Masterarbeit, 2008
161 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Fischproduktion aus Kreislaufanlagen in der Aquakultur
2.1 Veranschaulichung der Situation der Aquakultur
2.1.1 Definitorische Abgrenzungen und Formen der Aquakultur
2.1.2 Ausbreitung der Aquakultur weltweit und in Europa
2.1.3 Aquakultur in Deutschland
2.2 Die Kreislauftechnologie
2.2.1 Entwicklung von Kreislaufanlagen in Deutschland
2.2.2 Systemkomponenten, fischbiologische Merkmale und Basisprozesse
2.3 Betrachtung einer kommerziellen Umsetzung
2.3.1 Stärken und Schwächen der Fischproduktion aus Kreislaufanlagen
2.3.2 Chancen und Risiken des Umfelds
2.3.3 Zwischenergebnis
2.3.4 Resultierende produktions- und wettbewerbsstrategische Ausrichtung für Kreislaufanlagenbetreiber
3 Qualitätssicherung in der Fischproduktion aus Kreislaufanlagen
3.1 Status quo der Qualitätssicherung aquatischer Erzeugnisse
3.2 Hoheitlich geforderte Qualitätssicherungsmaßnahmen
3.2.1 Potenzielle Gesundheitsgefahren durch Erzeugnisse der Aquakultur
3.2.2 Kritische Einflussfaktoren in Bezug auf die Prozessqualität
3.3 Herausforderungen für die Qualitätssicherung in Kreislaufsystemen
4 Fallstudie: Projektkonzeption der Valperca S. A. in der Schweiz
4.1 Der europäische Flussbarsch (Perca fluviatilis) als Objekt der Aquakultur
4.1.1 Entscheidende Leistungsmerkmale im Bezug auf die Haltung
4.1.2 Eigenschaften der Schlachtkörperqualität
4.1.3 Der Markt für europäischen Flussbarsch
4.2 Beschreibung des Investitionsvorhabens
4.2.1 Die Standortvoraussetzungen
4.2.2 Das geplante Produktionsverfahren
4.3 Das Bewirtschaftungsmodell
4.3.1 Das Produktionszyklogramm
4.3.2 Die Bestandsdichte und das Produktionsvolumen
4.4 Maßnahmen zur Qualitätssicherung in Anlehnung an HACCP-Grundsätze
4.4.1 Ermittlung von Gefahrenquellen und geeigneten Überwachungsmaßnahmen
4.4.2 Verifikation und Dokumentation
4.4.3 Kosten und Nutzen der Qualitätssicherungsmaßnahmen
5 Vertiefung der Fallstudie: Wirtschaftlichkeitsanalysen
5.1. Voraussetzungen für die Planungsrechnung
5.1.1 Berechnungsannahmen des Anlagenkonzeptes
5.1.2 Kalkulationsgrundlagen
5.2 Wirtschaftlichkeitsberechnung
5.2.1 Gewinnorientierte statische Planungsrechnungen
5.2.2 Gewinnorientierte dynamische Planungsrechnungen
5.2.3 Amortisationsrechnung
5.2.4 Sensitivitätsanalyse
5.3 Beurteilung der Ergebnisse
6 Schlussbetrachtung der Fallstudie und genereller Ausblick
6.1 Abschließende Reflexion der untersuchten Projektstudie
6.2 Entwicklungstendenzen der Fischproduktion aus Kreislaufanlagen
7 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Fischproduktion in Kreislaufanlagen unter Berücksichtigung von Produktionstechnik, Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie die Fischproduktion in solchen Anlagen durch die Anwendung von HACCP-Grundsätzen effizient und sicher gestaltet werden kann, um in einem nischenorientierten Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.
2.2.1 Entwicklung von Kreislaufanlagen in Deutschland
Schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden von Wissenschaftlern erste Warmwasserkreislaufsysteme entwickelt, um für Versuche gleichbleibende Haltungsbedingungen sicherzustellen (JÄGER 1992: 67). In den nachfolgenden 20 Jahren wurden Kreislaufanlagen zur Speisefischproduktion von verschiedenen Firmen besonders Landwirten angeboten, um in leerstehenden Stallgebäuden einen neuen rentablen Betriebszweig aufzubauen (DETER 2008). Auch Wissenschaft und Politik taxierten damals Kreislaufverfahren als eine zukunftsträchtige und zu fördernde Technologie. Mehrere Interessenten ließen angesichts der Zukunftsaussichten und der verführerischen Kaufangebote Anlagen errichten. 90 % der damaligen Kreislaufanlagen konnten jedoch langfristig nicht rentabel bewirtschaftet werden und wurden stillgelegt (HINZ ET AL.1999: 36). Der Grund für das Ausbleiben von wirtschaftlichem Erfolg lag damals nach Einschätzungen von Experten in noch nicht ausgereifter Technik, hohen Energiekosten, niedrigen Marktpreisen, mangelnder finanzieller Ressourcenausstattung und oft auch in fehlendem fischereilichen Fachwissen (WEDEKIND; KNÖSCHE 2000: 433). Durch diese negativen Erfahrungen und Fehlschläge früherer Jahre klang die Euphorie über die Möglichkeit der Intensivhaltung in den 90er Jahren in Deutschland ab.
