Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 2,3
Einleitung: Die (Neu-)Erschaffung der kommunikativen Welt
1. Kommunikatives Handeln
1.1. Kommunikation vs. kommunikatives Handeln
1.2. Habermas Theorie des kommunikativen Handelns
1.2.1. Innen- und Außenwelt
1.2.2. Mythische Weltbilder
1.2.3. offene vs. geschlossene Weltbilder & Lebenswelten
1.2.4. Kritik & Anforderungen an das kommunikative Handlungsmodell
1.3. Der Wandel der Kommunikation und des kommunikativen Handelns durch das Internet
1.3.1. Aus »Face-to-face« wird »Font-to-font«
1.3.2. Kommunikation und kommunikatives Handeln offline vs. Kommunikation und kommunikatives Handeln online
2. Identität
2.1. Identität in Habermas Theorie des kommunikativen Handelns
2.2. Identität & Internet – die Folgen einer Nutzung des Internets als dominantes Kommunikationsmedium auf unsere Identitätsbildung
3. Das Internet
3.1. Wie Google, Facebook & Co. eine zweite Welt erschaffen
3.2. Von Vorurteilen, Irrtümern und falschen Denkansätzen
4. Ausblick
4.1. Identitätsarbeit durch Identitäts- und Internetkompetenz
Schluss: Der Traum von einer kommunikativen Ideal-Welt
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Internets als dominantes Kommunikationsmedium auf die menschliche Identitätsbildung. Unter Anwendung der Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas wird analysiert, inwiefern sich digitale Kommunikationsformen von analogen Interaktionen unterscheiden und welche Konsequenzen diese Veränderung für die Identitätskonstruktion sowie das zwischenmenschliche Zusammenleben hat.
1.1. Kommunikation vs. kommunikatives Handeln
Die alltagssprachlichen Bedeutungen für ›kommunizieren‹ reichen von ›mit jemandem in Verbindung treten‹, ›mit jemandem Informationen austauschen‹, ›jemandem eine Mitteilung machen‹ über ›sich mit jemandem verständigen‹ bis zu ›jemanden an etwas teilnehmen lassen‹, ›mit jemandem etwas gemeinsam machen‹, ›mit jemandem verkehren‹, ›mit jemandem Umgang, eine Beziehung oder ein Verhältnis pflegen‹. Das Bedeutungsspektrum variiert schon seit dem lat. communicatio / communicare bis zu den heutigen französischen, englischen und russischen Entsprechungen um ›Mit-Teilen‹ herum. Mit-Teilen setzt raum-zeitliche Teilung voraus, von der leibgebundenen Existenz über natürliche bis zur soziokulturellen Teilung der Aktivitäten zwischen Individuen. […]
In der Kommunikation entsteht etwas Gemeinsames, das selbst nicht wieder exklusiv aufgeteilt werden kann. Dieses Mit-Gemeinsame wird zumindest unter modernen Voraussetzungen nicht als ein absolut, sondern als ein in Bezug auf Teilungen relativ Gemeinsames erfahren, das nicht mit einem bestimmten inhaltlichen Konsens zusammenfallen muss. Mit anderen Worten: Kommunikation ist ein „Mitteilen“, das raum- und zeitbedingt ist und synchron zwischen zwei Kommunikationsteilnehmern stattfindet, deren kommunikative Aktivität von ihrer leibgebundenen Existenz abhängig ist.
1. Kommunikatives Handeln: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des kommunikativen Handelns nach Jürgen Habermas und grenzt dieses Konzept von der alltäglichen Kommunikation ab.
2. Identität: Hier wird die Identitätsbildung anhand soziologischer und philosophischer Theorien analysiert und in den Kontext der durch das Internet veränderten Kommunikationsbedingungen gesetzt.
3. Das Internet: Dieser Abschnitt reflektiert kritisch die Funktionsweise digitaler Plattformen wie Google oder Facebook und untersucht verbreitete Vorurteile sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf das menschliche Wissen.
4. Ausblick: Das letzte Kapitel diskutiert die Notwendigkeit einer gesteigerten Identitäts- und Internetkompetenz, um auch in einer digitalen Welt erfolgreich als Individuum zu bestehen.
Identität, Internet, kommunikatives Handeln, Jürgen Habermas, Kommunikation, digitale Welt, Identitätsbildung, Online, Offline, Medienkompetenz, Sozialverhalten, Subjektivität, Intersubjektivität, Selbstdarstellung, Internetkonzerne.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Internets auf die menschliche Kommunikation und Identitätsbildung, unter Verwendung der Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas.
Die zentralen Themen sind der Wandel von analoger zu digitaler Kommunikation, die Prozesse der Identitätskonstruktion, die Funktionsweise digitaler Plattformen und die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
Das Ziel ist es zu ergründen, wie das Internet als dominantes Medium die Art und Weise verändert, wie Menschen kommunizieren und wie dies wiederum ihre Identität beeinflusst.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der philosophischen Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas basiert und diese auf aktuelle digitale Entwicklungen überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Handelns bei Habermas, die Analyse der Identitätsbildung unter veränderten Bedingungen sowie eine kritische Betrachtung des Internets als System.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Identität, kommunikatives Handeln, Internet, Digitalisierung und Intersubjektivität beschreiben.
Habermas' Theorie bietet einen strukturellen Rahmen, um zu verstehen, warum die rein technisch-digitale Kommunikation das zwischenmenschliche Verständnis erschweren kann, da wesentliche Elemente wie die physische Präsenz und der intersubjektive Konsens wegfallen.
Der Begriff beschreibt den Wandel der Kommunikationsweise hin zum geschriebenen Wort über technische Kanäle (Computer/Internet), bei dem die biologische Komponente (Sprechen/Mimik) in den Hintergrund tritt.
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