Bachelorarbeit, 2011
62 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Die chinesische Stammzellenforschung im Visier westlicher Kritik
3 Historische und forschungspolitische Hintergründe
4 Finanzielle Förderung der Forschung
5 Forschungslandschaft
5.1 Forschungseinrichtungen
5.2 Fachpersonal
6 Derzeitiger Forschungsstand
6.1 Embryonale Stammzellen
6.2 Induzierte pluripotente Stammzellen
6.3 Adulte Stammzellen
7 Marktwirtschaftliche Ausrichtung der Forschung
8 Zum rechtlichen Rahmen der Stammzellforschung
8.1 Wichtige Akteure und deren Regelungsinteressen
8.2 Ein zeitlicher Überblick über erlassene Richtlinien
8.3 Aktuelle Richtlinien und Bestimmungen
8.3.1 Regelung zur Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen
8.3.2 Regelung zur klinischen Anwendung von Stammzellen
8.4 Regelungsdefizite und Ergänzungsbedarf
9 Ethische Aspekte
9.1 Chinesische Ansichten zum Status des Embryos
9.2 Chinas bioethische Arbeit
10 Fazit
11 Glossar
12 Literaturverzeichnis
13 Anhang
13.1 Tabelle: Forschungseinrichtungen
13.2 Richtlinien zur Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen für die VR China
Die Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand und die rechtlichen sowie ethischen Rahmenbedingungen der Stammzellenforschung in der Volksrepublik China, um zu prüfen, ob die westliche Wahrnehmung Chinas als "bioethisches Vakuum" oder "wild east of biology" der Realität entspricht. Dabei stehen insbesondere die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit, staatliche Fördermodelle und die Spannungsfelder zwischen medizinischem Fortschritt und ethischer Regulierung im Fokus.
3 Historische und forschungspolitische Hintergründe
China ist bis zum heutigen Zeitpunkt ein Entwicklungsland. Wissenschaft und Technik sind daher maßgebliche Faktoren, die die Entwicklung eines Landes vor allem in der Zeit der wirtschaftlichen Globalisierung und der internationalen Konkurrenz vorantreiben und positiv beeinflussen können. Das Land China, welches Anfang des letzten Jahrhunderts noch mit ständig wechselnden politischen Machtverhältnissen zu kämpfen hatte, hat es geschafft, im Bereich der wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technologischen Leistungsfähigkeit sich zu einer der aufstrebenden Nationen zu mausern. Für diesen Prozess erwiesen sich staatliche Förderungsprogramme wie beispielsweise der „Plan 863“ von 1986 oder der „Fackelplan“ von 1988 als fundamentale Grundbausteine. Diese und andere Förderungsmaßnahmen ebnen bis zum heutigen Zeitpunkt Chinas Weg, um an den hohen wissenschaftlich-technologischen Standard anderer Industrieländer aufzuschließen.
Dabei kommt der Biotechnologiebranche eine herausragende Bedeutung zu. Das Land der Mitte steht vor der Herausforderung 22 Prozent der Weltbevölkerung zu ernähren und hat weltweit aber nur 7 Prozent zum Anbau zur Verfügung. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Agrargenetik können demzufolge notwendige Antworten auf diese Frage liefern. Nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung ist ein Problem, sondern auch die Bereitstellung von medizinischen Dienstleistungen. Da durch die „Ein-Kind-Politik“ Chinas immer mehr alte und damit auch vermehrt kranke Menschen existieren, wird auch die Frage nach einer umfassenden medizinischen Grundversorgung laut. Die regenerative Medizin, bedingt durch profunde Erkenntnisse aus der Stammzellforschung, bietet daher großes Potenzial, auch diese Herausforderungen zu meistern. Aus den genannten Gründen misst die chinesische Regierung der Biotechnologiebranche einen großen Stellenwert bei. Im Rahmen des „nationalen Plans zur mittel- und langfristigen Entwicklung von Wissenschaft und Technologie“ wurde diese Branche deswegen als eine der chinesischen Schlüsseltechnologien identifiziert. Darunter gewinnt die Stammzellforschung in China immer mehr an Bedeutung, da sie das größte Potenzial zur Heilung von schwerwiegenden Krankheiten verspricht.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung der Stammzellenforschung für die moderne regenerative Medizin dar und thematisiert das westliche Medienbild Chinas als Land der unbegrenzten, ethisch zweifelhaften Forschung.
