Diplomarbeit, 2004
140 Seiten, Note: 2,3
1 Die Vertriebsform Discount
1.1 Abgrenzung der Discountformen im Einzelhandel
1.1.1 Die Vertriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels
1.1.2 Abgrenzung der Discountformen
1.2 Das deutsche Discounter-Modell
1.2.1 Darstellung der deutschen Lebensmitteldiscounter
1.2.2 Die Marktvolumenentwicklung bis heute
1.2.3 Einflüsse auf die Entwicklung von Discountern
1.2.4 Handelsmarkenpolitik
1.3 Die Internationalisierung der deutschen Discounter
1.3.1 Die Expansionstätigkeit der wichtigsten Discounter
1.3.2 Heutiger Verbreitungsgrad
2 Ausgewählte Theorien der Internationalisierung und deren Übertragung auf Discounter
2.1 Internationalisierung von Unternehmen
2.1.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.2 Theoretische Grundlagen der Internationalisierung
2.1.3 Strategische Konzepte für die Internationalisierung
2.1.4 Der Kulturbegriff in internationalen Unternehmen
2.2 Markteintritt mittels Direktinvestitionen
2.2.1 Die eklektische Theorie der Direktinvestitionen
2.2.2 Untersuchung der OLI-Faktoren bei den Discountern
2.3 Führung und Organisation in internationalen Unternehmen
2.3.1 Begriffliche Grundlagen
2.3.2 Organisation in internationalen Unternehmen
2.3.3 Organisatorische Alternativen internationaler Unternehmen
2.3.4 Spannungsfeld Kultur und Organisation
2.3.5 Darstellung der Organisationsstrukturen bei Discountern
2.4 Personalmanagement in internationalen Unternehmen
2.4.1 Besonderheiten einer internationalen Personalpolitik
2.4.2 Gestaltung eines internationalen Personalmanagements
2.4.3 Kulturelle Aspekte im Internationalen Personalmanagement
2.4.4 Darstellung des Personalmanagements bei Discountern
3 Entwicklungstendenzen der Discounter
3.1 Entwicklungstendenzen in Deutschland
3.1.1 Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels
3.1.2 Werden die Discounter marktbeherrschend?
3.2 Entwicklungstendenzen der internationalen Märkte
3.2.1 Internationale Wachstumspotentiale der Discounter
3.2.2 Entwicklungstendenzen ausgewählter Märkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, wie das in Deutschland bewährte Discounter-Modell erfolgreich auf ausländische Märkte übertragen werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragbarkeit der Vertriebsform sowie die personal- und organisationstheoretischen Erfolgsfaktoren, die für eine internationale Expansion notwendig sind.
Die Vertriebsform Discount
Der Discounter ist ein Betriebstyp, in dem ein auf raschen Umschlag ausgerichtetes Sortiment von Waren zu niedrig kalkulierten Preisen angeboten wird. Vorrangiges, betriebstypenspezifisches Merkmal ist die Niedrigpreispolitik. Der Profilierungsschwerpunkt liegt eindeutig auf dem Preis, ergänzt durch striktes Kostenmanagement. Discounter sind Einzelhandelsbetriebe, die die meisten Waren ihres Sortiments ständig zu Preisen verkaufen, die erheblich unter denen anderer Vertriebsformen liegen. Die Preisdifferenzen variieren je nach Produktart und Discounter zwischen 10 und 40 %.
Aufgrund der anhaltenden starken Preisorientierung im deutschen Lebensmittelmarkt ist der Discounter in der Strategie als „Hard-Discounter“ sehr trennscharf gegenüber den anderen Betriebsformen des Lebensmittelhandels abgegrenzt, bei denen Service und Sortimentskompetenz im Vordergrund stehen. Durch die rasante Entwicklung der Discounter im Lebensmittelmarkt konnten sich in der einschlägigen Literatur bisher keine einheitlichen Kriterien für die Abgrenzung der Hard-Discounter von Supermärkten oder gar Discountsupermärkten etablieren. Die Abgrenzung von Hard-Discounter und Discountsupermarkt ist vielmehr fließend, kann aber anhand der Artikelanzahl und des Sortiments eingegrenzt werden.
1 Die Vertriebsform Discount: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Discounter-Modells, grenzt es von anderen Einzelhandelsformen ab und stellt den bisherigen Internationalisierungsprozess der wichtigsten deutschen Discounter vor.
2 Ausgewählte Theorien der Internationalisierung und deren Übertragung auf Discounter: Hier werden wissenschaftliche Theorien zu Personal- und Organisationsmanagement sowie Markteintrittsstrategien diskutiert, um die Erfolgsfaktoren der Discounter theoretisch zu fundieren.
3 Entwicklungstendenzen der Discounter: Das finale Kapitel analysiert die zukünftigen Entwicklungsaussichten der Discounter sowohl auf dem gesättigten deutschen Markt als auch in diversen internationalen Zielmärkten unter Berücksichtigung politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Discounter, Internationalisierung, Lebensmitteleinzelhandel, Aldi, Lidl, Direktinvestitionen, Personalmanagement, Organisationsstruktur, Handelsmarkenpolitik, Hard-Discounter, Markteintrittsstrategie, Wettbewerb, Konsumverhalten, Standortvorteile, Expansionsstrategie.
Die Diplomarbeit untersucht das deutsche Discounter-Modell und analysiert, inwieweit dieses Konzept durch internationale Expansion in ausländische Märkte erfolgreich repliziert werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der betriebswirtschaftlichen Analyse der Discount-Vertriebsform, den Theorien zur Internationalisierung, der spezifischen Organisationsstruktur von Discountern sowie deren Personalmanagement-Strategien.
Das Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren für die internationale Übertragung der Discounter-Vertriebsform zu identifizieren und die Anpassung an nationale Marktbesonderheiten zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Anwendung ausgewählter managementtheoretischer Konzepte (wie das eklektische Paradigma von Dunning) auf die Discounter-Branche.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die konkreten Expansionsaktivitäten deutscher Discounter in Europa und Übersee sowie die damit verbundenen Herausforderungen im Personal- und Organisationsmanagement detailliert dargelegt.
Zentrale Begriffe sind Discounter, Internationalisierung, Organisationsstruktur, Personalmanagement, Direktinvestitionen, Handelsmarken und Expansionsstrategie.
Die Dezentralisierung ist laut Autor ein entscheidender Erfolgsfaktor, da sie die Komplexität reduziert, kurze Entscheidungswege ermöglicht und eine Anpassung an lokale Marktgegebenheiten erlaubt, ohne die Standardisierung des Grundkonzepts zu gefährden.
Die Discounter verfolgen überwiegend eine ethnozentrische Strategie, indem sie ihre bewährten Organisationsstrukturen und Führungspersonal exportieren, wobei sie die kulturelle Anpassung durch die dezentrale Struktur kompensieren.
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