Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Abgrenzungen des Unternehmensbegriffs
2.2 Finanzierungsphasen neu gegründeter Unternehmen
2.3 Die Kapitalmangelhypothese
3 Kreditfinanzierung neu gegründeter Unternehmen
3.1 Kreditfinanzierung von jungen Unternehmen
3.2 Besonderheiten und Probleme der Kreditfinanzierung
3.3 Theorien zur Erklärung des Finanzierungsverhaltens junger Unternehmen
3.4 Ausgewählte theoretische Modelle der Kapitalstrukturentscheidungen von Neugründungen
4 Empirische Untersuchungen zu Finanzierungsproblemen und Finanzierungsverhalten junger Unternehmen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen und Finanzierungsmöglichkeiten von jungen Unternehmen in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Kreditfinanzierung als zentralem Instrument zur Kapitalbeschaffung liegt.
3.4 Ausgewählte theoretische Modelle der Kapitalstrukturentscheidungen von Neugründungen
In diesem Kapitel werden weiterführende Modelle vorgestellt, die die oben eingeführten theoretischen Ansätze auf die Spezifika von Jungunternehmen übertragen. Diese Modelle greifen das Problem ungleich verteilter Informationen aus der neoinstitutionellen Theorie auf und entwickeln daraus Aussagen zur optimalen Kapitalstruktur von Jungunternehmen.
Eine Besonderheit von Start-Ups ist, dass Kapitalgeber darin eingeschränkt sind, die Gewinnaussichten des Kapitalnehmers objektiv einzuschätzen. Hier setzt ein Modell von Ravid/Spiegel an, das die Annahme trifft, dass Information im Fall der Finanzierung von Jungunternehmen extrem assymmetrisch verteilt ist. Die Autoren basieren ihr Modell damit auf dem Gegenpol zur Annahme der perfekten Informationsverteilung: “mapping out the equilibrium financial structure in an environment that forms the polar opposite of the full information setting” (Ravid/Spiegel, 1997, S. 269). Das Modell schließt also exzessives „On-Site Monitoring“ seitens der Bank aus – der Unternehmer ist unbeobachtet in seinen operationalen Entscheidungen. Ravid/Spiegel gehen davon aus, dass Jungunternehmer die vorgegebene Anreizstruktur für sich nutzen und aus einer Anzahl vorteilhafter Gründungsprojekte („positive net present values (NPV) projects“) wählen. Jedoch können Investoren die Projektauswahl nicht beobachten, da die Anzahl unvorteilhafter Gründungsprojekte (negative NPV projects) unbegrenzt ist: “Outsiders cannot observe project choice, and insiders can create any negative NPV project they like.” (S. 284) Hierin liegt ein Problem in der Informationsverteilung und Anreizstruktur.
Ravid/Spiegel zeigen formal, wie Investoren ihre Finanzierungsinstrumente so gestalten, dass sie derartige Anreize vermeiden. Dabei stellt eine Finanzierung mit Eigenmitteln des Gründers und besicherte Forderungstitel die optimale Finanzierungsform dar. Variablen, die den exakten Mix an Sicherheiten beeinflussen, sind (1) die Verfügbarkeit von absichernden Vermögenswerten, (2) die Qualität des Projektes, und (3) die Risikoaversion des Unternehmers. Der Gründer kann den Banken durch den Einsatz von Eigenmitteln wiederum zeigen, dass er einen vorteilhaften Verlauf des Projektes annimmt: “only a participating entrepreneur may obtain financing” (ebd., S. 285).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die finanzielle Problematik junger Unternehmen ein und stellt die Relevanz von Kreditfinanzierung sowie die Kapitalmangelhypothese dar.
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsabgrenzungen zu Unternehmensgründungen vorgenommen und verschiedene Finanzierungsphasen sowie theoretische Ansätze zum Kapitalmangel erörtert.
3 Kreditfinanzierung neu gegründeter Unternehmen: Dieses Kapitel analysiert Kreditfinanzierung als Instrument für Jungunternehmen, beleuchtet theoretische Modelle zur Kapitalstruktur und geht auf spezifische Finanzierungstheorien ein.
4 Empirische Untersuchungen zu Finanzierungsproblemen und Finanzierungsverhalten junger Unternehmen: Hier werden bisherige empirische Studien zusammengefasst, um das tatsächliche Finanzierungsverhalten von Neugründungen in Deutschland wissenschaftlich einzuordnen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für Kapitalgeber und Unternehmer ab.
Start-Up, Finanzierung, Kreditfinanzierung, Eigenkapital, Kapitalmangelhypothese, Unternehmensgründung, Kapitalstruktur, Bankkredite, Neoinstitutionelle Finanzierungstheorie, Informationsasymmetrie, Basel II, Gründungsfinanzierung, Investitionsentscheidung, Fremdkapital, Bonität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung von neugegründeten Unternehmen und analysiert insbesondere die Bedeutung und Herausforderungen von Fremdkapital, speziell Bankkrediten.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Finanzierungsphasen einer Gründung, theoretische Erklärungsmodelle für das Finanzierungsverhalten sowie die empirische Realität der Kreditfinanzierung junger Unternehmen.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Kapitalstruktur junger Unternehmen gestaltet, welche Probleme beim Zugang zu Krediten bestehen und wie theoretische Modelle diese Finanzierungsproblematiken erklären können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender theoretischer Ansätze sowie der Auswertung empirischer Studien zum Finanzierungsverhalten junger Unternehmen.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (wie die Kapitalmangelhypothese) erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Auseinandersetzung mit Kreditfinanzierungsinstrumenten und -modellen sowie einem Überblick über empirische Befunde.
Zu den prägenden Begriffen zählen Start-Up, Kreditfinanzierung, Eigenkapital, Kapitalmangel, Informationsasymmetrie und Kapitalstruktur.
Laut der Arbeit haben die verschärften Eigenkapitalvorschriften durch Basel II dazu geführt, dass sich die Kreditkonditionen für junge Unternehmen aufgrund ihres oft schlechteren Ratings verteuert haben.
Gründer ziehen Bankkredite vor, da sie dadurch ihre unternehmerische Unabhängigkeit behalten und keine Mitspracherechte an externe Investoren abgeben müssen.
Das Modell postuliert, dass bei extrem asymmetrischer Informationsverteilung eine Kombination aus Eigenmitteln des Gründers und besicherten Forderungstiteln die optimale Finanzierungsform darstellt, um Risiken für Kapitalgeber zu minimieren.
Der Autor empfiehlt unter anderem die Entwicklung passgenauerer Finanzierungsmodelle, eine stärkere Bereitschaft der Gründer zur Haftung mit eigenem Kapital sowie Maßnahmen zum Schutz des intellektuellen Eigentums.
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