2 Die chinesische Stammzellenforschung im Visier westlicher Kritik: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die westliche Kritik an chinesischen Forschungsmethoden, insbesondere im Bereich des Klonens und der klinischen Anwendung am Menschen.
3 Historische und forschungspolitische Hintergründe: Der Abschnitt beleuchtet die Rolle staatlicher Förderprogramme bei der Entwicklung der chinesischen Biotechnologie und die historische Einordnung der Stammzellforschung.
4 Finanzielle Förderung der Forschung: Hier werden die staatlichen Investitionen und die Finanzierungsstrukturen durch Ministerien und Forschungsinstitutionen analysiert.
5 Forschungslandschaft: Das Kapitel untersucht die verschiedenen Kategorien von Forschungseinrichtungen und die Rolle des Fachpersonals bei der Gestaltung der Infrastruktur.
6 Derzeitiger Forschungsstand: Hier wird anhand von wissenschaftlichen Publikationen der Fortschritt in den Bereichen embryonale, induzierte pluripotente und adulte Stammzellen dargelegt.
7 Marktwirtschaftliche Ausrichtung der Forschung: Dieser Teil betrachtet die Kommerzialisierung von Stammzellbehandlungen durch private Unternehmen und die Problematik des Stammzelltourismus.
8 Zum rechtlichen Rahmen der Stammzellforschung: Die Arbeit analysiert hier die gesetzlichen Bestimmungen, Richtlinien und deren Durchsetzbarkeit im Vergleich zu internationalen Standards.
9 Ethische Aspekte: Hier werden die chinesischen Sichtweisen zum Embryostatus und die Bemühungen zur Etablierung einer nationalen bioethischen Infrastruktur diskutiert.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Entwicklungsaussichten der chinesischen Stammzellforschung im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Fortschritt und ethischer Regulierung.
Stammzellenforschung, China, Biotechnologie, Ethik, regenerative Medizin, Stammzelltourismus, embryonale Stammzellen, induzierte pluripotente Stammzellen, Bioethik, Richtlinien, Forschungspolitik, klinische Anwendung, Klonen, Medizintechnik, Infrastruktur
Die Arbeit analysiert den aktuellen Status der Stammzellenforschung in China unter Berücksichtigung wissenschaftlicher, rechtlicher und ethischer Aspekte.
Zu den Schwerpunkten zählen die Forschungslandschaft, staatliche Förderstrategien, die Kommerzialisierung durch Unternehmen und die bioethische Debatte über den Status des Embryos.
Die Arbeit untersucht, ob das westliche Medienbild Chinas als "Wild East" der Biologie gerechtfertigt ist oder ob sich das Land in einem regulierten Entwicklungsprozess befindet.
Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme, die auf der Analyse wissenschaftlicher Publikationen, rechtlicher Richtlinien und existierender Studien sowie Expertenberichten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Infrastrukturen, Forschungserfolgen, wirtschaftlichen Interessen und den rechtlichen Rahmenbedingungen, inklusive der Rolle ethischer Komitees.
Zentrale Begriffe sind Stammzellenforschung, Bioethik, regenerative Medizin, Rechtssicherheit, Volksrepublik China und Forschungsregulierung.
Die "4 No's" stellten die erste offizielle Stammzellpolitik dar, welche reproduktive Klonungsexperimente explizit verboten hat.
China gilt als ein bevorzugtes Ziel für Patienten aus der ganzen Welt, die sich ungeprüfte Stammzellbehandlungen unterziehen, was aufgrund mangelnder Sicherheitsstandards und klinischer Belege kritisch betrachtet wird.
Obwohl China weniger restriktiv als Deutschland ist, gleichen sich die Richtlinien in vielen Bereichen den britischen Standards an, wobei ein wesentlicher Unterschied in der rechtlichen Verbindlichkeit und Sanktionierung besteht.
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