Bachelorarbeit, 2013
53 Seiten, Note: noch offen
1. Einführung
1.1. Einleitung
1.2. Gegenstand, Ziel und Aufbau der Arbeit
1.3. Relevanz des Themas
1.4. Methodische und Theoretische Grundlagen
2. Coaching in seiner Entwicklung
2.1. Fokussierung
2.2. Die Entstehung
2.3. Die 7 Entwicklungsphasen des Coachings
3. Ablauf eines Coaching-Prozesses
3.1. Vorphase
3.1.1. Kontaktaufnahme
3.1.2. Erstgespräch
3.2. Hauptphase
3.2.1. Klärung der Ausgangssituation
3.2.2. Zielbestimmung
3.2.3. Interventionen
3.3. Abschlussphase
3.3.1. Evaluation
3.3.2. Abschluss
4. Das Lerncoaching
4.1. Eine Teildisziplin des Coachings
4.2. Erläuterungen zur Befragung
4.3. Konzept der Schule S1
4.4. Konzept der Schule S2
4.5. Ausbildung zum Lerncoach
5. Fazit und Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Konzepte und Erfahrungen von Lerncoaching an berufsbildenden Schulen in Hamburg, um zu klären, wie dieses als professionelle Beratungsform fungiert, wer die Coaches sind und wie deren Konzepte gestaltet sind.
2.1. Fokussierung
Coaching ist in aller Munde und die heutige Gesellschaft weiß, was man ungefähr unter Coaching versteht. Jeder meint zu wissen, dass Coaching eine Art Beratung ist, um eine Fähigkeit zu verbessern oder zu fördern bzw. dass Coaching durch einen entsprechenden Coach durchgeführt wird, der ein bestimmtes Ziel verfolgt. So klar die Tatsache auch sein mag, was sich ungefähr dahinter verbirgt, so bringt er doch, wie oben beschrieben, durch seine Neuerscheinung die Frage nach einer klaren Definition mit sich.
Trotz dessen, dass der Begriff Coaching sehr weich benutzt wird, sind Coaches und Berater stets auf der Suche nach adäquaten Definitionen. Dr. Björn Migge ist einer von ihnen und gründete in Westfalen ein Trainingsinstitut für Coaching und psychologische Lebensberatung. Er beschreibt Coaching als „eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Zusammenarbeit eines Prozessberaters mit einem Klienten“ (Migge, 2005, S. 22). An anderer Stelle beschreibt er es als „psychologisch orientierte und handlungsorientierte Prozessberatung“ (ebd.). Beide Definitionen zeigen, dass es sich beim Coaching um einen Prozess handelt.
Coaching kann auch als Begleitung bezeichnet werden, „die in kapitalistischer Produktionsweise den Verantwortlichen die Möglichkeit gibt, die entfremdete Dimension ihres Handelns mit einer neutralen Person zu reflektieren“ (Hockel & Jiranek, 2012, S. 13).
Andere beschreiben Coaching als „konstruktive Begleitung bei Höchstleistung“ (ebd., S. 9). Hier kann man einen elitären Gedanken heraushören, jedoch ist Coaching nicht nur etwas für Höchstleistende oder Spitzensportler. Man erkennt: Jede Definition lässt bestimmte Aspekte außer Acht und setzt andere Schwerpunkte. Eine Alternative ist die Variante, den Begriff schlichtweg der Einfachheit halber sehr weit greifen zu lassen, wie beispielsweise die Definition: „Coaching ist die Begleitung von verantwortlichen Könnern“ (ebd., S. 12).
1. Einführung: Das Kapitel erläutert den gesellschaftlichen Leistungsdruck als Ausgangslage und definiert das Ziel der Arbeit, Lerncoaching-Konzepte an Hamburger Schulen zu analysieren.
2. Coaching in seiner Entwicklung: Hier wird die historische Entwicklung des Coachings vom Management-Instrument bis hin zur heutigen, breit gefächerten Anwendung in verschiedenen Lebensbereichen aufgezeigt.
3. Ablauf eines Coaching-Prozesses: Dieses Kapitel beschreibt systematisch die Phasen von der Vorphase über die Hauptphase bis hin zum Abschluss eines Coaching-Prozesses.
4. Das Lerncoaching: Dieser Abschnitt überträgt Coaching-Prinzipien auf den Bildungsbereich und stellt die praktischen Ergebnisse der Befragungen an zwei berufsbildenden Schulen vor.
5. Fazit und Schlussbetrachtung: Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengeführt und die Professionalisierung der Lehrerrolle durch Lerncoaching reflektiert.
Lerncoaching, Coaching, Schule, Berufsbildung, Beratung, Persönlichkeitsentwicklung, Lernberatung, Lernmotivation, Lerntechniken, Zeitmanagement, Schüler, Lehrer, Professionalisierung, Zielerreichung, Hamburg.
Die Arbeit untersucht die Etablierung und Ausgestaltung von Lerncoaching als Beratungsform an berufsbildenden Schulen in Hamburg.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretischen Grundlagen des Coachings, die praktische Umsetzung von Lerncoaching an Schulen und der Vergleich zu bestehenden Beratungsangeboten.
Das Ziel ist es, die Konzepte an den ausgewählten Schulen zu verstehen, die Rolle der Lerncoaches zu beleuchten und deren Wirksamkeit und Professionalität zu bewerten.
Der Autor führt eine qualitative, teilstandardisierte mündliche Befragung bei zwei Lehrkräften durch, die als Lerncoaches an berufsbildenden Schulen tätig sind.
Der Hauptteil analysiert die Definition von Coaching, den idealtypischen Ablauf eines Prozesses, die spezifische Ausgestaltung des Lerncoachings sowie die Ausbildung der Lerncoaches.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lerncoaching, professionelle Beratung, pädagogische Unterstützung, Selbstreflexion und Schulkonzept geprägt.
Während der Lerncoach primär bei Lernhemmnissen, Zeitmanagement und Lerntechniken unterstützt, sind Beratungslehrer für tiefgreifende soziale oder psychologische Probleme zuständig.
Die Ausbildung ist essenziell, da sie den Lehrkräften methodische Kompetenzen vermittelt, um Schüler prozessorientiert zur Selbsthilfe anzuleiten, anstatt lediglich Fachwissen zu vermitteln.
Es ist zentral, damit der Schüler Eigenverantwortung übernimmt und eigene Lösungen entwickelt, statt in eine passive Haltung gegenüber einem "Experten" zu verfallen.
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