Bachelorarbeit, 2012
202 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffsbestimmungen
2 Psychische Belastungen am Arbeitsplatz
2.1 Grundlagen Stress
2.2 Stress am Arbeitsplatz
2.3 Physische Beschwerden durch Stress am Arbeitsplatz
2.4 Präsentismus
2.5 Prekäre Beschäftigung
2.6 Arbeitsplatzunsicherheit (Downsizing)
2.7 Psychische Erkrankungen im Zeitablauf
2.8 Zwischenfazit
3 Das Gebäudereiniger-Handwerk
3.1 Soziodemografische Faktoren im Gebäudereiniger-Handwerk
3.2 Berufsbild Gebäudereiniger
3.3 Arbeitsbedingungen in der Gebäudereinigung
3.4 Sozialprestige Gebäudereiniger
3.5 Bisherige Studien
3.5.1 Befragung IGES/BGW/DAK aus dem Jahr 2000
3.5.2 Befragung SOEP 2001 und 2002
3.6 Zwischenfazit
4 Methodische Herangehensweise
4.1 Der Fragebogen COPSOQ
4.1.1 Validität
4.1.2 Objektivität
4.1.3 Reliabilität
4.1.4 Weitere psychometrische Eigenschaften
4.1.5 Standardversion Fragebogen COPSOQ
4.2 Auswahl der Befragungsteilnehmer und Probleme der Befragung
4.3 Allgemeine Befragungseffekte (Response Errors)
5 Ergebnisse der Befragung
5.1 Befragungsergebnisse Gesamt
5.1.1 Befragungsergebnisse: Anforderungen
5.1.2 Befragungsergebnisse: Einfluss und Entwicklungsmöglichkeiten
5.1.3 Befragungsergebnisse: Soziale Beziehung und Führung (Rollen)
5.1.4 Befragungsergebnisse: Soziale Beziehung und Führung (Soziales)
5.1.5 Befragungsergebnisse: Arbeitsplatzunsicherheit
5.1.6 Befragungsergebnisse: Belastungsfolgen, Beschwerden
5.2 Hauptergebnisse "Raumpfleger(innen) und Fensterreiniger"
5.2.1 Befragungsergebnisse: Anforderungen
5.2.2 Befragungsergebnisse: Einfluss und Entwicklungsmöglichkeiten
5.2.3 Befragungsergebnisse: Soziale Beziehung und Führung (Rollen)
5.2.4 Befragungsergebnisse: Soziale Beziehungen und Führung (Soziales)
5.2.5 Befragungsergebnisse: Beschwerden, Outcomes
5.3 Diskussion
6 Betriebliches Gesundheitsmanagement
6.1 Arbeitsschutzvorschriften und Norm
6.2 Operative Maßnahmen zur Reduktion psychischer Belastungen
6.3 Maßnahmen auf Basis der Befragungsergebnisse
6.4 Aufgaben- und Arbeitsgestaltung
6.5 Partizipation und Gesundheit
7 Zusammenfassung und Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die psychische Belastungssituation von Mitarbeitern in der Gebäudereinigung zu untersuchen und Erkenntnisse über deren Arbeitsbedingungen zu gewinnen. Dabei wird ein spezieller Fokus auf den Vergleich mit anderen Berufsgruppen gelegt, um eine fundierte Einordnung der Ergebnisse zu ermöglichen und Möglichkeiten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements abzuleiten.
1 Einleitung
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz spielen in den Medien, und nicht nur dort, eine zunehmende Rolle, wie eine kleine Auswahl von Presseartikeln zeigt: "Schwäche ist tabu", Sonderheft Der Spiegel Wissen, Januar 2011; "Burnout auf dem Vormarsch", Pressemitteilung des WiDO, 19.04.2012; "Mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen", Frankfurter Allgemeine, 13.06.2012; "Pendeln macht krank.", Frankfurter Rundschau, 27.06.2012; "Burn-out erreicht Chefetagen", Financial Times Deutschland, 19.09.2012; "Achtsamkeit - Kongress berät über Burnout-Prävention", Ärzte Zeitung, 20.09.2012.
