Bachelorarbeit, 2013
60 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Das Alter, Sexualität und Alterssexualität
2.2 Liebe und Partnerschaft im Alter
2.3 Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstbestimmung
2.4 Fragestellung
3 Literaturrecherche
3.1 Datenbanken
3.2 Schlagwörter
3.3 Ein- und Ausschlusskriterien
4 Ergebnisse
4.1 Liebe, Partnerschaft und Sexualität im Alter
4.1.1 Sexualität im Alter
4.1.2 Sexuelle Aktivität über die Lebensspanne
4.1.3 Sexuelles Verlangen über die Lebensspanne
4.1.4 Einfluss von Alter, biologische und psychosoziale Faktoren
4.2 Einstellungen zur Sexualität im Alter(-sheim)
4.2.1 Einstellungen und Wissen in Langzeitpflegeeinrichtungen
4.2.2 Einstellungen zur Sexualität in Pflegeheimen
4.2.3 Einstellungen zur Sexualität in Wohn- und Altersheimen
4.3 Auswirkungen von Sexualität und Ehe auf die Gesundheit
4.3.1 Gesundheit und Dimensionen der Sexualität im Alter
4.3.2 Zusammenhang zwischen Familienstand und Mortalität
4.3.3 Lebensqualität im Alter
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung
5.2 Methodische Einschränkungen und Empfehlungen
5.3 Implikationen für zukünftige Forschung
6 Pressemitteilung
7 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität im Alter sowie deren gesundheitliche Auswirkungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der bislang wenig beleuchteten Rolle der Selbstbestimmung innerhalb von Pflegeeinrichtungen und der Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede im Erleben dieser Dimensionen.
4.1.1 Sexualität im Alter
Gott & Hinchliff gingen 2003 in ihrer Studie, anhand von qualitativer und quantitativ erhobener Daten, der Frage nach wie Sexualität im mittleren Alter und späteren Leben priorisiert wird. Den Hintergrund dazu stellte die Annahme, dass stereotype Vorstellungen eines asexuellen Alters allgegenwärtig sind. Diese beeinflussen nicht nur die Darstellung des späteren Lebens, sondern auch die empirische Forschung und politische Agenden. Das Ziel dieser Studie sollte sein, die Stimmen älterer Menschen selbst zu erfassen, um Perspektiven in Bezug auf die Rolle und die Bedeutung von Sexualität im späteren Leben aufzuzeigen.
Die Stichprobe umfasste während der semi-strukturierten Interviews 69 Personen. Jeweils ca. 10 Männer und Frauen aus drei Altersgruppen: 30 - 49, 50 - 69 und >70 Jahren wurden aus der Patientenliste einer Chirurgischen Praxis in Sheffield, Nord England rekrutiert. Alle hatten zuvor die Quality of Life Questionaires (WHOQOL-100 und WHOQOL Important Scale) Fragebögen zur Erfassung der Lebensqualität, durchgeführt. Der Focus dieser Studie lag schließlich bei 44 heterosexuellen Teinehmerinnen und Teilnehmern, davon 21 Männer und 23 Frauen zwischen 50 - 92 Jahren. Unterschieden wurde der materielle Status zwischen Alleinstehend, Single, Verheiratet und Geschieden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und die steigende Bedeutung von Lebensqualität und Selbstbestimmung im Alter.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Alter und Alterssexualität und setzt diese in den Kontext von Gesundheit und Wohlbefinden.
3 Literaturrecherche: Hier wird das methodische Vorgehen bei der systematischen Literaturrecherche beschrieben, einschließlich Datenbanken und Auswahlkriterien.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die zentralen Forschungsergebnisse zu Sexualität im Alter, deren gesundheitliche Korrelate und die Einstellungen in Pflegeeinrichtungen.
5 Diskussion: Der Diskussionsteil synthetisiert die Ergebnisse, reflektiert methodische Einschränkungen und formuliert Implikationen für die zukünftige Forschung.
6 Pressemitteilung: Eine beispielhafte Pressemitteilung illustriert die Problematik anhand eines Fallbeispiels und appelliert an eine tolerantere Pflegekultur.
Alterssexualität, Partnerschaft, Lebensqualität, Gesundheit, Selbstbestimmung, Pflegeheime, Sexualität im Alter, Demografischer Wandel, Salutogenese, Altersbilder, Soziale Bindung, Mortalität, Pflegewissenschaft, Beziehungsstatus, Gerontologie
Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen Forschungsstand zur Bedeutung von Liebe, Partnerschaft und Sexualität für die Lebensqualität und Gesundheit älterer Menschen, insbesondere in stationären Pflegeeinrichtungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den gesundheitlichen Auswirkungen sexueller Aktivität, den Einstellungen von Pflegepersonal gegenüber der Sexualität Älterer und der Rolle der Selbstbestimmung.
Das Ziel ist es, den Forschungsstand zu strukturieren und auf Basis der Ergebnisse Hypothesen für eine zukünftige, praxisnahe Altersforschung abzuleiten.
Die Arbeit ist als Literaturarbeit konzipiert, welche eine systematische Evaluierung bestehender empirischer Studien durchführt.
Behandelt werden Themen wie sexuelle Aktivität und Verlangen über die Lebensspanne, die Einstellung von Pflegekräften und Bewohnern sowie der Zusammenhang von Ehe/Partnerschaft und Mortalität.
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Alterssexualität, Selbstbestimmung, Lebensqualität, Salutogenese und Pflegeheimstrukturen.
Die Arbeit stellt heraus, dass restriktive Regeln, Vorurteile des Personals und mangelnde Privatsphäre die Autonomie älterer Menschen in Bezug auf ihre Sexualität häufig unterbinden.
Der Beziehungsstatus erweist sich als bedeutender Prädiktor: Partnerschaften korrelieren mit höherer Lebensqualität und, wie bei Bypass-Patienten gezeigt, mit einer geringeren Mortalitätsrate.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Sexualität ein lebenslanges Bedürfnis ist, das keinesfalls mit einem bestimmten chronologischen Alter endet, sondern durch individuelle und soziale Faktoren bestimmt wird.
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