Bachelorarbeit, 2013
80 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Begriffsdefinitionen
1.4 AGE-Management
1.5 Begriffsbestimmung Alter
1.6 Demografische Entwicklung
2 Gesundheitswirtschaft in der BRD
2.1 Entwicklung des Gesundheitswesens in Deutschland
2.2 Finanzierungssysteme deutscher Krankenhäuser
2.3 Fachkräftemangel im Pflegedienst
2.4 Auswirkungen des DRG-Systems auf den Pflegearbeitsplatz im Krankenhaus
3 Standortbestimmungen und Analysen im Krankenhaus
3.1 IST-Analyse AGE-Management im Unternehmen Krankenhaus
3.2 Analyse von krankheitsbedingten Ausfallquoten im Gesundheitswesen sowie deren Auswirkung
3.3 Defizit versus Kompetenzmodell
3.4 Konzepte versus Einzelmaßnahmen
3.5 Altersstrukturanalyse der Mitarbeiter in der demografischen Entwicklung
3.6 Der Work Ability Index
4 Strategien und Instrumente für den Pflegedienst
4.1 Unternehmenskultur mit Best-Practice-Beispiel
4.2 Führungskräfteentwicklung mit Best-Practice-Beispiel
4.3 Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung mit Best-Practice-Beispiel
4.3.1 Gesundheitsschutz durch intelligenten Umgang mit Schicht- und Wochenenddiensten im Gesundheitswesen
4.3.2 Gesundheitsschutz durch Berücksichtigung der physischen Belastung
4.3.3 Gesundheitsförderung durch Einsatz von Hilfsmitteln
4.3.4 Gesundheitsförderung durch Verbesserung der Selbsteinsicht der Mitarbeiter
4.3.5 Optionen der Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber
4.3.6 Gesundheitsförderung mit Unterstützung von Partnern
4.4 Wissensmanagement mit Best-Practice-Beispiel
4.5 Qualifikation und Kompetenzentwicklung mit Best-Practice-Beispiel
4.6 Arbeitsgestaltung und -organisation mit Best-Practice-Beispiel
5 Zusammenfassung
6 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Strategien und Instrumente zu entwickeln, um die Herausforderungen des AGE-Managements erfolgreich im klinischen Alltag sowie im Pflegedienst zu implementieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen durch systematisches Management des demografischen Wandels die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter langfristig erhalten und fördern können.
3.3 DEFIZIT VERSUS KOMPETENZMODELL
Die Frage der Leistungsfähigkeit älterer Menschen in unserer Gesellschaft wird häufig unter anderem über zwei Modelle beschrieben, über das Defizit- und das Kompetenzmodell.
Das Defizitmodell stammt aus den USA und wurde 1960 erstmalig benutzt. Es ist im Grunde kein Modell, sondern eine Beschreibung von medizinischen und psychologischen Beobachtungen. Betrachtet man die Ergebnisse der psychologischen Vorurteils- und Stereotypenforschung, so ist in der Arbeitswelt das Bild der älteren Arbeitnehmer als Defizitmodell geprägt. Dabei geht das Defizitmodell von einer zunehmend reduzierten physischen Leistungsfähigkeit, in Verbindung mit einer abnehmenden psychischen Fähigkeit im kognitiven Bereich aus. Diese fokussierte und einseitige Sichtweise betrachtet dabei aber nur das Lebensalter. Faktoren wie Bildung, Ausbildung, Berufserfahrung und der Gesundheitszustand werden in diesem Modell nicht bewertet, obwohl sie eine positive Auswirkung auf die kognitiven Fähigkeiten haben.
Im Kompetenzmodell werden als Gegenpol zum Defizitmodell, die Stärken, die das Alter mitbringt, herausgearbeitet und in den Vordergrund gestellt. Das Modell fokussiert und orientiert sich dabei an den Möglichkeiten der Bewältigung der Lebenssituation und bezieht die gewinnbringende Integration von Erfahrung mit ein. Ein gelungenes und sehr plastisches Bild dieses Modells ist das eines Baumes, welcher fortwährend wächst, größer wird und sich dabei immer weiter verzweigt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des demografischen Wandels und die daraus resultierende Notwendigkeit eines gezielten AGE-Managements im Krankenhaus ein.
2 Gesundheitswirtschaft in der BRD: Es werden die Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitswesens, die Finanzierung durch das DRG-System und der zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege beleuchtet.
3 Standortbestimmungen und Analysen im Krankenhaus: Dieses Kapitel umfasst methodische Ansätze wie die IST-Analyse, das Defizit- versus Kompetenzmodell sowie den Work Ability Index zur Standortbestimmung.
4 Strategien und Instrumente für den Pflegedienst: Hier werden praxisnahe Strategien zu Unternehmenskultur, Führung, Gesundheitsförderung und Wissensmanagement vorgestellt.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit, Strategien zum AGE-Management aktiv zu implementieren, um dem demografischen Wandel begegnen zu können.
6 Schlussbetrachtung: Das Schlusswort unterstreicht die Relevanz einer nachhaltigen Personalpolitik und gibt einen Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft.
AGE-Management, Krankenhaus, Pflegedienst, demografischer Wandel, Arbeitsfähigkeit, Work Ability Index, Gesundheitsförderung, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Kompetenzmodell, Fachkräftemangel, Altersstrukturanalyse, Personalpolitik, Prävention, Demografie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung von Strategien und Instrumenten des sogenannten AGE-Managements im klinischen Alltag, um auf den demografischen Wandel im Krankenhaussektor zu reagieren.
Zu den Kernbereichen gehören der demografische Wandel, die Finanzierung deutscher Krankenhäuser (DRG-System), der Fachkräftemangel in der Pflege sowie die psychische und physische Arbeitsbelastung der Mitarbeiter.
Das Ziel ist es, Managern und Entscheidungsträgern Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie die Arbeitsfähigkeit ihrer Belegschaft trotz zunehmenden Alters und hoher Belastung erhalten können.
Der Verfasser nutzt eine fundierte Literaturanalyse und verknüpft diese mit einer kritischen Beurteilung praxisorientierter Ansätze und Instrumente (z.B. Altersstrukturanalyse und Work Ability Index).
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der gesundheitswirtschaftlichen Lage, theoretische Analysen zu Alterungsprozessen und die Vorstellung konkreter Strategien wie Best-Practice-Beispiele aus der Unternehmenskultur und Führung.
Wichtige Schlagworte sind AGE-Management, Arbeitsfähigkeit, demografischer Wandel, Wissensmanagement, Pflegedienst und Gesundheitsschutz.
Das DRG-System übt durch den erhöhten ökonomischen Druck auf Krankenhäuser Auswirkungen auf die Personalplanung aus, was indirekt die Arbeitsbelastung und damit die Notwendigkeit von gesundheitsfördernden Maßnahmen beeinflusst.
Während das Defizitmodell das Alter primär mit Leistungsabbau assoziiert, betont das Kompetenzmodell die hinzugewonnenen Stärken und Erfahrungen älterer Mitarbeiter.
Der WAI dient als zentrales Instrument, um die aktuelle Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu messen und daraus passgenaue Präventionsmaßnahmen abzuleiten.
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