Diplomarbeit, 2004
48 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Gesundheit
2.2 Betriebliche Gesundheitsförderung
2.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.4 Personalpolitik
3 Externe Grundlagen
3.1 Arbeitssicherheitsgesetz
3.2 Die Ottawa-Charta der World Health Organization (WHO)
3.3 Arbeitsschutzgesetz
3.4 Die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung
4 Bedeutung und Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.1 Investition in das Humankapital
4.2 Senkung von Kosten (ökonomische Bedeutung)
5 Betriebliches Gesundheitsmanagement – Reaktion auf den Wandel
5.1 Veränderte Belastungsfaktoren
5.1.1 Materiell-umweltbedingte Belastungen
5.1.2 Emotionale Belastungen
5.1.3 Soziale Belastungen
5.2 Gesundheit im Wertesystem von Mitarbeitern
5.3 Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis von Gesundheit
6 Instrumente des Gesundheitsmanagements
6.1 Prävention
6.1.1 Verhaltensprävention
6.1.1.1 Allgemein
6.1.1.2 Suchtprävention
6.1.2 Verhältnisprävention
6.1.2.1 Wesen und Ziele
6.1.2.2 Gegenstände und Strategien der Arbeitsgestaltung
6.2 Gesundheitsförderung
6.2.1 Diagnose des Gesundheitszustandes
6.2.1.1 Gesundheitsbericht
6.2.1.2 Mitarbeiterbefragungen
6.2.1.3 Gesundheitszirkel
6.2.2 Gesundheitsförderungsprogramme
6.2.2.1 Bewegungsmanagement
6.2.2.2 Rückenschulen
6.2.2.3 Ernährungsmanagement
6.2.2.4 Stressmanagement
7 Erfolgsfaktoren des betrieblichen Gesundheitsmanagements
7.1 Leitbild und Führungsgrundsätze
7.2 Führungsverhalten
7.3 Unternehmenskultur
7.4 Partizipation
7.5 Volle Integration in betriebliche Routinen
8 Abschließende Beurteilung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Maßnahmen und Instrumente eines betrieblichen Gesundheitsmanagements zu analysieren und deren Einfluss auf betriebliche Zielgrößen zu evaluieren. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch Prävention und Gesundheitsförderung die Arbeitsfähigkeit erhalten und ein Unternehmenserfolg nachhaltig gesichert werden kann.
4.1 Investition in das Humankapital
Betriebliches Humankapital und individuelles Humanvermögen werden durch das Potenzial gebildet, das Menschen bei der Arbeitsausführung nutzen können. Es setzt sich u. a. zusammen aus Profession, Kompetenz, Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Eigenantrieb, Loyalität und Lernfähigkeit. Der Wert des betrieblichen Humankapitals korreliert zur Summe aller individuellen Humanvermögen der Mitarbeiter eines Betriebes und der Bindung der Mitarbeiter an den Betrieb. Dieser Wert wird unter anderem durch das Aufsummieren der Nutzung der individuellen Humanvermögen der Mitarbeiter gebildet.27
Der Nutzen, der aus den individuellen Humanvermögen der Mitarbeiter gezogen werden kann, ist abhängig von der Kompetenz der Mitarbeiter und von dem Umfang, in dem diese Kompetenzen auf einen aktuellen und zukünftigen Bedarf treffen. Entscheidend ist allerdings der Umfang, in dem die Mitarbeiter auch bereit und fähig sind, ihre Kompetenzen dauerhaft in die Unternehmen einzubringen. Entscheidend für die Höhe des Humankapitals ist neben der Leistungsfähigkeit, die direkt durch konkrete Beeinflussung der physischen und psychischen Verfassung (z.B. Fitness, bessere Ernährung) verbessert wird, die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und deren Loyalität und Bindung an das Unternehmen28.
Eine strategische Investition in das Humankapital zielt dementsprechend auf eine Verbesserung verschiedener, nicht monetärer (indirekter oder weicher) Nutzenindikatoren für den Erfolg des Betriebes ab:
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende gesellschaftliche Relevanz von Gesundheit und formuliert die Zielsetzung der Arbeit, Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements aufzuzeigen.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gesundheit, betriebliche Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement, um eine einheitliche Grundlage zu schaffen.
3 Externe Grundlagen: Hier werden die gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen, wie das Arbeitssicherheitsgesetz und die Ottawa-Charta, als Wurzeln des modernen Gesundheitsmanagements erläutert.
4 Bedeutung und Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Dieses Kapitel unterstreicht die ökonomische Notwendigkeit, Gesundheit als Investition in das Humankapital zu begreifen, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
5 Betriebliches Gesundheitsmanagement – Reaktion auf den Wandel: Es wird analysiert, wie sich Belastungsfaktoren von physisch hin zu psychisch-sozialen Aspekten verschoben haben und wie das Gesundheitsmanagement darauf reagiert.
6 Instrumente des Gesundheitsmanagements: Dieses Kapitel stellt detailliert praktische Methoden vor, unterteilt in Prävention (Verhalten/Verhältnis) und Gesundheitsförderung, inklusive Diagnoseverfahren.
7 Erfolgsfaktoren des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Hier werden zentrale Erfolgsfaktoren wie Führungsverhalten, Unternehmenskultur und Partizipation zur Sicherung der Nachhaltigkeit identifiziert.
8 Abschließende Beurteilung: Das Fazit fasst zusammen, dass betriebliches Gesundheitsmanagement eine strategische Führungsaufgabe zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs darstellt.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Humankapital, Gesundheitsförderung, Prävention, Arbeitspsychologie, Suchtprävention, Gesundheitszirkel, Arbeitssicherheit, Unternehmensführung, Mitarbeiterbindung, Leistungsfähigkeit, Belastungsfaktoren, Salutogenese, Unternehmenskultur, Partizipation
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements als strategisches Instrument in Unternehmen.
Zu den Kernbereichen zählen die gesetzlichen Grundlagen, die betriebswirtschaftliche Bedeutung von Gesundheit, der Umgang mit psychischen Belastungen sowie Instrumente der Prävention und Förderung.
Das Hauptziel ist es, darzulegen, wie durch systematisches Gesundheitsmanagement die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender arbeitswissenschaftlicher sowie betriebswirtschaftlicher Konzepte zur Gesundheitsprävention.
Der Hauptteil widmet sich der Diagnose des Gesundheitszustandes, der Abgrenzung von Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie der Identifikation von Erfolgsfaktoren für die praktische Umsetzung.
Wichtige Fachbegriffe sind Humankapital, Salutogenese, Stressmanagement, Gesundheitszirkel, Partizipation und eine ganzheitliche Unternehmenskultur.
Das Konzept verdeutlicht, dass die Gesundheit der Mitarbeiter kein reiner Kostenfaktor ist, sondern eine Investition, die über die langfristige Innovationskraft und Produktivität eines Betriebs entscheidet.
Die Arbeit betont, dass Mitarbeiter als Experten in eigener Sache in den Prozess der Diagnose und Lösungsfindung einbezogen werden müssen, um eine hohe Identifikation und Wirksamkeit der Maßnahmen zu gewährleisten.
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