Vor dem Hintergrund begrenzter Fischressourcen in den Weltmeeren, kommender Welternährungsprobleme, restriktiver Expansionsmöglichkeiten der Binnenfischerei, erhöhter Naturschutz- und Wasserrechtsauflagen, verfeinerter Kreislauftechnologie, sowie letztlich der Abwärmenutzung von Biogasanlagen, ist das Interesse an Kreislaufanlagen in letzter Zeit wieder gestiegen (DETER 2008; BATISWEILER 2006; BRÄMICK 2006: 32; HINZ ET AL. 1999: 36).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Aquakultur für die Welternährung und definiert das Ziel, die Fischproduktion in Kreislaufanlagen multidisziplinär zu untersuchen.
2 Fischproduktion aus Kreislaufanlagen in der Aquakultur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Aquakulturformen und -technologien, führt eine SWOT-Analyse durch und diskutiert verschiedene Wettbewerbsmodelle.
3 Qualitätssicherung in der Fischproduktion aus Kreislaufanlagen: Hier werden gesetzliche Rahmenbedingungen für die Lebensmittelsicherheit diskutiert und das HACCP-Konzept als Instrument der Qualitätssicherung für die Primärproduktion vorgestellt.
4 Fallstudie: Projektkonzeption der Valperca S. A. in der Schweiz: Die Fallstudie beschreibt die praktische Planung und Umsetzung einer Fischzucht unter Berücksichtigung technischer Aspekte und Qualitätssicherungsmaßnahmen.
5 Vertiefung der Fallstudie: Wirtschaftlichkeitsanalysen: Dieses Kapitel führt eine umfassende Investitionsrechnung und Rentabilitätsanalyse für die Fallstudie durch, einschließlich Szenarien für verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten.
6 Schlussbetrachtung der Fallstudie und genereller Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit reflektiert und zukünftige Entwicklungstendenzen für die Fischproduktion in Kreislaufanlagen aufgezeigt.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Wiederholung der wichtigsten Kernergebnisse ab.
Aquakultur, Kreislaufanlagen, Fischproduktion, Qualitätssicherung, HACCP, Wirtschaftlichkeit, Investitionsrechnung, Projektkonzeption, Flussbarsch, Perca fluviatilis, Lebensmittelsicherheit, Wettbewerbsstrategie, Prozessqualität, Standortsicherung, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit untersucht die Fischproduktion in geschlossenen Kreislaufanlagen mit Fokus auf technologische, wirtschaftliche und lebensmittelhygienische Aspekte.
Die zentralen Felder sind die Optimierung von Kreislauftechnologien, die Implementierung von Qualitätssicherungssystemen (insb. HACCP) und die Investitionsplanung für solche Anlagen.
Das Ziel ist es, eine Forschungslücke in der Qualitätssicherung für Kreislaufanlagen zu schließen und durch eine Fallstudie die ökonomische und prozesstechnische Umsetzbarkeit aufzuzeigen.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse, SWOT-Analyse zur Unternehmensstrategie und quantitativen Investitionsrechnungsverfahren (Kapitalwert, interner Zinsfuß, Amortisationsrechnung) eingesetzt.
Der Hauptteil analysiert die Kreislauftechnologie, die Grundlagen der Qualitätssicherung nach HACCP und vertieft diese durch die konkrete Projektplanung der Valperca S. A. in der Schweiz.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Aquakultur, Kreislaufanlagen, Qualitätssicherung, HACCP, Wirtschaftlichkeitsanalyse und Investitionsrechnung.
Während die Kreislauftechnologie in den Niederlanden zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor gewachsen ist, ist der Sektor in Deutschland durch eine geringere Kontinuität und eine hohe Fluktuation von Anlagen geprägt.
Die Valperca S. A. setzt auf eine qualitätsbetonte Produktion nach dem "Quality Driven Model", um sich im oberen Preissegment als Premium-Anbieter zu etablieren und Lebensmittelsicherheit zu garantieren.
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