Diplomarbeit, 2013
114 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 METHODIK
2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.1.1 Österreich
2.1.1.1 Elektrzitätswirtschafts- und –organisiationsgesetz 2010 – 6/2013
2.1.1.2 ÖVGW G31 und G33
2.1.1.3 Weitere Einflussgrößen
2.1.2 Deutschland
2.1.2.1 Energiewirtschaftsgesetz EnWG
2.1.2.2 Erneuerbare Energien Gesetz EEG
2.1.2.3 Gasnetzentgeltverordnung GasNEV
2.1.2.4 Stromsteuergesetz StromStG
2.1.2.5 DVGW G260 und G262
2.1.2.6 Weitere Einflussgrößen
2.2 Beschreibung der Verwertungspfade
Wasserstoffbasierte Systeme
Methanisierung
Darstellung und Berechnung der Verwertungspfade
2.2.3.1 Verstromung in Brennstoffzelle (Pfad I)
2.2.3.2 Verstromung in Wasserstoffturbine (Pfad II)
2.2.3.3 Verstromung eines H2-Teilstroms im Erdgas BHKW (Pfad III)
2.2.3.4 Öko-SNG BHKW (Pfad IV)
2.2.3.5 SNG-Verkehr (Pfad V)
2.3 Erläuterung der Berechnungen
3 MARKTPARAMETER
3.1 Primäre marktrelevante Einflüsse
Errichtungskosten / Investitionskosten
Strom
3.1.2.1 Strompreis
3.1.2.2 Ausgleichsenergiemarkt
3.1.2.3 Stromvermarktung
3.1.2.4 Stromherkunft
Gas
Veränderung der rechtlichen Situation
Standortdiskussion
3.2 Sekundäre marktrelevante Derivate
Biomethanpreise
Treibstoffpreis
Verantwortungsverteilung (Kosten)
4 BEURTEILUNG DER VERWERTUNGSPFADE
4.1 Technische Beurteilung der Verwertungspfade (Wirkungsgradbasiert)
4.2 Wirtschaftliche Beurteilung der Verwertungspfade
5 SENSITIVITÄTSANALYSEN
5.1 Strompreisszenarien
Szenario 2030a
Szenario 2030b
Szenario 2030c
Szenario 2030d
5.2 Analyse-Ergebnisse
Brennstoffzelle
H2-Beimisch Turbine
H2-Beimisch BHKW
Öko-SNG BHKW
Öko-SNG KFZ
6 ERGEBNISSE UND SCHLUSSFOLGERUNG
Die Arbeit untersucht die Integration von Power-to-Gas-Technologien in bestehende Energieinfrastrukturen durch die Modellierung von fünf praxisnahen Verwertungspfaden. Ziel ist es, die wirtschaftliche Rentabilität dieser Pfade anhand von Strom-Spotmarktpreisen zu analysieren und mittels Sensitivitätsanalysen die Auswirkungen zukünftiger Marktvolatilitäten und Preisänderungen zu bewerten.
2.2.3.1 Verstromung in Brennstoffzelle (Pfad I)
Der kürzeste Pfad, die in Wasserstoff gespeicherte Energie wieder in elektrische Energie zurück zu verwandeln ist der Einsatz als umgekehrte Elektrolyse in einer Brennstoffzelle. Dabei wird von einem lokalen Wasserstoff-Zwischenspeicher ausgegangen, der die Zeit des niedrigen Strompreises überbrückt. Übersteigt der Strompreis eine wirtschaftlich sinnvolle Schwelle, wird der Wasserstoff gemeinsam mit Sauerstoff in einer Brennstoffzelle wieder verstromt. Nachdem die Brennstoffzellenreaktion (siehe Gleichung 2.4) eine exotherme Reaktion ist, fällt hier Wärme als Abwärme an, welche dem Prozess abgeführt werden muss und zur weiteren Verwendung in einem Nahwärmenutzungssystem zur Verfügung steht. Der ideale Wirkungsgrad einer aktuell verfügbaren Brennstoffzelle beträgt bezogen auf den untern Heizwert des Wasserstoff (Hu) η=94 % (bezogen auf Ho, η=83 %) (WBZU, 2008).