Dabei dominiert das Schlagwort "Burnout" derzeit in den Artikeln die Debatte. Zuerst als Krankheit der Mitarbeiter "helfender" Berufe wie Ärzte, Pfleger und Erzieher angesehen, wurde Burnout in Folge zur "Managerkrankheit": "Burnout gilt bereits heute als Ablöser der Managerkrankheit Herzinfarkt." Inzwischen wird Burnout aber auch bei anderen Berufsgruppen diagnostiziert und psychische Erkrankungen treten in vielen Berufsarten und Beschäftigungsstufen auf. Die Brisanz des Themas hat die Wissenschaft und die Politik aufgenommen: Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat zur Behandlung des Burnout-Syndroms ein Health Technology Assessment (HTA) durchgeführt. Ursula von der Leyen (Bundesministerin für Arbeit und Soziales, CDU) und die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) entwickeln Leitlinien und Instrumente zum Schutz der Arbeitnehmer vor psychischen Belastungen am Arbeitsplatz.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz psychischer Belastungen in modernen Arbeitswelten und führt in die Problematik sowie die Zielsetzung der Thesis ein.
2 Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Stress, Belastung und Beanspruchung sowie theoretische Modelle wie das Anforderungs-Kontroll-Modell und das Modell beruflicher Gratifikationskrisen.
3 Das Gebäudereiniger-Handwerk: Hier werden die spezifischen Arbeitsbedingungen, das Berufsbild und die soziodemografischen Strukturen der Branche analysiert sowie bestehende Studien kritisch hinterfragt.
4 Methodische Herangehensweise: In diesem Kapitel wird der Fragebogen COPSOQ als Instrument vorgestellt und die Auswahl der Stichprobe sowie die methodischen Grenzen der Untersuchung erläutert.
5 Ergebnisse der Befragung: Dieser Teil dokumentiert und diskutiert die durchgeführte Befragung unter den Mitarbeitern des Gebäudereiniger-Handwerks detailliert und vergleicht diese mit Referenzdaten.
6 Betriebliches Gesundheitsmanagement: Hier werden präventive und operative Maßnahmen des BGM diskutiert, um psychische Belastungen am Arbeitsplatz gezielt zu reduzieren.
7 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung zusammen und ordnet sie in den wissenschaftlichen Kontext ein.
Psychische Belastung, Gebäudereinigung, COPSOQ, Stress, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Burnout, Arbeitsbedingungen, Präsentismus, Arbeitsplatzunsicherheit, Partizipation, Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheitsförderung, Berufsrisiko, Arbeitsgestaltung, Beschäftigungsverhältnisse.
Die Arbeit untersucht psychische Belastungen am Arbeitsplatz, insbesondere am Beispiel von Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk, unter Verwendung des COPSOQ-Fragebogens.
Die Untersuchung konzentriert sich auf Anforderungen, Einfluss- und Entwicklungsmöglichkeiten, soziale Beziehungen, Arbeitsplatzunsicherheit sowie Belastungsfolgen und Beschwerden.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse über die psychische Belastungssituation dieser spezifischen Berufsgruppe zu erhalten, sie mit anderen Branchen zu vergleichen und Ansätze für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement zu liefern.
Es wurde eine Querschnittsstudie durchgeführt, wobei als methodisches Instrument der "Copenhagen Psychosocial Questionnaire" (COPSOQ) in der deutschen Standardversion eingesetzt wurde.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zum Thema Stress, eine detaillierte Analyse der Arbeitsbedingungen in der Gebäudereinigung, die methodische Herangehensweise, eine umfangreiche Darstellung der Umfrageergebnisse sowie die Diskussion betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören psychische Belastung, Gebäudereinigung, COPSOQ, Stress, Arbeitsplatzunsicherheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Die Studie stellt fest, dass obwohl die Gebäudereinigung oft als "prekär" wahrgenommen wird, die befragten Mitarbeiter ihre Situation in Bezug auf Arbeitszufriedenheit und Bedeutung der Arbeit teilweise positiver bewerten als in anderen Vergleichsgruppen.
Der Autor betont, dass Führungskräfte eine entscheidende Rolle bei der psychischen Gesundheit der Mitarbeiter einnehmen, indem sie durch wertschätzende Kommunikation und Feedback das Arbeitsumfeld maßgeblich positiv beeinflussen können.
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