Bachelorarbeit, 2010
38 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Entstehung
3 Inhalt
3.1 Erstes Kapitel
3.2 Zweites Kapitel
3.3 Drittes Kapitel
3.4 Viertes Kapitel
3.5 Fünftes Kapitel
3.6 Sechstes Kapitel
3.7 Siebtes Kapitel
3.9 Neuntes Kapitel
4 Künstlerproblematik
4.1 Zum ersten Kapitel
4.2 Zum zweiten Kapitel
4.3 Zum dritten Kapitel
4.4 Zum vierten Kapitel
4.5 Zum fünften Kapitel
4.6 Zum sechsten Kapitel
4.7 Zum siebten Kapitel
4.8 Zum achten Kapitel
4.9 Zum neunten Kapitel
5 Schlussbetrachtung
6 Bibliographie
6.1 Primärliteratur
6.2 Sekundärliteratur
Die vorliegende Arbeit untersucht Thomas Manns Erzählung "Tonio Kröger" im Hinblick auf die darin zentrale Künstlerproblematik, die aus der Herkunft des Protagonisten und den daraus resultierenden Spannungen zwischen bürgerlicher Lebenswelt und künstlerischer Existenz erwächst. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identitätsfindung Tonio Krögers als Sohn eines norddeutschen Vaters und einer südländischen Mutter sowie auf die Verarbeitung dieses Konflikts in seinem Leben und Schaffen.
4.4 Zum vierten Kapitel
Das vierte Kapitel ist ein Gespräch zwischen Tonio Kröger und seiner guten Freundin Lisaweta Iwanowna. Thomas Mann hat für diesen Teil der Erzählung die meiste Zeit gebraucht. Er schrieb das Werk sehr langsam und besonders das Mittelstück, mit der erfundenen russischen Freundin Lisaweta, kostete ihn Monate. Auch die Länge des Kapitels zeigt die Wichtigkeit dieses Abschnittes. „Fast ein Viertel der Novelle nimmt das Gespräch Tonios mit der Malerin Lisaweta Iwanowna, der mütterlichen Freundin, in ihrem Atelier ein.“ Es ist kein Dialog, den der Künstler mit seiner Freundin führt sondern eher ein Monolog, bei dem er seine Ansichten zu seinem Künstlertum offen legt, die Freundin macht nur Zwischenbemerkungen.
Das Kapitel fängt damit an, dass Tonio bei seiner Freundin Lisaweta Iwanowna zu Besuch ist. Sie bittet ihn ohne großes Gewese hereinzukommen. Es zeigt sich, dass seine Freundin um seine gute Kinderstube weiß, aber keinen so großen Wert darauf legt, denn sie kennt ihn ganz gut und er muss sich bei ihr nicht verstellen. Lisaweta ist Malerin und Tonio betritt ihr Atelier. Das Ganze spielt sich in München im Frühling ab, die Vögel zwitschern und es ist herrliches Wetter. Das Atelier der Malerin ist eine Mischung aus Kunst und Natur. Alle Eindrücke der Natur lassen sich im Zimmer finden, genauso wie die Gerüche von Farbe und anderen Chemikalien, die eine Malerin benötigt. Es ist eine Mischung in der die Künstlerin gut voranzukommen scheint.
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Entstehung des Werkes und stellt die zentrale Künstlerproblematik sowie die familiäre Herkunft des Protagonisten Tonio Kröger vor.
2 Entstehung: Das Kapitel beschreibt den langwierigen Entstehungsprozess der Erzählung, die zwischen 1899 und 1903 entstand und stark von Thomas Manns persönlichen Erfahrungen und Reisen beeinflusst war.
3 Inhalt: Die Unterkapitel 3.1 bis 3.9 bieten eine detaillierte, chronologische Nacherzählung des Handlungsverlaufs von Tonio Krögers Jugend im Norden bis zu seinem reifen Künstlertum und seiner Selbsterkenntnis.
4 Künstlerproblematik: Dieser Hauptteil analysiert kapitelweise die innere Zerrissenheit des Protagonisten zwischen seiner Sehnsucht nach dem bürgerlich-normalen Leben und seiner Identität als Künstler.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und betont die literarische Bedeutung der Erzählung sowie die autobiografischen Parallelen zu Thomas Mann.
6 Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit verwendete Primär- und Sekundärliteratur auf.
Tonio Kröger, Thomas Mann, Künstlerproblematik, Bürgertum, Künstlertum, Identitätsfindung, Norden, Süden, Lisaweta Iwanowna, Hans Hansen, Ingeborg Holm, Erkenntnis, Zerrissenheit, Novelle, Literat
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Erzählung "Tonio Kröger" von Thomas Mann unter dem spezifischen Fokus der Künstlerproblematik und der Herkunft des Protagonisten.
Die zentralen Themen sind der Konflikt zwischen der bürgerlichen Welt und der künstlerischen Existenz, das Spannungsfeld zwischen Nord und Süd sowie der Prozess der Identitätsfindung des Künstlers.
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tonio Kröger mit seiner "Andersartigkeit" umgeht und warum er sich zerrissen zwischen seinen beiden Herkunftswelten – dem bürgerlichen Norden und dem künstlerischen Süden – fühlt.
Die Autorin nutzt eine textnahe Analyse und Interpretation des Werkes, unterstützt durch eine fundierte Einordnung in den literaturwissenschaftlichen Kontext und die Sekundärliteratur.
Im Hauptteil (Kapitel 4) wird das Werk kapitelweise hinsichtlich der Künstlerproblematik untersucht, wobei die Interaktionen des Protagonisten mit seinem Umfeld und sein innerer Monolog zentral sind.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Künstlerproblematik, Bürgertum, Identitätsfindung, Zerrissenheit und die spezifischen Charaktere Tonio Kröger, Hans Hansen und Ingeborg Holm charakterisiert.
Die Mischung aus der bürgerlichen, norddeutschen Herkunft des Vaters und der südlichen, temperamentvollen Künstlernatur der Mutter bildet das Fundament für seine ständige innere Zerrissenheit.
Lisaweta fungiert als seine intellektuelle Vertraute und Malerin, die ihm entscheidende Impulse gibt, indem sie ihn als einen "Bürger auf Irrwegen" bezeichnet, was den Prozess seiner Selbsterkenntnis einleitet.
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