Bachelorarbeit, 2013
107 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Geschichtlicher Hintergrund der Frauen- und Männerzeitschriften
2.1.1 Entstehung und Definitionen
2.1.2 Typologisierung deutscher Zeitschriften
2.2 Lebensumstände von Frauen und Männern
2.3 Die Women’s Health und die Men’s Health im Vergleich
2.3.1 Zielgruppen und Interessen
2.3.2 Inhalte und Themen
3 Untersuchung
3.1 Gegenstand
3.2 Aufbau
3.3 Semantische Analyse
3.4 Lexikalische Analyse
3.4.1 Synsemantika
3.4.2 Autosemantika
3.4.2.1 Substantive
3.4.2.2 Verben
3.4.2.3 Adjektive
3.4.2.4 Adverben
3.4.2.5 Erstes Zwischenergebnis
3.5 Wortbildungsanalyse
3.5.1 Lexikalische Morpheme
3.5.2 Derivation und Konversion
3.5.3 Komposita
3.5.4 Wortneuschöpfungen
3.5.5 Zweites Zwischenergebnis
4 Fazit
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht die Existenz und Ausprägung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Sprache von Lifestylemagazinen. Das Hauptziel besteht darin, anhand einer linguistischen Analyse der Magazine Women’s Health und Men’s Health herauszuarbeiten, ob sich eine spezifische Frauen- bzw. Männersprache in den Inhalten nachweisen lässt und wie sich diese in der Lexik und Wortbildung manifestiert.
1 EINLEITUNG
„Es wird davon ausgegangen, daß die Medien, die sich gezielt an Frauen und Männer wenden, auf die Lebensumstände Bezug nehmen und ihrer Zielgruppe geschlechtsspezifisch relevante Inhalte anbieten“ (Stuckard 2000: 12). Zieht man an dieser Stelle neben Bettina Stuckards Definition eine weitere heran, so beispielsweise diejenige Harald Ulzes, der unter der Frauenzeitschrift „ein Produkt der Massenkommunikation [...], das sich primär an weibliche Leser wendet, auf ihre Wünsche eingeht und ihre Interessen vertritt bzw. vorgibt, sie zu vertreten“ (Ulze 1979: 9), versteht, so zeichnet sich ebenfalls eine Aussage ab, die in dieselbe Richtung geht wie diejenige Bettina Stuckards. Sicherlich haben Frauen größtenteils andere Interessen als Männer, weshalb sich Harald Ulzes Aussage wohl auch sowohl auf sowohl die für diese Untersuchung herangezogenen Frauen- als auch Männerzeitschriften übertragen lässt. Da beide Definitionen quasi indirekt implizieren, dass das Massenmedium Zeitschrift auf die Lebensumstände sowohl der Zielgruppe Mann als auch der Zielgruppe Frau Bezug nimmt, auf ihre Wünsche eingeht, ihre Interessen vertritt und den jeweiligen Zielgruppen geschlechtsspezifisch relevante Inhalte anbietet, müsste daraus auch eigentlich als logische Konsequenz hervor gehen, dass sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht innerhalb der jeweiligen Zeitschrift mit einer jeweils geeigneten und spezifisch dafür konstruierten Sprache angesprochen wird, was meiner Meinung nach wiederum implizieren würde, dass die Frauen- und Männermagazine demnach eine komplett unterschiedliche Lexik aufweisen müssten. Der hieraus gefolgerten These soll nun in den folgenden Punkten dieser Forschungsarbeit anhand einer linguistischen Analyse nachgegangen werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Forschungsfrage nach geschlechtsspezifischen Sprachunterschieden in Lifestylemagazinen und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Theoretische Vorüberlegungen: Hier werden der geschichtliche Hintergrund von Frauen- und Männerzeitschriften beleuchtet, zentrale Begriffe definiert sowie die Zielgruppen und Interessen beider Magazintypen verglichen.
3 Untersuchung: Der Hauptteil der Arbeit beinhaltet die detaillierte linguistische Analyse, unterteilt in eine semantische Untersuchung, eine lexikalische Differenzierung nach Wortarten sowie eine umfassende Wortbildungsanalyse.
4 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die These der geschlechtsspezifischen Sprache vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus der Analyse.
Lifestylemagazin, geschlechtsspezifische Sprache, Women’s Health, Men’s Health, Linguistik, Lexik, Semantik, Wortbildung, Substantive, Verben, Neologismen, Okkasionalismen, Gender Studies, Sprachverwendung, Massenmedien
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung geschlechtsspezifischer sprachlicher Unterschiede innerhalb des Genres der Lifestylemagazine am Beispiel von Women's Health und Men's Health.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Wortwahl (Lexik), der semantischen Bedeutung von Wörtern und den angewandten Wortbildungsprozessen (wie Komposition und Derivation) in den untersuchten Magazinen.
Ziel ist es zu klären, ob sich innerhalb der beiden Magazine eine spezifische Frauen- bzw. Männersprache nachweisen lässt und inwieweit sich die Sprachverwendung geschlechtsspezifisch unterscheidet.
Es wird eine linguistische Analyse auf Basis eines selbst erstellten Korpus durchgeführt, welches Artikelüberschriften und Untertitel aus zehn Ausgaben der jeweiligen Magazine umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine semantische Analyse sowie eine differenzierte lexikalische und wortbildungsmorphologische Untersuchung, wobei verschiedene Wortarten und deren Häufigkeit statistisch ausgewertet werden.
Die zentralen Schlagworte sind Lifestylemagazin, geschlechtsspezifische Sprache, Lexik, Semantik, Wortbildung sowie eine spezifische Ausrichtung auf Gender-Aspekte im deutschen Sprachraum.
Women's Health und Men's Health wurden aufgrund ihrer ähnlichen inhaltlichen Struktur gewählt, um durch den Vergleich der Lexik fundierte Aussagen über geschlechtsspezifische Sprachmuster zu treffen.
Die Autorin stellt fest, dass die Unterschiede trotz einer ähnlichen redaktionellen Basis vorhanden sind, jedoch weniger bahnbrechend ausfallen als initial vermutet, was auf einen gemeinsamen redaktionellen Hintergrund hindeuten könnte.
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