Bachelorarbeit, 2013
78 Seiten, Note: 2,3
1 EINLEITUNG
2 DIE FINANZMARKTKRISE – EINE ÜBERSICHT
2.1 VON DER SUBPRIMEKRISE ZUR WIRTSCHAFTSKRISE
2.2 ENTWICKLUNG IN EUROPA UND DIE AUSWIRKUNG DER KRISE
3 ENTWICKLUNG DER HANDELSVOLUMINA AN DEN FINANZMÄRKTEN
4 EINE GENERELLE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER
4.1 DAS KONZEPT EINER TRANSAKTIONSSTEUER VON JAMES TOBIN
4.2 ERFAHRUNG ANDERER LÄNDER MIT EINER TRANSAKTIONSSTEUER
4.2.1 SCHWEDEN
4.2.2 GROßBRITANNIEN
5 EINE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER AUF EU-EBENE
5.1 EINFÜHRUNG DURCH VERSTÄRKTE ZUSAMMENARBEIT
5.2 AUSGESTALTUNGSVORSCHLAG DER EU-KOMMISSION
5.3 DIE ZIELE EINER FINANZTRANSAKTIONSSTEUER
5.3.1 EINDÄMMUNG VON FINANZTRANSAKTIONEN UND STÄRKUNG DER FINANZMARKTSTABILITÄT
5.3.2 ANGEMESSENE STEUERLICHE BETEILIGUNG DES FINANZSEKTORS
5.4 AUFKOMMENSPOTENZIAL EINER FINANZTRANSAKTIONSSTEUER
5.5 AUSWIRKUNG AUF DIE LIQUIDITÄT UND VOLATILITÄT IN DEN FINANZMÄRKTEN
6 BANKENABGABE - EINE ALTERNATIVE ZUR FINANZTRANSAKTIONSSTEUER?
7 FAZIT
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die Präventivfunktion einer Finanztransaktionssteuer zur Vermeidung künftiger Finanzmarktkrisen und untersucht kritisch, inwieweit dieses Instrument die in es gesetzten Erwartungen hinsichtlich Marktstabilisierung und fiskalischer Gerechtigkeit erfüllen kann.
4.1 DAS KONZEPT EINER TRANSAKTIONSSTEUER VON JAMES TOBIN
Im Zuge der Finanzkrise erlangte die Überlegung der Einführung einer Finanztransaktionssteuer neue Bedeutung. Die EU-Kommission legte diesbezüglich einen Vorschlag vor, dessen Grundidee auf James Tobin zurückzuführen ist. In Bezug auf die Devisenmärkte publizierte Tobin 1974 nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems einen ersten Vorschlag einer international einheitlichen einprozentigen Besteuerung von Devisentransaktionen, welche jedoch in einer Zeit von Optimismus und Vertrauen in flexible Wechselkurse dem Zeitgeist widersprach. Die Basis seiner Argumentation für eine Transaktionssteuer ist, dass viele Geldmarkttransaktionen rein spekulativer Natur sind, die lediglich eine Neuverteilung von vorhandenen finanziellen Vermögenswerten ohne positive Auswirkung auf die Realwirtschaft darstellen und die Wechselkursvolatilität erhöhen, was sich negativ auswirken könne. Tobin greift damit den Grundgedanken von Keynes auf, der einen Vergleich des Wertpapierhandels an der Wall Street – unter der Prämisse der Spekulation – mit einem Spielkasino zieht und zu der Folgerung kommt, „(...) daß Spielkasinos im öffentlichen Interesse unzugänglich und kostspielig sein sollten, und das gleiche (..) vielleicht für Wertpapierbörsen (gilt).“ Durch die Anhebung der Transaktionskosten wollte Keynes die Instabilitäten der inländischen Börsen reduzieren.
Tobin sah in einer Devisentransaktionssteuer die Möglichkeit, Spekulationen zu begrenzen und die Wirksamkeit der makroökonomischen Politik und die Autonomie der Währungspolitik zu bewahren. Außerdem sollte eine Verringerung der Wechselkursvolatilität stattfinden.
1 EINLEITUNG: Hinführung zur Problematik der Finanzmarktkrisen und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Analyse einer Finanztransaktionssteuer.
2 DIE FINANZMARKTKRISE – EINE ÜBERSICHT: Darstellung der Ursachen und des Werdegangs der globalen Krise sowie deren spezifische Auswirkungen in Europa.
3 ENTWICKLUNG DER HANDELSVOLUMINA AN DEN FINANZMÄRKTEN: Analyse der massiven Zunahme von Finanztransaktionen und deren Entwicklung im Verhältnis zur Realwirtschaft.
4 EINE GENERELLE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER: Vorstellung des Tobin-Konzepts sowie Auswertung historischer Länderbeispiele wie Schweden und Großbritannien.
5 EINE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER AUF EU-EBENE: Detaillierte Untersuchung des EU-Kommissionsvorschlags, seiner Ziele, des Aufkommenspotenzials und der Auswirkungen auf Marktvariablen.
6 BANKENABGABE - EINE ALTERNATIVE ZUR FINANZTRANSAKTIONSSTEUER?: Analyse der deutschen Bankenabgabe als alternatives Instrument zur Krisenbewältigung und deren Eignung.
7 FAZIT: Kritische Zusammenführung der Erkenntnisse und Beantwortung der Forschungsfrage zur Eignung der Steuer als Krisenpräventionsinstrument.
Finanztransaktionssteuer, Finanzmarktkrise, Tobin-Steuer, Marktstabilität, Volatilität, Finanzsektor, Bankenabgabe, Spekulation, EU-Kommission, Liquidität, Handelsvolumina, Marktversagen, Regulierungsmaßnahmen, Staatsschulden, Derivatehandel
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Auswirkungen einer Finanztransaktionssteuer als ordnungspolitisches Instrument zur Verhinderung künftiger Krisen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Analyse der Entstehung von Finanzkrisen, das Konzept nach James Tobin, die EU-weiten Umsetzungspläne sowie ein Vergleich mit der Bankenabgabe.
Das Ziel ist die kritische Analyse der der Finanztransaktionssteuer zugedachten Präventivfunktion zur Vermeidung von Finanzmarktkrisen auf Basis vorhandener Publikationen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die bestehende Studien, Daten der EU-Kommission und empirische Ländererfahrungen zusammenfassend auswertet.
Im Hauptteil stehen das Tobin-Konzept, Erfahrungen aus Schweden und Großbritannien, der EU-Vorschlag zur Finanztransaktionssteuer sowie eine Analyse der Auswirkungen auf Volatilität und Liquidität.
Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie Finanztransaktionssteuer, Marktstabilität, Volatilität, Spekulation und regulatorische Finanzmarktinterventionen.
Der Autor warnt, dass eine pauschale Besteuerung die notwendige Liquiditätsbereitstellung durch Market Maker stören könnte, weshalb Ausnahmeregelungen für sinnvoll erachtet werden.
Nach Ansicht des Autors bietet die Bankenabgabe zwar eine finanzielle Beteiligung des Sektors, entfaltet jedoch keine vergleichbare Lenkungs- oder Stabilitätswirkung auf den Transaktionshandel.
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