Bachelorarbeit, 2013
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Facebook-Fanpages als Untersuchungsgegenstand
2.1.1 Definition und begriffliche Abgrenzung von Fanpages
2.1.2 Fanpages aus Fanperspektive
2.1.3 Fanpages aus Markenperspektive
2.2 Brand Communities als Marketingkonstrukt
2.2.1 Definition und begriffliche Abgrenzung von Brand Communities
2.2.2 Ökonomische Relevanz von Brand Communities
2.2.3 Zentrale Brand Community Studien
3. Untersuchung des Brand Community Wesens von Facebook-Fanpages
3.1 Herleitung eines Brand Community Untersuchungsmodells
3.2 Untersuchung der Fan-Marke-Beziehung
3.2.1 Love and Passion
3.2.2 Self-Connection
3.2.3 Interdependence
3.2.4 Commitment
3.2.5 Intimacy
3.2.6 Brand-Partner-Quality
3.2 Untersuchung der Fan-Fan-Beziehung
3.2.1 Consciousness of a Kind
3.2.2 Shared Rituals and Traditions
3.2.3 Moral Responsibility
3.3 Untersuchung der Fan-Netzwerk-Beziehung
3.3.1 Membership
3.3.2 Influence
3.3.3 Integration and Fulfillment of Needs
4. Diskussion
4.1 Zentrale Ergebnisse der Untersuchung
4.2 Implikationen für das Markenmanagement
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Facebook-Fanpages die Merkmale einer Brand Community erfüllen können. Angesichts der wachsenden Bedeutung von Social Networks hinterfragt die Autorin kritisch, ob die oberflächliche Interaktion auf Fanpages tatsächlich als tiefergehende Gemeinschaftsbildung gewertet werden kann und welche Charakteristika diese von bisher bekannten virtuellen Brand Communities unterscheiden.
3.2.1 Love and Passion
Das Empfinden einer affektiven Zuneigung zur Marke ist zentraler Bestandteil von BCs und ebenso auf Fanpages zu identifizieren. Bereits der Gefällt-mir-Klick kann als Ausdruck von Zuneigung verstanden werden, dem jedoch als „light-weight connection“ keine allzu große Bedeutung beigemessen werden sollte. Vielmehr ist love and passion an den nicht-standardisierten Interaktionsmöglichkeiten zu überprüfen. Anhand des Beispiels in Abbildung 13 kann exemplifiziert werden, dass Fanpages als Plattform dienen können ein als love and passion zu charakterisierendes Gefühl gegenüber der Marke auszudrücken.
Dies zeigt, dass Fanpages einen geeigneten Rahmen für affektive Empfindungen darstellen. Dieser Rahmen kann ferner durch spezielle Fanpage-Applikationen erweitert werden. Als Beispiel ist die I-Love-Nutella-Applikation zu nennen, in der Nutzer ihre Markenliebe mit personalisierten Fotos ausdrücken können (vgl. Abb. 14).
Vergleicht man Fans mit Nicht-Fans kann ferner herausgestellt werden, dass Erstere zu 81 Prozent eine emotionale Verbindung zur Marke haben, während diese bei Nicht-Fans nur zu 39 Prozent besteht. In ihrem Artikel „Brand Love“ beschreiben Batra, Ahuvia und Bago, dass sich durch kundenbindende Fanpage-Aktionen „merely liked brands into loved brands” umwandeln können. Folglich besitzen Fanpages das Potenzial eine anfänglich geringe Zuneigung durch Marketingmaßnahmen zu intensivieren. Im Unterschied zu bisher betrachteten BC ermöglicht die offene Struktur von Fanpages, dass ebenso Fans mit geringer Markenzuneigung sowie Opponenten auf Fanpages interagieren. Die damit einhergehende Heterogenität der Fanpage-Agierenden markiert einen ersten Unterschied zu bisher betrachteten BCs.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Brand Communities ein und definiert die Forschungsfragen zur Eignung von Facebook-Fanpages als Marken-Gemeinschaften.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden Facebook-Fanpages definiert und die theoretischen Konzepte von Brand Communities sowie deren ökonomische Bedeutung und Charakteristika dargestellt.
3. Untersuchung des Brand Community Wesens von Facebook-Fanpages: In diesem Hauptteil wird das Untersuchungsmodell hergeleitet und die Fan-Marke-, Fan-Fan- sowie Fan-Netzwerk-Beziehungen auf Fanpages detailliert analysiert.
4. Diskussion: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und leitet daraus spezifische Implikationen für das professionelle Markenmanagement ab.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse reflektiert, Limitationen der Untersuchung benannt und zukünftiger Forschungsbedarf aufgezeigt.
Facebook-Fanpages, Brand Community, Markenmanagement, Social Network Sites, Kundenbeziehung, Brand Relationship Quality, Konsumenteninteraktion, Markenloyalität, User-Generated-Content, Sense of Community, Markenbindung, Marketingstrategie, soziale Interaktion, Gemeinschaftsbildung.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob Facebook-Fanpages als Brand Communities (Markengemeinschaften) fungieren können und wie sich deren Wesen von klassischen, bisher untersuchten virtuellen Gemeinschaften unterscheidet.
Die Arbeit beleuchtet die Beziehungsdimensionen zwischen Fans und Marken, die Interaktion unter den Fans sowie den Einfluss der übergeordneten Facebook-Netzwerkstruktur.
Das Ziel ist es, das Brand-Community-Potenzial von Fanpages theoretisch fundiert zu prüfen und herauszuarbeiten, welche Faktoren eine solche Gemeinschaftsbildung fördern oder hemmen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, bestehender Studien sowie netnographischer Beobachtungen basiert.
Im Hauptteil werden ein Untersuchungsmodell hergeleitet und die Variablen für die Markenbeziehung, die Community-Marker sowie das psychologische Sense-of-Community-Konzept auf den Kontext von Fanpages übertragen.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Brand Community, Fanpages, Markenbindung, Kundenbeziehung und soziale Interaktion im Web 2.0.
Die Studie zeigt, dass die Interaktion auf Facebook durch die Plattformstruktur eher funktional geprägt ist, was die Herausbildung einer starken "Consciousness of a Kind" oder tiefer moralischer Verpflichtungen erschwert.
Diese Dimension fungiert als Moderator. Da Facebook-Nutzer Teil eines breiten sozialen Netzwerks sind, unterscheidet sich die Mitgliedschaft auf Fanpages grundlegend von isolierten virtuellen Communities, was die Stabilität der Markenbeziehung beeinflusst.
Unternehmen sollten sich nicht auf die reine Fanzahl-Maximierung konzentrieren, sondern Fanpages gezielt durch reziproke Aktivitäten und dedizierten Kundensupport als Räume für echten Austausch fördern, um eine tiefere Markenbindung zu erreichen.
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