Bachelorarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 1,8
1. VORSTELLUNG DER ARBEIT
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau
2. GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
2.1 Wertbegriff
2.2 Werttheorie
2.2.1 Objektive Bewertung
2.2.2 Subjektive Bewertung
2.2.3 Funktionale Bewertung
2.2.4 Marktwertorientierte Bewertung
2.3 Anlässe und Grundsätze der Unternehmensbewertung
3. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN DER BEWERTUNGSVERFAHREN
3.1 Vergleichsverfahren
3.1.1 Comparative Company Approach
3.1.2 Rules of Thumb
3.1.3 Vorgehensweise bei der Bewertung mit Multiplikatoren
3.2 Discounted Cashflow-Verfahren
3.2.1 WACC-Ansatz
3.2.1.1 Free Cashflow
3.2.1.2 Total Cashflow
3.2.2 APV-Ansatz
3.2.3 Equity-Ansatz
3.2.4 Vorgehensweise bei der Bewertung mit DCF-Verfahren
3.3 Ertragswertverfahren
3.3.1 Kapitalisierungsgrößen
3.3.2 Kalkulationszinsfuß
3.3.3 Vorgehensweise bei der Bewertung mit dem Ertragswertverfahren
4. VERGLEICH UND KRITIK
4.1 Vergleich
4.2 Kritik
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das komplexe Feld der Unternehmensbewertung, um durch eine fundierte Analyse der konzeptionellen Grundlagen die gängigen Verfahren kritisch zu vergleichen und deren Eignung für verschiedene Bewertungsanlässe zu beurteilen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die methodische Konsistenz und die praktische Anwendbarkeit der unterschiedlichen Bewertungsansätze in der aktuellen Wirtschaftspraxis.
3.1 Vergleichsverfahren
Die Vergleichsverfahren sind den marktorientierten Verfahren zuzuordnen und kommen seit dem Ende der 1980er Jahre in den USA unter dem Begriff „market approach“ zur Anwendung (Mandl/Rabel 2012, S. 77; vgl. Meyer 2006, S. 14). In diesem Zusammenhang ist die Bezeichnung Multiplikatorverfahren üblich, da Daten vergleichbarer Unternehmen oder branchenspezifische Erfahrungssätze zur Bildung von Bewertungsmultiplikatoren herangezogen werden (vgl. Mandl/Rabel 2012, S. 78).
Deren praktische Relevanz dort ist durch die hohe Dichte verfügbarer Informationen zu erklären (vgl. Mandl/Rabel 2012, S. 80). Dem Ansatz liegt die Theorie des „law of one price“ zu Grunde, nach der vergleichbare Unternehmen einen ähnlichen Preis haben (vgl. Esty 2000, S. 24; vgl. Kuhner/Maltry 2006, S. 265).
Der Unternehmenswert wird, wie in Kapitel 2.2 gezeigt, mit dessen Marktwert gleichgesetzt, weshalb die Begriffe Wert und Preis im Kontext marktorientierter Bewertung synonym gebraucht werden. Die Objektivität des Marktes ersetzt das Ermessen des Bewertenden und spiegelt das Vertrauen in funktionierende Marktmechanismen wider (vgl. Mandl/Rabel 2012, S. 78; vgl. Peemöller 2012, S. 45).
1. VORSTELLUNG DER ARBEIT: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der Unternehmensbewertung ein und definiert den Gegenstand sowie das Ziel der Arbeit.
2. GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Es werden der Wertbegriff, verschiedene werttheoretische Ansätze sowie grundlegende Anlässe und Prinzipien der Unternehmensbewertung erläutert.
3. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN DER BEWERTUNGSVERFAHREN: Detaillierte Vorstellung und Analyse der marktorientierten Vergleichsverfahren, der verschiedenen DCF-Ansätze und des Ertragswertverfahrens.
4. VERGLEICH UND KRITIK: Vergleich der Verfahren im Hinblick auf deren methodische Eigenschaften und eine kritische Würdigung der Ansätze hinsichtlich ihrer theoretischen Fundierung und Praxisrelevanz.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und abschließende Empfehlungen für die künftige Entwicklung in der Unternehmensbewertung.
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow-Verfahren, DCF, Multiplikatorverfahren, Marktwert, Unternehmenswert, Kapitalisierungszinsfuß, CAPM, IDW, Bewertungspraxis, Subjektive Bewertung, Objektivierte Bewertung, Finanzplanung, Zukunftserfolgswert.
Die Arbeit befasst sich mit den in der Praxis dominierenden Verfahren der Unternehmensbewertung und deren kritischer Analyse unter Berücksichtigung theoretischer sowie praktischer Aspekte.
Zu den Kerngebieten zählen die theoretischen Grundlagen der Wertfindung, die marktorientierten Vergleichsverfahren, das Discounted Cashflow-Modell (DCF) sowie das klassische Ertragswertverfahren.
Das Hauptziel besteht darin, die konzeptionellen Grundlagen verschiedener Bewertungsverfahren zu analysieren, diese miteinander zu vergleichen und ihre Eignung für den jeweiligen Bewertungszweck kritisch zu beurteilen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung basierend auf einer umfangreichen Literaturanalyse sowie den Standardwerken der deutschen Bewertungslehre und internationalen Ansätzen.
Der Hauptteil analysiert die Systematik, die mathematischen Grundlagen und die praktischen Anwendungsvoraussetzungen von Multiplikatorverfahren, diversen DCF-Varianten (WACC, APV, Equity) sowie der Reinform und der IDW-Variante des Ertragswertverfahrens.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Unternehmenswert, Ertragswert, DCF-Verfahren, Marktwert und Bewertungsstandards charakterisieren.
Die Unterscheidung ist zentral, da sie den Konflikt zwischen dem Wunsch nach allgemeiner Nachvollziehbarkeit (objektivierter Wert) und der individuellen Entscheidungssituation des Bewertungssubjekts (subjektiver Entscheidungswert) adressiert.
Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) gibt Standards vor, die für deutsche Wirtschaftsprüfer einen verbindlichen Rahmen bieten, insbesondere für die Ermittlung von objektivierten Unternehmenswerten bei gesellschaftsrechtlichen Anlässen.
Der Autor zeigt auf, dass ein Vergleich aufgrund heterogener Annahmen (z.B. Kapitalstruktur, Steuern, Risikoappetit) zwar rechnerisch möglich ist, aber qualitativ differenziert betrachtet werden muss, da die Verfahren oft unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es kein "einzig wahres" Bewertungsverfahren gibt, sondern die Wahl des Verfahrens zwingend vom spezifischen Bewertungszweck abhängig ist.
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