Bachelorarbeit, 2013
57 Seiten, Note: 1,3
I. EINLEITUNG: RELEVANZ UND VORGEHENSWEISE
II. THEORETISCHER RAHMEN: MIKRO- UND MAKROEBENE
2.1.1 RATIONAL CHOICE THEORY UND SEU-MODELL
2.1.2 THEORY OF REASONED ACTION/ THEORY OF PLANNED BEHAVIOR
EXKURS: ALTERSNORMEN UND SOZIALER DRUCK
2.1.3 WOHLFAHRTSSTAATEN NACH GØSTA ESPING-ANDERSEN
III. HAUPTTEIL: DER AUSZUG AUS DEM ELTERNHAUS IM DEUTSCH-FINNISCHEN VERGLEICH
3.1 ALTER UND GESCHLECHT
3.2 GRÜNDE FÜR BZW. GEGEN EINEN AUSZUG
3.3 BEDINGUNGSFAKTOREN DES AUSZUGS AUS DEM ELTERNHAUS - DEUTSCHLAND UND FINNLAND IM VERGLEICH
3.3.1 WOHLFAHRTSSTAAT - SOZIALLEISTUNGEN DER STAATEN
3.3.2 AUSBILDUNGSSYSTEME
3.3.3 ARBEITSMARKT
3.3.4 FAMILIE
3.3.5 WOHNUNGSMARKT
IV. SCHLUSSTEIL: WOVON IST DER AUSZUG AUS DEM ELTERNHAUS JEWEILS ABHÄNGIG?
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Entscheidung junger Erwachsener, das Elternhaus zu verlassen, und vergleicht dabei die spezifischen Bedingungen in Deutschland und Finnland, um die Unterschiede im Auszugsverhalten zu erklären.
3.1 ALTER UND GESCHLECHT
Finnland ist eines der Länder in Europa, in denen junge Menschen am frühesten das Elternhaus verlassen. Deutschland liegt nicht allzu weit davon entfernt, vergleicht man das Auszugsalter. Wie in Abbildung 3 ersichtlich ist, gibt es nicht nur generelle Differenzen zwischen dem Auszugsverhalten in den Ländern, sondern auch geschlechtsspezifische. Hier dargestellt ist das Medianalter. Gemeint ist damit dasjenige Alter, in dem bereits 50% der jungen Erwachsenen ausgezogen sind. So ziehen in Finnland die jungen Frauen mit durchschnittlich 20 Jahren und junge Männer mit durchschnittlich 21 Jahren aus dem Elternhaus aus. In Deutschland hingegen ist das durchschnittliche Median-Auszugsalter etwas höher. Junge Frauen verlassen das elterliche Heim mit durchschnittlich 21 Jahren und die Männer mit 23 Jahren. Die besondere Stellung der Frauen in Bezug auf das Auszugsalter und auch Finnlands verdeutlicht sich noch einmal besonders, wenn man nicht nur die Durchschnittswerte, sondern auch spezielle Quantile betrachtet.
In Abbildung 3 wurde bereits deutlich, dass junge Frauen tendenziell früher das Elternhaus verlassen als die jungen Männer. Die Spanne zwischen dem 20% Quantil und dem 80% Quantil verdeutlicht diejenige Altersspanne, in der die meisten von zu Hause ausziehen - das entspricht 60%. Dieses Verhältnis ist in Abbildung 4 ersichtlich. In Finnland verlassen demnach 60% der Frauen ihr Elternhaus zwischen 19 und 22 Jahren. Lediglich weniger als 20% der jungen Frauen ziehen erst nach dem 22. Lebensjahr von zu Hause aus. In Deutschland ist die Altersspanne etwas weiter. Hier verlassen die jungen Frauen das elterliche „Nest“ zu 60 % zwischen 19 und 25 Jahren. Auch hier gilt, dass weniger als 20% der Frauen nach dem 25. Lebensjahr das Elternhaus verlassen.
I. EINLEITUNG: RELEVANZ UND VORGEHENSWEISE: Das Kapitel führt in die Thematik der Statuspassage des Auszugs aus dem Elternhaus ein, erläutert die Relevanz im europäischen Vergleich und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen fest.
II. THEORETISCHER RAHMEN: MIKRO- UND MAKROEBENE: Hier werden die handlungstheoretischen Grundlagen (Rational Choice, TRA/TPB) auf Mikroebene sowie die wohlfahrtsstaatliche Typologie nach Esping-Andersen auf Makroebene zur Erklärung menschlichen Verhaltens herangezogen.
III. HAUPTTEIL: DER AUSZUG AUS DEM ELTERNHAUS IM DEUTSCH-FINNISCHEN VERGLEICH: Dieser Hauptteil analysiert deskriptiv die Unterschiede im Auszugsalter nach Geschlecht und untersucht detailliert Bedingungsfaktoren wie Sozialleistungen, Bildungssysteme, den Arbeitsmarkt, familiäre Aspekte und den Wohnungsmarkt.
IV. SCHLUSSTEIL: WOVON IST DER AUSZUG AUS DEM ELTERNHAUS JEWEILS ABHÄNGIG?: Das Kapitel resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und führt die internen sowie externen Einflussfaktoren zusammen, um die Unterschiede im Auszugsverhalten zwischen Deutschland und Finnland abschließend zu bewerten.
Auszug aus dem Elternhaus, Deutschland, Finnland, Wohlfahrtsstaat, Rational Choice Theory, Theory of Planned Behavior, Bildungssystem, Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, Sozialleistungen, Jugend, Statuspassage, Autonomie, Eigenverantwortung, Demografie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse und dem Vergleich der Faktoren, die das Auszugsverhalten junger Erwachsener in Deutschland und Finnland beeinflussen.
Die zentralen Felder umfassen wohlfahrtsstaatliche Strukturen, Bildungssysteme, Arbeitsmarktbedingungen, familiäre Einflüsse sowie psychologische Entscheidungsmodelle, die den Übergang in die Unabhängigkeit erklären.
Das Ziel ist es, zu identifizieren, von welchen internen und externen Determinanten die Entscheidung für oder gegen einen Auszug abhängt und wie sich die unterschiedlichen Systeme in Finnland und Deutschland auf dieses Verhalten auswirken.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch mikro-soziologische Entscheidungsmodelle sowie auf eine deskriptive Auswertung statistischer Daten und bestehender Studien zu den untersuchten Determinanten.
Im Hauptteil werden zunächst Daten zum Auszugsalter und Geschlechterunterschiede dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Bedingungsfaktoren: Wohlfahrtsleistungen, Bildung, Arbeitsmarkt, Familie und Wohnraum.
Die wichtigsten Schlagworte sind Auszug aus dem Elternhaus, Wohlfahrtsstaat, Bildungssystem, Arbeitsmarkt und der Vergleich zwischen Deutschland und Finnland.
In Deutschland spielt das Subsidiaritätsprinzip eine große Rolle, wonach Eltern primär für den Unterhalt ihrer Kinder in der Ausbildung verantwortlich sind. In Finnland hingegen ist die staatliche Unterstützung, z.B. für Studenten, stärker vom Einkommen der jungen Erwachsenen entkoppelt und weniger an das Elterneinkommen gebunden.
Lange Ausbildungszeiten und die Notwendigkeit mobiler Ausbildungsgänge verzögern den Eintritt in den Arbeitsmarkt und damit die Erlangung ökonomischer Eigenständigkeit, was den Zeitpunkt des Auszugs nach hinten verschieben kann.
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