Diplomarbeit, 2010
153 Seiten, Note: 1,0
A. Einführung in den Themenkomplex
1. Motivation und Zielsetzung
2. Methodik und Vorgehensweise
3. Aufbau der Arbeit
B. Theoretische Abhandlung
1. Das Social Web
1.1 Historische Einordnung und Definition des Begriffs Web 2.0
1.2 Definition des Begriffs Social Web und Abgrenzung zum Begriff Web 2.0
1.3 Klassifizierung von Social Web Plattformen
1.3.1 Charakterisierung der Weblogs
1.3.2 Charakterisierung der Wikis
1.3.3 Charakterisierung der Content Communities
1.3.4 Charakterisierung der Social Networks
1.4 Funktionen und Nutzen der Social Web Plattformen
2. Viral Marketing als Weiterentwicklung des Word-of-Mouth
2.1 Grundlagen des Word-of-Mouth
2.2 Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren des Word-of-Mouth
2.3 Charakterisierung des Viral Marketing
2.3.1 Zum Einfluss der Medienwahl auf das Viral Marketing
2.3.2 Zum Einfluss der Interaktivität im Social Web auf das Viral Marketing
2.4 Abgrenzung zwischen Word-of-Mouth und Viral Marketing
3. Soziologische und psychologische Einflüsse auf Viral Marketing im Social Web
3.1 Wesentliche soziologische Einflussfaktoren
3.1.1 Grundlagen sozialer Netzwerkstrukturen
3.1.1.1 Zum egozentrierten Netzwerk
3.1.1.2 Zu starken und schwachen sozialen Bindungen
3.1.2 Beschreibung der Charakteristika sozialer Netzwerkstrukturen im Social Web
3.1.2.1 Analyse der Dichte 2.0
3.1.2.2 Analyse der Abgrenzung 2.0
3.1.2.3 Analyse der Reichweite 2.0
3.1.2.4 Zwischenfazit zu Charakteristika sozialer Netzwerke im Social Web
3.1.3 Zur Bedeutung von Meinungsführern und Social Hubs in sozialen Netzwerken
3.1.4 Abschließende Betrachtung soziologischer Einflussfaktoren auf Viral Marketing im Social Web
3.2 Wesentliche psychologische Einflussfaktoren
3.2.1 Zum Konstrukt des Involvement
3.2.1.1 Zum situativ-produktbezogenem Involvement
3.2.1.2 Zum selbstbezogenem Involvement
3.2.1.3 Zum botschaftsbezogenem Involvement
3.2.2 Zur Emotion der Überraschung
3.2.3 Abschließende Betrachtung psychologischer Einflussfaktoren auf Viral Marketing im Social Web
4. Diffusion von Viral Marketing Botschaften in virtuellen sozialen Netzwerken
5. Der Viral Marketing Prozess im Social Web
5.1 Phase 1: Zielsetzung
5.2 Phase 2: Analyse
5.3 Phase 3: Kreation
5.4 Phase 4: Steuerung
5.5 Phase 5: Verbreitung
6. Diskussion zur theoretischen Abhandlung
C. Empirische Erhebung
1. Empirische Erhebung und Untersuchungsziel
1.1 Konzeptspezifikation und Hypothesenentwicklung
1.2 Indikatorenbildung und Operationalisierung
1.3 Die Erhebungsmethode
1.3.1 Das Erhebungsinstrument
1.3.2 Die Durchführung und Stichprobe
1.3.3 Analyse der Gütekriterien im Rahmen der Hauptuntersuchung
1.3.4 Die Methoden der Datenanalyse
2. Hypothesenprüfung und Ergebnisdarstellung
3. Die Ergebnisdiskussion
4. Eine kritische Betrachtung
D. Schlussbetrachtung
1. Implikationen für die Marketing-Praxis
2. Ausblick und offene Fragen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlich fundierten Planungs- und Steuerungsprozess für Viral Marketing im Social Web zu entwickeln. Ausgehend von der Identifikation der Herausforderungen im Web 2.0 soll ein Modell geschaffen werden, das es Marketern ermöglicht, den Prozess der viralen Verbreitung zu professionalisieren und den Faktor Zufall bei Kampagnen durch zielgruppenspezifisches Seeding zu minimieren.
