Forschungsarbeit, 2012
64 Seiten, Note: 1
1. Einleitung und Problembegegnung
2. Theorie zu Schicht und/oder Klassengesellschaft
2.1 Einleitung
2.2 Definition von Schicht, Milieu und sozialer Klasse
2.2.1 Milieu
2.2.2 Milieubegriff in der Soziologie
2.2.2.1 Milieu „inneres“
2.2.2.2 Milieu „äußeres“
2.2.3 Soziale Klasse
2.2.4 Soziale Schicht
2.3 Resümee
3. Berufsbildende höhere Schulen in Österreich
3.1 Einleitung
3.2.3 Berufsbildende höhere Schulen in Österreich
3.2.3.1 Höhere technische Bundeslehranstalten
3.3 Resümee
4. Methode
4.1 Einleitung
4.2 Hypothesenbildung
4.3 Versuchsplanung
4.4 Indikatoren bei der Messung des sozialen Status
4.4.1 Allgemeine formale Gütekriterien
4.4.1.1 Objektivität
4.4.1.2 Reliabilität
4.4.1.3 Validität
4.4.2 Skalenniveaus
4.4.2.1 Nominalskalenniveau
4.4.2.2 Ordinal- oder Rangskala
4.4.2.3 Intervallskala
4.4.2.4 Verhältnisskala
4.5 Auswahl des Erhebungsbogens
4.6 Ausführung des BRSS
4.7 Schichteinteilung im BRSS
4.8 Anleitung zur Berechnung des Index für den BRSS
4.9 Punktwertetabelle für die Auswertung des BRSS
4.10 Kriterien zur Festlegung der statistischen Methode
4.11 Organisatorische Formalitäten
4.12 Resümee
5. Evaluation
5.1 Einleitung
5.2 Erhebungsdurchführung
5.3 Stichprobenumfang
5.4 Normalverteilung
5.5 Haupttest
5.5.1 Statistische Auswertung
5.5.2 Erkenntnis
5.5.2.1 Statistische Interpretation
5.5.2.2 Inhaltliche Interpretation
5.6 Resümee
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
8.1 Fragebogen
8.2 Auswertungsbogen
Diese Arbeit untersucht empirisch, ob die Wahl einer bestimmten technischen Fachrichtung (Elektrotechnik, Maschinenbau oder Bautechnik) an einer höheren technischen Lehranstalt (HTL) in Österreich sozialschichtabhängig ist. Ziel ist es, mittels einer standardisierten Fragebogenuntersuchung (BRSS) an 448 Probanden zu prüfen, ob der soziale Status der Eltern einen signifikanten Einfluss auf die Ausbildungswahl der Schüler hat.
4.4.2.3 Intervallskala
Die Intervallskala bezieht sich auf die empirische Relation: „Gleichheit der Differenz“. Von einem Intervallskalenniveau geht man aus, wenn z.B. den Ausprägungsgraden eines Merkmals (z.B. Temperatur, Intelligenz) Zahlen zugeordnet werden, die nicht nur eine Rangfolge zum Ausdruck bringen, sondern auch etwas über die Abstände zwischen den Ausprägungsgraden eines Merkmales aussagen sollen. Gleich große Unterschiede in den gemessenen Ausprägungsgraden eines Merkmales entsprechen dann auch gleich große Unterschiede in den Messwerten. Allerdings hat der Wert Null auf einem Intervallskalenniveau kein sinngemäßes Äquivalent, daher ist die Bildung von Produkten und Quotienten aus Intervalldaten nicht zulässig.
Als Beispiel führt SACHER (1991, S.45) eine Messung des Intelligenzquotienten auf einer Intervallskala an. Schüler A hat einen IQ von 90, Schüler B von 120 und Schüler C von 110. Ein Schüler mit einem IQ von 120 ist laut „Messung“ intelligenter, als einer mit einem Intelligenzquotienten von 110 und dieser ist wiederum intelligenter als einer mit einem IQ von 90. Dies ist zunächst nur eine Information über die Rangreihe hinsichtlich Intelligenz. Zugleich kann aber aus diesen Messergebnissen auch ersehen werden, dass der „gemessene“ Intelligenzquotient von Schüler B zum Schüler C geringer ist, als derjenige vom Schüler A zum Schüler B. Das lässt jedoch die Schlussfolgerung nicht zu, zu behaupten ein Schüler mit einem IQ von 140 ist doppelt so intelligent wie ein anderer mit einem IQ von 70, da Intervalldaten nur über Abstände von Messwerten etwas aussagen, aber nichts über ihre Verhältnisse.