Die Berechnung der Stromgrenzpreise für die Betriebsweise von Elektrolyse und Brennstoffzelle ergab bei angestrebter Maximierung des Betriebsergebnisses, dass sich die Betriebsstunden der beiden Einrichtungen jedenfalls nicht überschneiden (siehe Abbildung 9). Aus diesem Grund wurde im zweiten Schritt erwägt, die elektrische Anschlussleistung der Brennstoffzelle jener der Elektrolyse anzugleichen. Damit wird bei diesem Verwertungspfad von der Einheitsgröße von 2 MW bei den anderen Berechnungen abgegangen und eine Elektrolyseeinheit sowohl zur Strom- als auch zur Gasproduktion genutzt.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Energiewirtschaft durch erneuerbare Energien und die damit einhergehende Notwendigkeit von Energiespeichern, wobei Power-to-Gas als vielversprechende Lösung eingeführt wird.
2 METHODIK: In diesem Kapitel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich und Deutschland sowie die technische Konzeption und ökonomische Modellierung der fünf verschiedenen Power-to-Gas-Verwertungspfade erläutert.
3 MARKTPARAMETER: Hier werden die wesentlichen Einflussfaktoren wie Errichtungskosten, Strompreisstrukturen, Ausgleichsenergiemärkte und Standortfaktoren analysiert, welche die Wirtschaftlichkeit der Technologie maßgeblich bestimmen.
4 BEURTEILUNG DER VERWERTUNGSPFADE: Dieses Kapitel vergleicht die untersuchten Pfade auf Basis ihrer technischen Wirkungsgrade und ihrer betriebswirtschaftlichen Potenziale unter heutigen Bedingungen.
5 SENSITIVITÄTSANALYSEN: Hier wird untersucht, wie sich verschiedene Strompreisszenarien für das Jahr 2030 auf die Rentabilität und Betriebsergebnisse der einzelnen Power-to-Gas-Anlagentypen auswirken.
6 ERGEBNISSE UND SCHLUSSFOLGERUNG: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung der Praxistauglichkeit von Power-to-Gas-Anlagen und deren Potenzial als ideale Ergänzung zum erneuerbaren Kraftwerkspark.
Power-to-Gas, Elektrolyse, Methanisierung, Wasserstoff, Synthetisches Methan, Energiespeicher, Energiewende, Strommarkt, Sensitivitätsanalyse, Wirtschaftlichkeit, Wirkungsgrad, Gasnetz, Redispatching, Erneuerbare Energien, Betriebsszenarien
Die Arbeit beschäftigt sich mit der technischen und wirtschaftlichen Bewertung von "Power-to-Gas"-Systemen, bei denen überschüssiger Strom aus erneuerbaren Quellen in Wasserstoff oder synthetisches Methan umgewandelt wird.
Die zentralen Themen umfassen die Systemintegration, die rechtlichen Voraussetzungen in Österreich und Deutschland, die Modellierung spezifischer Energieverwertungspfade und deren ökonomische Analyse unter volatilen Marktbedingungen.
Das Ziel ist es, fünf realitätsnahe Praxisbeispiele für Power-to-Gas zu modellieren und deren wirtschaftliche Sinnhaftigkeit anhand der Strompreise von 2011 sowie prognostizierter Szenarien für 2030 zu bewerten.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus Literaturrecherche, technischer Systembeschreibung sowie eine ökonomische Berechnung mittels Tabellenkalkulation und Solver-Optimierung für Betriebsstunden und Grenzpreise.
Im Hauptteil werden rechtliche Rahmenbedingungen analysiert, fünf verschiedene Verwertungspfade (u.a. Brennstoffzelle, Gas-Turbinen, BHKW) detailliert beschrieben, Investitionskosten erhoben und Sensitivitätsanalysen für verschiedene Strompreisszenarien durchgeführt.
Wichtige Begriffe sind Power-to-Gas, Elektrolyse, Methanisierung, Wasserstoffwirtschaft, Erneuerbare Energien, Netzentgelte, Wirtschaftlichkeitsanalyse und Strommarktvolatilität.
Das Redispatching ist für Netzbetreiber notwendig, um Überlastungen im Stromnetz zu beheben. Power-to-Gas-Anlagen können hier als flexible Einheiten eingesetzt werden, um Engpässe zu vermeiden und so Kosten für Netzbetreiber zu senken.
Höhere Volatilität begünstigt tendenziell die Betriebsergebnisse vieler Power-to-Gas-Pfade, da die Anlagen gezielt in Phasen niedriger Strompreise produzieren und in Hochpreisphasen verwerten können, was die Rentabilität erhöht.
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