Charakterisierung der Social Networks
Social Networks gehören weltweit zu den am stärksten genutzten Social Media Anwendungen und ermöglichen den Nutzern die Bildung virtueller sozialer Netzwerke. Innerhalb dieser Networks ist es den Nutzern möglich ein persönliches Profil anzulegen und dieses Profil zur Pflege und zum Aufbau persönlicher Kontakte zu nutzen (vgl. CYGANSKI/HASS, 2008, S. 103). Die persönlichen Profile können durch Informationen, Bilder, Videos, Interessengruppen, usw. angereichert werden. Der Austausch zwischen den Mitgliedern erfolgt in der Regel über E-Mails, Instant-Messages oder News-Feeds (vgl. KAPLAN/HAENLEIN, 2010, S. 63f.). Die Zielgruppen der einzelnen Social Networks sind unterschiedlich ausgestaltet. Es existieren Networks für geschäftliche Kontakte (bspw. Xing oder LinkedIn), Schüler (bspw. SchülerVZ), Studenten (bspw. StudiVZ), Singles (bspw. ElitePartner) oder ohne spezifische Ausrichtung (bspw. Facebook) (vgl. CYGANSKI/HASS, 2008, S. 103). In Verbindung mit der vorangegangenen Kategorisierung von Social Web Anwendungen zeichnen sich die Social Networks, aufgrund der oben genannten Möglichkeiten, durch den höchsten Grad der Selbstdarstellung und den höchsten Grad an sozialer Präsenz sowie medialer Ausgestaltung aus (vgl. Abb. 4).
A. Einführung in den Themenkomplex: Definiert die Motivation für die Arbeit und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Untersuchung.
B. Theoretische Abhandlung: Erläutert die Grundlagen des Social Web und die Mechanismen des Viral Marketing unter Einbezug soziologischer und psychologischer Faktoren.
C. Empirische Erhebung: Dokumentiert das Untersuchungsdesign, die Skalenentwicklung zur Identifikation von Social Hubs und die Durchführung der Online-Umfrage auf Facebook.
D. Schlussbetrachtung: Leitet aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen konkrete Implikationen für die Marketing-Praxis ab und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsfelder.
Viral Marketing, Social Web, Word-of-Mouth, Social Hubs, Diffusion, Involvement, Soziale Netzwerke, Seeding, Kampagnenplanung, Nutzertypologien, Interaktivität, Nutzer-Generierte Inhalte, Online-Marktforschung, Kommunikationsziele, Markenführung.
Die Arbeit untersucht die Planung, Verbreitung (Seeding) und Steuerung von Viral Marketing Kampagnen im Social Web und entwickelt hierfür ein wissenschaftlich fundiertes Prozessmodell.
Die Arbeit verbindet die Bereiche Social Web, Word-of-Mouth, soziologische Netzwerktheorie und psychologische Motivforschung zu einem ganzheitlichen Marketingansatz.
Das primäre Ziel ist es, den Planungs- und Initiierungsprozess von Viral Marketing Kampagnen zu professionalisieren, den Faktor Zufall zu minimieren und das Management von Kampagnen durch fundierte Erkenntnisse steuerbar zu machen.
Es wird ein multidisziplinärer, heuristischer Ansatz gewählt, der theoretische Erkenntnisse mit einer quantitativen empirischen Studie (Online-Befragung von Facebook-Nutzern) verknüpft.
Der Hauptteil analysiert zunächst die soziologischen und psychologischen Einflüsse auf Viral Marketing, untersucht Diffusionsprozesse in virtuellen sozialen Netzwerken und leitet daraus ein 5-Phasen-Modell für den Viral Marketing Prozess ab.
Die Arbeit fokussiert auf zentrale Begriffe wie Viral Marketing, Social Hubs, Diffusion, Involvement, Soziale Netzwerke und Seeding-Strategien.
Die Untersuchung belegt, dass Social Hubs durch eine hohe Kommunikationsfrequenz, eine Vielzahl an Kontakten und eine ausgeprägte Nutzung schwacher Bindungen gekennzeichnet sind, was sie zu Multiplikatoren für eine expansive Diffusion macht.
Emotionen wie Freude und Überraschung fungieren als treibende Kräfte für die Initialisierung von interpersoneller Kommunikation, wobei der Unterhaltungswert der Botschaft entscheidend für die Weitergabewahrscheinlichkeit durch den Rezipienten ist.
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