Masterarbeit, 2012
170 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 Das Selbstkonzept im Kontext der Persönlichkeit
2.1.1 Die Strukturierung des Selbstkonzepts
2.1.2 Theoretische Ansätze
2.1.3 Entwicklungspsychologische Aspekte
2.1.4 Das Selbstkonzept im Kontext der Adoleszenz
2.2 Das menschliche Ohr und dessen Beeinträchtigungen
2.2.1 Anatomie und Physiologie des menschlichen Hörorgans
2.2.2 Das Sujet der Hörbeeinträchtigung
2.2.3 Begriffliche Abgrenzungen
2.2.4 Einteilung von Hörbeeinträchtigungen
2.2.5 Auswirkungen von Hörbeeinträchtigungen
2.2.6 Fördermöglichkeiten auf der medizinisch-technischen Ebene
2.2.7 Kommunikation mit dem Kind mit Hörbeeinträchtigung
2.3 Beschulungsformen von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Hören
2.3.1 Etymologischer Hintergrund der Begrifflichkeiten Integration und Separation
2.3.2 Sonderpädagogische Sichtweise auf den Integrationsbegriff
2.3.3 Die schulische Integration von Menschen mit Hörbeeinträchtigung in ihrer historischen Entwicklung
2.3.4 Von der Integration zur Inklusion
2.3.5 Modelle der schulischen Integration von Kindern mit einer Hörbeeinträchtigung in Deutschland
2.3.6 Förderzentrum - begriffliche Bestimmung und Aufgabenbeschreibung
2.3.7 Voraussetzungen für die schulische Integration von Personen mit Hörbeeinträchtigung
2.3.8 Vor- und Nachteile der schulischen Integration von Personen mit Hörbeeinträchtigung
2.4 Stand der gegenwärtigen Forschung
2.5 Forschungsanliegen und Thesen der vorliegenden Studie
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 Ansätze der quantitativen Sozialforschung
3.2 Anforderungen an Studien der quantitativen Sozialforschung
3.3 Grundkonzeption der empirischen Studie
4 ERGEBNISSE
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Zusammenfassende Betrachtung
5 DISKUSSION
5.1 Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der empirischen
5.2 Methodenkritische Betrachtung
6 FAZIT
7 LITERATUR
Die Arbeit untersucht, inwieweit unterschiedliche Beschulungssituationen (Förderschule versus Regelschule) von Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigung deren Selbstkonzept beeinflussen, um Erkenntnisse über das psychosoziale Empfinden dieser Klientel zu gewinnen.
Die Bedeutung der frühkindlichen Beziehungserfahrung
Die Entstehung eines (positiven) Selbstkonzepts und darüber hinaus die Entwicklung von Lebenszufriedenheit und Lebensqualität werden unter anderem maßgeblich durch frühkindliche Beziehungserfahrungen und ein sicheres Bindungsmuster beeinflusst. Fonagy, Gergely, Jurist & Target (2004, S. 45) messen Interaktionen mit verlässlichen, das Kind unterstützenden Bezugspersonen eine maßgebliche Bedeutung für die Entwicklung des Selbst zu. Die dadurch entstehende sichere Bindungsqualität ist förderlich für soziale, an der Selbstorganisation eines Kindes beteiligte, Reflexionsfähigkeit und soziales Verstehen begünstigende Prozesse.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die UN-Behindertenrechtskonvention und die daraus resultierende Notwendigkeit, Kinder mit Hörbeeinträchtigung integrativ zu beschulen, während die persönlichen Beweggründe der Verfasserinnen die Relevanz der Thematik für die psychische Entwicklung unterstreichen.
2 THEORETISCHER TEIL: Dieser Teil legt die psychologischen Grundlagen des Selbstkonzepts dar, erläutert die Anatomie des Hörorgans sowie die medizinischen und technischen Aspekte von Hörbeeinträchtigungen und diskutiert die verschiedenen Beschulungsformen im Kontext der aktuellen Inklusionsdebatte.
3 EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil beschreibt das methodische Vorgehen der Studie, inklusive der Konzeption der Fragebögen und der Beschreibung der Stichprobe, um die Grundlage für die quantitative Analyse zu schaffen.
4 ERGEBNISSE: Hier werden die durch die Befragung gewonnenen Daten deskriptiv dargestellt, wobei insbesondere Zusammenhänge zwischen Schulform, Grad der Hörbeeinträchtigung und dem Selbstkonzept der Probanden untersucht werden.
5 DISKUSSION: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Studie interpretiert, kritisch hinterfragt und in den Kontext bestehender Forschungsergebnisse eingeordnet, wobei auch methodische Limitationen aufgezeigt werden.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus praxisrelevante Empfehlungen für Pädagogen und Eltern im Umgang mit hörbeeinträchtigten Kindern ab.
Selbstkonzept, Hörbeeinträchtigung, Integration, Inklusion, Regelschule, Förderschule, Adoleszenz, psychosoziale Entwicklung, Lautsprache, Gebärdensprache, Audiometrie, Bindungstheorie, quantitative Sozialforschung, Cochlea-Implantat, Beschulung.
Die Masterarbeit analysiert das Selbstkonzept von Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigung und untersucht, ob und wie unterschiedliche Beschulungsformen (Förderschule vs. Regelschule) die psychosoziale Entwicklung und das Selbstbild der Schüler prägen.
Die zentralen Themen sind das psychologische Konstrukt des Selbstkonzepts, die medizinisch-technischen Aspekte der Hörschädigung sowie die schulpolitischen und pädagogischen Rahmenbedingungen der Integration in Deutschland.
Es wird untersucht, in welchem Ausmaß die unterschiedlichen kommunikativen und institutionellen Bedingungslagen von integrativ beschulten Jugendlichen im Vergleich zu Förderschülern das jeweilige Selbstkonzept beeinflussen und ihr Denken sowie Handeln prägen.
Die Studie nutzt einen quantitativen Forschungsansatz. Mittels schriftlicher Befragung (Schüler- und Elternfragebögen) wurden Daten erhoben, die anschließend mittels SPSS statistisch ausgewertet wurden.
Der theoretische Hauptteil befasst sich mit der psychologischen Entwicklung des Selbstkonzepts in der Adoleszenz, den physiologischen Grundlagen des Hörens, den verschiedenen Kommunikationsformen (z.B. Gebärdensprache) und dem rechtlichen sowie organisatorischen Rahmen der schulischen Integration.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Selbstkonzept, Hörbeeinträchtigung, Integration, Inklusion, Regelschule, Adoleszenz und psychosoziale Entwicklung.
Die Untersuchung konnte aufzeigen, dass männliche Jugendliche ein positiver ausgeprägtes Selbstkonzept (insbesondere auf der Subskala "Ich-Stärke") aufweisen als die weibliche Stichprobe, was mit früheren Befunden aus der Fachliteratur korrespondiert.
Die Daten deuten darauf hin, dass das Auftreten einer Hörbeeinträchtigung bei weiteren Familienmitgliedern mit einem selbstbewussteren Umgang des Kindes mit der eigenen Beeinträchtigung korreliert.
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