Bachelorarbeit, 2013
86 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage, Erkenntnisinteresse und Aufbau der Arbeit
2. Wandel der Arbeitsgesellschaft
2.1 Strukturwandel der Wirtschaft
2.2 Industriegesellschaft
2.3 Dienstleistungsgesellschaft
2.4 Wissensgesellschaft
3. Der Begriff der Work Life Balance
3.1 Definition von Work Life Balance
3.2 Wissenschaftliche Zugänge zum Thema Work Life Balance
3.3 Betriebliche Work Life Balance-Maßnahmen
3.4 Effekte von Work Life Balance-Maßnahmen
4. Theorie und Methodik
4.1 Diskursbegriff bei Foucault
4.2 Die Kritische Diskursanalyse nach Jäger
4.3 Materialaufbereitung
4.3.1 Wahl der Printmedien
4.3.2 Abgrenzung des Untersuchungszeitraums
4.3.3 Erstellung des konkreten Textkorpus
4.3.4 Feinanalyse der Diskursfragmente
5. Darstellung der Diskursanalyse
5.1 Der Diskurs im Magazin brand eins
5.2 Der Diskurs in der FAZ
5.3 Analysen der Gesamtberichterstattung
5.3.1 Diskursintensität im Textkorpus
5.3.2 Inhaltlich-ideologische Gemeinsamkeiten
5.3.3 Bereiche der Balance
5.3.4 Maßnahmen des Work Life Balance-Konzepts
5.4 Zwischenresümee
6. Resümee und Ausblick
6.1 Theorie und Praxis von Work Life Balance
Die vorliegende Arbeit analysiert den öffentlichen Diskurs zum Thema Work Life Balance in den Printmedien brand eins und FAZ für den Zeitraum von 2002 bis 2012, um zu untersuchen, wie sich die mediale Haltung zum Thema im Zeitverlauf verändert hat, welche Bereiche als ausbalancierenswert definiert werden und welche Maßnahmen in der Praxis zur Anwendung kommen.
4.2 Die Kritische Diskursanalyse nach Jäger
Im Rahmen der vorliegenden Bachelorarbeit wird eine der genannten Diskurstheorien intensiver betrachtet: die Kritische Diskursanalyse nach Jäger (2004). Diese Theorie fokussiert, „was (jeweils gültiges) Wissen überhaupt ist, wie jeweils gültiges Wissen zustandekommt, wie es weitergegeben wird, welche Funktion es für die Konstituierung von Subjekten und die Gestaltung von Gesellschaft hat und welche Auswirkungen dieses Wissen für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung hat“ (Jäger 2006: 83). Diskursanalyse nach Jäger bedeutet demnach die Betrachtung von Textabfolgen über längere Zeiträume. Nicht ein einzelner Text ist bei der Analyse interessant, sondern der „Fluss des Wissens bzw. sozialen Wissensvorräten durch die Zeit“ (Jäger 2004: 132), der über die Medien immer weiter transportiert wird.
Dabei vertritt Jäger den foucaultschen Standpunkt hinsichtlich Diskurs, Macht, Wissen und Wahrheit. Also dass der Diskurs nicht initiiert werden kann, sondern etwas ist an dem alle Positionen auf eine bestimmte Art und Weise mitwirken, aber von niemanden genau so vorstrukturiert werden kann, wie es gesellschaftlich in Erscheinung tritt. Jedoch schreibt Jäger den Diskurs Involvierten mehr Verantwortung zu, indem er die Idee weiterentwickelt, dass Diskurs und Wirklichkeit „substantiell miteinander vermittelt sind und nicht unabhängig voneinander existieren“ (Jäger 2006: 92). Der Mensch kann also, indem er gewissen Dingen Bedeutung zuweist, aktiv am Diskurs teilhaben und in die Machtverteilung innerhalb des Diskurses eingreifen bzw. ihr entgegenwirken. Das bedeutet, dass das durch Diskurse vermittelte Wissen die Voraussetzung dafür bildet, wie die Menschen die Wirklichkeit gestalten und aushandeln, kurz gesagt: „Was jeweils als ‚Wahrheit‘ gilt, ist ja nichts anderes als ein diskursiver Effekt.“ (Jäger 2006: 129). Die Anwendung des vermittelten Wissens und nicht etwa eine externe Macht bewirkt insofern also, dass die über Diskurse entwickelte Wirklichkeit von den Beteiligten, dem Kollektiv, beeinflusst und verantwortet werden kann und der Diskurs nicht über den Subjekten steht (vgl. Jäger 2006: 95f.). Jäger legt den analytischen Fokus also nicht auf die Diskursstruktur sondern vor allem auf den Inhalt und die Symbolik des Kollektivs.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, skizziert die gesellschaftliche Ausgangslage und stellt die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2. Wandel der Arbeitsgesellschaft: Das Kapitel beschreibt den historischen Wandel von der Industrie- über die Dienstleistungs- bis hin zur Wissensgesellschaft und ordnet die Rolle des Menschen in diesen Strukturen ein.
3. Der Begriff der Work Life Balance: Hier erfolgt eine theoretische Definition von Work Life Balance, die Darstellung wissenschaftlicher Zugänge sowie ein Überblick über betriebliche Maßnahmen und deren Effekte.
4. Theorie und Methodik: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch durch den Diskursbegriff nach Foucault und die Kritische Diskursanalyse nach Jäger sowie die praktische Materialaufbereitung.
5. Darstellung der Diskursanalyse: Der Hauptteil präsentiert die Analyseergebnisse des Diskurses in brand eins und FAZ, inklusive einer synoptischen Gesamtbetrachtung.
6. Resümee und Ausblick: Das Fazit vergleicht die theoretischen Vorbetrachtungen mit den empirischen Ergebnissen und skizziert die zukünftige Entwicklung des Begriffs in der Öffentlichkeit.
Work Life Balance, Arbeitsgesellschaft, Dienstleistungsgesellschaft, Wissensgesellschaft, Kritische Diskursanalyse, Jäger, Foucault, brand eins, FAZ, betriebliche Maßnahmen, Arbeitswelt, Vereinbarkeit, Arbeitszeitmodelle, Medienanalyse, Diskursforschung.
Die Arbeit untersucht den öffentlichen Diskurs zum Thema Work Life Balance in den deutschen Printmedien brand eins und FAZ über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Zentrale Themen sind der Wandel der Arbeitsgesellschaft, die Definition und Effekte von Work Life Balance-Maßnahmen sowie die mediale Darstellung und Bewertung dieser Thematik.
Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich die mediale Haltung zum Work Life Balance-Konzept im Zeitverlauf verändert hat und ob das Konzept in der Praxis den theoretischen Erwartungen entspricht.
Die Arbeit nutzt die Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, um Textfragmente und deren inhaltlich-ideologische Bedeutung zu interpretieren.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Darstellung und Analyse der Diskursverläufe in den beiden gewählten Printmedien sowie einer vergleichenden Auswertung von Maßnahmen und Themenbereichen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Work Life Balance, Kritische Diskursanalyse, Wissensgesellschaft und Medienanalyse charakterisieren.
Während brand eins das Thema oft differenzierter und moderner betrachtet, zeigt die FAZ tendenziell eine eher skeptische oder abwertende Haltung zum Work Life Balance-Begriff.
Gesundheit, insbesondere im Kontext von Burn-Out und psychischen Erkrankungen, erweist sich als ein zentrales und wiederkehrendes Element im öffentlichen Diskurs über Work Life Balance.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

