produktanforderungen dadurch entstehen.
Die Deutsche Bank wird als Beispiel für eine Bank angeführt, die trotz schwieriger Marktphasen durch den Aufbau von Kernkapital gemäß Basel II/III ihre Stabilität sichern konnte und somit auch für Vermögensberater ein soliderer Partner bei der Vermittlung von Anlageprodukten bleibt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

