Bachelorarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Cover als allgegenwärtiges Moment in der Musikhistorie
2.1 Coverversionen im Wandel der Zeit
2.2 Cover als universeller Begriff verschiedener Kulturpraktiken
3. Praktiken des Coverns
3.1 Die Polarität der kulturellen Praktiken der Änderung, Bearbeitung und freien Benutzung
3.1.1 Die Änderung – Coverversion im allgemeinen Sprachgebrauch
3.1.2 Die Bearbeitung
3.1.3 Die freie Benutzung
3.2 Cover im digitalen Zeitalter
3.2.1 Remix und Sampling
3.2.2 Mash-Up
4. Die Coverversion als treibende Kraft künstlerischer Weiterentwicklung
4.1 Möglichkeiten wahrnehmbarer musikalischer Veränderungen
4.2 Auswirkungen auf das Werk, den Künstler und die populäre Musik
5. Neuer Künstler - neue Ästhetik? Eine Analyse anhand von zwei aktuellen Beispielen
5.1 Das Cover als musikalische Weiterentwicklung - am Beispiel Callejons
5.2 Das Cover als musikalischer Affront - am Beispiel Heinos
5.3 Abschließender Vergleich
6. Resümee
Die Bachelorarbeit untersucht die künstlerische Bedeutung von Coverversionen in der populären Musik. Ziel ist es, zu analysieren, ob und in welchem Maße Coverversionen als künstlerisch eigenständige Leistungen angesehen werden können, die zur kulturellen und musikalischen Weiterentwicklung beitragen, anstatt sie lediglich als kommerzielles "Hitrecycling" zu betrachten.
3.1.1 Die Änderung – Coverversion im allgemeinen Sprachgebrauch
Bei einer Neuaufnahme, welche im Volksmund allgemein als Coverversion bezeichnet wird, handelt es sich um eine Neuinterpretation eines bereits zuvor veröffentlichten Werkes eines anderen Künstlers bzw. Urhebers. Hierbei wird die Werkgestalt in ihren Grundzügen nicht oder nur geringfügig verändert. Melodie und Text werden zumeist beibehalten. Lediglich kleine Änderungen in Arrangement, Harmonie und Rhythmus und somit in der groben Klanggestalt werden vorgenommen. Durch nicht vorhandene oder nur unwesentliche Änderungen am Werk entsteht hier seitens des Coverinterpreten keine persönliche schöpferische Leistung und folglich kein Anspruch auf eigene Urheberrechte. Um eine Coverversion i.e.S. zu veröffentlichen, genügt die Angabe des Urhebers der Originalversion, wodurch diesem die Tantiemen für die Verwertung der Neuinterpretation ausgeschüttet werden.
Im Allgemeinen werden also in einer Coverversion i.e.S. die Eigentümlichkeiten und wesentlichen Züge des Originals weitgehend beibehalten. Es ist zudem deutlich erkennbar, auf welchem Werk die neue Version basiert. Aufgrund der Möglichkeit, ein Musikwerk gestaltende Elemente, wie Rhythmus, Harmonie und Instrumentierung zu verändern sowie auch einen Song originalgetreu nachzuspielen, kann der Grad der Veränderung allerdings stark variieren.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik und die Ambivalenz des Begriffs der Coverversion im Spannungsfeld zwischen Eklektizismus und bloßer Kopie.
2. Cover als allgegenwärtiges Moment in der Musikhistorie: Historischer Überblick über die Entwicklung von Coverpraktiken von der klassischen Musik bis hin zum digitalen Zeitalter.
3. Praktiken des Coverns: Differenzierung zwischen den rechtlichen und realpraktischen Methoden der Änderung, Bearbeitung, freien Benutzung sowie digitalen Verfahren wie Remix und Sampling.
4. Die Coverversion als treibende Kraft künstlerischer Weiterentwicklung: Untersuchung der Möglichkeiten, durch musikalische Veränderungen den ästhetischen Gesamteindruck eines Werkes zu transformieren.
5. Neuer Künstler - neue Ästhetik? Eine Analyse anhand von zwei aktuellen Beispielen: Analyse und Vergleich der Coveralben von Callejon und Heino hinsichtlich ihrer künstlerischen Transferleistung.
6. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass eine pauschale Beurteilung von Coverversionen unmöglich ist und eine Einzelfallbetrachtung der künstlerischen Intention erfordert.
Coverversion, Popmusik, Musikwissenschaft, Eklektizismus, Bearbeitung, Urheberrecht, Remix, Sampling, Ästhetik, kulturelle Transformation, Callejon, Heino, künstlerische Leistung, Musikgeschichte, Sound
Die Arbeit analysiert die künstlerische Bedeutung und die Praktiken des Coverns innerhalb der populären Musik sowie deren Einfluss auf die musikalische Weiterentwicklung.
Die Arbeit behandelt die rechtliche und musikästhetische Einordnung von Coverversionen, die Rolle der Musikindustrie, technische Möglichkeiten der Klangveränderung sowie vergleichende Fallstudien.
Ziel ist es herauszustellen, inwiefern ein Musiker im Rahmen einer Coverversion künstlerisch tätig wird und ob diese Praxis als Beitrag zum kulturellen Fortschritt gewertet werden kann.
Die Autorin nutzt eine musikwissenschaftliche Analyse basierend auf theoretischen Rahmenwerken der Musikästhetik und des Urheberrechts sowie eine qualitative Fallstudienanalyse anhand aktueller Musikbeispiele.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Formen des Coverns (Änderung, Bearbeitung, freie Benutzung) sowie digitale Verfahren (Remix, Sampling) analysiert und deren Auswirkungen auf den Künstler und das Werk untersucht.
Coverversion, Populäre Musik, Eklektizismus, künstlerische Leistung, Musikästhetik, Transformation, Urheberrecht.
Während Callejon durch kompositorische und rhythmische Neuinterpretationen einen neuen ästhetischen Gesamteindruck schaffen, beschränkt sich Heino primär auf instrumentelle Anpassungen und einfache Umgestaltungen, die das Werk kaum inhaltlich transformieren.
Die Arbeit erkennt kommerzielle Interessen als treibende Kraft vieler Coveralben an, stellt jedoch fest, dass diese nicht zwangsläufig das Fehlen künstlerischer Qualität bedeuten müssen, sofern ein deutlicher ästhetischer Mehrwert erkennbar ist.
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