Bachelorarbeit, 2012
50 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Frauen im (Berufs)- Bildungssystem
2.1 Daten und Fakten
2.2 Präsenz von Frauen in MINT- Bereichen
3. Geschlechtsspezifische Unterschiede im MINT- Bereich
3.1 Akademisches Selbstkonzept im Vergleich
3.2 Geschlechtsspezifische Fachinteressen
4. Kompetenzzentrum Technik- Diversity- Chancengleichheit
4.1 Girls´Day- Mädchen- Zukunftstag
4.1.1 Vorstellung des Projektes
4.1.2 Evaluation des Girls´Day- Mädchen- Zukunftstags
4.2 Nationaler Pakt für Frauen in MINT- Berufen
4.2.1 Vorstellung des Ada- Lovelace- Projektes
4.2.2 Bewertung des Ada- Lovelace- Projektes
5. Schlussteil
5.1 Zusammenfassung
5.2 Eigene Stellungnahme und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Gründe für die Unterrepräsentanz junger Frauen in MINT-Studiengängen und -Berufen sowie die Wirksamkeit aktueller Förderinitiativen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Interesse junger Frauen durch gezielte Maßnahmen nachhaltig gestärkt und die Studien- sowie Berufswahl in Richtung dieser zukunftsweisenden Fachbereiche gelenkt werden kann.
3.1 Akademisches Selbstkonzept im Vergleich
Das akademische oder auch schulische Selbstkonzept ist, neben dem sozialen-, emotionalen- und körperlichen Selbstkonzeptes, der Teil unseres generellen Selbstkonzeptes, welcher sich auf die Leistungen in Schul- und Studienfächern beziehen. 40
Wild (et al.) definieren das Selbstkonzept folgendermaßen:
„Das Selbstkonzept kann als eine Gedächtnisstruktur definiert werden, die alle auf die eigene Person bezogenen Informationen enthält. Es schließt unter anderem das Wissen über die eigenen Kompetenzen, Vorlieben und Überzeugungen ein.“ 41
Inwiefern unterscheidet sich nun das Selbstkonzept, also die Selbsteinschätzung schulischer Leistungen, zwischen Mädchen und Jungen?
Mädchen tendieren allgemein dazu ihre eigenen Kompetenzen geringer einzuschätzen als Jungen. Misserfolge schreiben Mädchen eher der eigenen Unfähigkeit zu, wohingegen Jungen im Allgemeinen dazu neigen, Gründe für schlechtere Leistungen außerhalb der eigenen Persönlichkeit zu suchen.42
Lehmann und Jüling haben in ihrer Längsschnittstudie am mathematisch- naturwissenschaftlich orientierten Spezialgymnasium auch die Selbsteinschätzung kognitiver Kompetenzen und Interessen untersucht. Zusätzlich muss man hier erwähnen, dass die Schulnoten der Jungen und Mädchen sich in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie nicht signifikant unterschieden.
Die Studie zeigte, dass Jungen bei gleichen Mathematiknoten ihre mathematische Kompetenz deutlich höher einstuften, als Mädchen. 43 Ebenso wurden Merkmale, wie logisches und kreatives Denken, Lernmotivation, konzentriertes Arbeiten und Schul-/ Prüfungsängstlichkeit untersucht.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Wandel der Bildungsbeteiligung und begründet die Relevanz der MINT-Förderung aufgrund des Fachkräftemangels.
2. Frauen im (Berufs)- Bildungssystem: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Frauenbildung nach und beleuchtet die aktuelle Diskrepanz zwischen hoher Bildungsbeteiligung und Unterrepräsentanz in MINT-Bereichen.
3. Geschlechtsspezifische Unterschiede im MINT- Bereich: Hier werden psychologische Einflussfaktoren wie das akademische Selbstkonzept und unterschiedliche Fachinteressen von Jungen und Mädchen untersucht.
4. Kompetenzzentrum Technik- Diversity- Chancengleichheit: Das Kapitel stellt die Arbeit des Kompetenzzentrums sowie konkrete Förderprojekte wie den Girls´Day und den Nationalen Pakt vor.
5. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Wirksamkeit der untersuchten Initiativen und gibt Empfehlungen für eine optimierte Förderpraxis.
MINT, Frauenbildung, Mädchen, Berufsorientierung, Selbstkonzept, Studienwahl, Chancengleichheit, Mentoring, Girls´Day, Ada-Lovelace-Projekt, Fachkräftemangel, Geschlechterforschung, Bildungsbeteiligung, Technik, Naturwissenschaften.
Die Arbeit befasst sich mit der Unterrepräsentanz von Frauen in MINT-Studiengängen und -Berufen trotz verbesserter Bildungsabschlüsse von Frauen in den letzten Jahrzehnten.
Zentrale Themen sind die Bildungsgeschichte von Frauen, geschlechtsspezifische Unterschiede in Fachinteressen, das akademische Selbstkonzept sowie Strategien zur Förderung von Frauen in Technik und Naturwissenschaften.
Das Ziel ist es, Ursachen für die geringe Entscheidung junger Frauen für MINT-Fächer zu erörtern und die Wirksamkeit von Fördermaßnahmen kritisch zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Evaluationsberichten zu bestehenden Projekten wie dem Girls´Day und dem Ada-Lovelace-Projekt.
Der Hauptteil analysiert Daten zur Bildungsbeteiligung, untersucht psychologische Ansätze zur Erklärung des Desinteresses an MINT und bewertet konkrete Initiativen der Berufs- und Studienorientierung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie MINT, Chancengleichheit, Selbstkonzept, Studienwahl und Förderprojekte definiert.
Studien zeigen, dass Mädchen ihre eigenen mathematisch-technischen Kompetenzen bei gleichen Leistungen oft niedriger einschätzen als Jungen, was sich negativ auf ihr Fachinteresse auswirkt.
Die Evaluation zeigt, dass der Girls´Day Interesse wecken kann und für einige Teilnehmerinnen den Einstieg in ein Praktikum oder eine Ausbildung ebnet, wobei die langfristige Wirkung auf die Studienwahl durch einen einzigen Tag begrenzt bleibt.
Das Projekt nutzt Mentoring durch Studentinnen, um durch positive Rollenbilder und Unterstützung die Scheu vor sogenannten „Männerfächern“ abzubauen.
Die Autorin plädiert für eine strukturiertere Evaluation, eine frühzeitige Technikerziehung in der Primarstufe sowie eine stärkere Einbeziehung von Lehrkräften und Eltern, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen.
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