1. Einleitung und Problembegegnung: Vorstellung der Forschungsfrage zur sozialen Abhängigkeit bei der Wahl technischer Fachrichtungen und Begründung der Relevanz dieser Untersuchung.
2. Theorie zu Schicht und/oder Klassengesellschaft: Darstellung soziologischer Definitionen von Schicht, Klasse und Milieu sowie deren Bedeutung für das Verständnis sozialer Hierarchien.
3. Berufsbildende höhere Schulen in Österreich: Erläuterung der Struktur und Typenvielfalt der BHS, mit speziellem Fokus auf die Zielsetzungen und Fachrichtungen der HTBLA.
4. Methode: Detaillierte Planung des Forschungsdesigns, inklusive Hypothesenbildung, Auswahl des BRSS-Messinstruments und Beschreibung der statistischen Analyseverfahren.
5. Evaluation: Präsentation und statistische Auswertung der erhobenen Daten mittels Varianzanalyse, gefolgt von der inhaltlichen Interpretation der Ergebnisse.
6. Zusammenfassung: Abschließendes Fazit der Arbeit, das die zentralen Ergebnisse der Studie und die statistischen Schlussfolgerungen zusammenfasst.
Sozialschicht, HTL, Fachrichtungswahl, Bildungsforschung, BRSS, Soziale Ungleichheit, Varianzanalyse, Berufsprestige, Bildungsverhalten, Schichtungstheorie, Sozioökonomischer Status, Statistische Signifikanz, Österreichisches Schulsystem, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht die Hypothese, ob der sozioökonomische Hintergrund von Schülern, definiert durch die soziale Schicht ihrer Eltern, einen signifikanten Einfluss auf die Wahl einer technischen Fachrichtung (Elektrotechnik, Maschinenbau oder Bautechnik) an einer HTL hat.
Die zentralen Felder umfassen die Soziologie der Schichtungsmodelle, die Strukturen des österreichischen berufsbildenden Schulwesens und die Methodik der empirischen Bildungsforschung zur Messung des sozialen Status.
Die Kernfrage ist, ob Schüler in bestimmten Fachrichtungen wie Elektrotechnik einer sozial höhergestellten Schicht angehören als Schüler in den Fachrichtungen Maschinenbau oder Bautechnik.
Es wurde eine empirische Fragebogenuntersuchung (BRSS) durchgeführt, deren Ergebnisse mit einer einfaktoriellen Varianzanalyse statistisch auf Signifikanz geprüft wurden.
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Planung, der Definition des sozialen Status mittels des BRSS-Index, der Durchführung der Datenerhebung an zwei Wiener HTL-Standorten sowie der anschließenden statistischen Evaluation.
Wichtige Begriffe sind Sozialschicht, Fachrichtungswahl, Bildungsverhalten, BRSS-Index, Varianzanalyse und Bildungschancen.
Das BRSS-Verfahren wurde gewählt, da es ein standardisiertes, ökonomisches und für die Bildungsforschung hochrelevantes Instrument darstellt, das auf verschiedene Familiensituationen adaptiert werden kann.
Die statistische Auswertung ergab keinen signifikanten Einfluss der sozialen Schicht auf die Wahl der untersuchten Fachrichtungen; die Unterschiede im Sozialstatus zwischen den Fachrichtungen sind als zufällig einzustufen.
Ja, der Autor wählte spezifische HTL-Standorte in Wien, um die verschiedenen Fachrichtungen abdecken zu können, wobei der Zugang zu den Schulen auf der persönlichen beruflichen Rolle des Autors basierte.
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