Bachelorarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,0
1. Autismus – Spektrum – Störungen (ASS)
1.1 Definitionen
1.1.2 Historische Entwicklung des Begiffes Autismus
1.2 Ursachen
1.2.1 Organische Auslöser
1.2.2 Biochemische Ursachen
1.2.3 Genetische Disposition
1.3 Diagnose
1.3.1 Beobachtungsskala für autistische Störungen (ADOS)
1.3.2 Fragebogen über Verhalten und soziale Kommunikation (VSK)
1.3.3 Autismus Diagnostisches Interview in Revision (ADI-R)
1.3.4 Entwicklungs- und Verhaltensprofil für Kinder (PEP-R)
1.4 Typische Erscheinungsformen der ASS
1.4.1 Soziale Interaktion
1.4.2 Sprache und nonverbale Kommunikation
1.4.3 Emotionen
1.5 Theory of Mind
2. Therapiemöglichkeiten und Förderprogramme
2.1 TEACCH
2.2 Soziales Training nach Aarons und Gittens
2.3 Wiener Interaktions- und Kontakttrainingsprogramm
2.4 Verhaltensorientierte Autismustherapie
2.5 Clown- und Tiertherapie
3. Integration
3.1 Begriffsklärung
3.2 Integration autistischer Kinder und Jugendlicher in der Schule
3.3 Das Wiener Modell zur integrativen Beschulung autistischer SchülerInnen
4. Empirische Methoden
4.1 Das qualitative Interview
4.1.1 Standardisierungsgrade
4.1.2 Anforderungen an qualitative Interviews
4.1.3 Erstellen des Interviewleitfadens
4.2 Transkription
4.3 Qualitative Inhaltsanalyse
4.3.1 Qualitative Techniken
4.3.2 Zusammenfassung
4.3.3 Explikation (Kontextanalyse)
4.3.4 Strukturierung
5. Fallstudie V.
5.1 V.
5.2 Interviewte Pädagoginnen
5.2.1 L1
5.2.2 L2
5.2.3 L3
5.3 Verwendeter Interviewleitfaden
5.4 Auswertung der Interviews
5.4.1.1 Kategorie 1: Symptome der ASS
5.4.1.2 Kategorie 2: Schulraum
5.4.1.3 Kategorie 3: Unterricht
5.4.1.4 Kategorie 4: Sozialverhalten
5.4.1.5 Kategorie 5: Therapie
5.4.1.6 Kategorie 6: Persönliche Meinung
5.4.2 Interview 2 mit L1
5.4.2.1 Kategorie 1: Symptome der ASS
5.4.2.2 Kategorie 2: Schulraum
5.4.2.3 Kategorie 3: Unterricht
5.4.2.4 Kategorie 4: Sozialverhalten
5.4.2.5 Kategorie 5: Therapie
5.4.2.6 Kategorie 6: Persönliche Meinung
5.4.3 Interview 3 mit L2
5.4.3.1 Kategorie 1: Symptome der ASS
5.4.3.2 Kategorie 2: Schulraum
5.4.3.3 Kategorie 3: Unterricht
5.4.3.4 Kategorie 4: Sozialverhalten
5.4.3.5 Kategorie 5: Therapie
5.4.3.6 Kategorie 6: Persönliche Meinung
5.5 Gegenüberstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.5.1 Kategorie 1: Symptome der ASS
5.5.2 Kategorie 2: Schulraum
5.5.3 Kategorie 3: Unterricht
5.5.4 Kategorie 4: Sozialverhalten
5.5.5 Kategorie 5: Therapie
5.5.6 Kategorie 6: Persönliche Meinung
5.6 Ergebnisse in Bezug auf die Fragestellung
5.7 Weiterführende Fragestellungen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Einzelfallstudie, wie sich die integrative Beschulung in einer Wiener NMS auf die Entwicklung einer Schülerin mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) auswirkt und welche Fortschritte im Sozialverhalten sowie in der schulischen Integration erzielt werden konnten.
1.1 Definitionen
Der Begriff Autismus scheint jedem bekannt zu sein, viele Menschen haben den Film „Rain Man“ gesehen und glauben sich so ein Bild davon gemacht zu haben, was man unter autistischer Wahrnehmung versteht. Doch bei genauerem Nachfragen stellt man fest, dass nur wenige Menschen genauer beschreiben können, was sie sich unter Autismus vorstellen. Daher sollen nun an dieser Stelle Definitionen gegenübergestellt und miteinander verglichen werden.
„Menschen, die an einer autistischen Störung leiden, fällt es ganz allgemein schwer, die Welt und die in ihr lebenden Individuen, einschließlich ihrer selbst, zu verstehen. Dies hängt damit zusammen, dass sie sich von dem, was in und außerhalb von ihnen vor sich geht, kein schlüssiges Bild machen können, bzw. dieses Bild gänzlich anders ist, als das der meisten anderen Menschen: sie sehen Details oft sehr scharf, können aber sinnvolle Zusammenhänge nicht erkennen.“
„Autismus wird derzeit als schwerwiegende Störung angesehen, die weite Bereiche der kindlichen Entwicklung betrifft (…). Der Begriff ,Autismus-Spektrum-Störungen‘ (Abk.: ASS) verdeutlicht, dass ein Kontinuum von Symptomen und Schweregraden zu diesem Krankheitsbild gehört. ASS sind bei verschiedenen Kindern unterschiedlich ausgeprägt und verändern sich oft bei ein und demselben Kind im Laufe seiner Entwicklung. Es gibt kein einziges Verhalten, das immer auftritt und keines, das Kinder automatisch von einer Autismusdiagnose ausschließt.“
1. Autismus – Spektrum – Störungen (ASS): Dieses Kapitel definiert den Begriff, erläutert die Ursachen und Diagnoseverfahren sowie typische Erscheinungsformen der Autismus-Spektrum-Störungen.
2. Therapiemöglichkeiten und Förderprogramme: Hier werden ausgewählte Therapieansätze und Förderideen vorgestellt, um einen Einblick in die Vielfalt der Unterstützungsmöglichkeiten zu geben.
3. Integration: Dieser Abschnitt behandelt die Bedeutung von Integration im schulischen Kontext und stellt das spezifische Wiener Modell für SchülerInnen mit ASS vor.
4. Empirische Methoden: Das Kapitel beschreibt die wissenschaftliche Vorgehensweise, insbesondere die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Interviews.
5. Fallstudie V.: Der Hauptteil der Arbeit analysiert die Einzelfallstudie einer Schülerin mit ASS, wertet die Interviews mit den beteiligten Pädagoginnen aus und interpretiert die erzielten Integrationsergebnisse.
Autismus-Spektrum-Störungen, ASS, Integration, Schule, Fallstudie, Sozialverhalten, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehrerinterviews, Wiener Modell, Inklusive Pädagogik, Sprachkompetenz, Delfintherapie, Förderung, Unterrichtsalltag, Schullaufbahn.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der integrativen Beschulung eines Kindes mit ASS an einer Wiener Neuen Mittelschule und untersucht deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes.
Die Themen umfassen die Definition und Symptomatik von Autismus, verschiedene therapeutische Förderprogramme sowie die praktische Umsetzung von Integration im Wiener Schulsystem.
Das Ziel ist es, anhand einer qualitativen Einzelfallstudie herauszufinden, ob und wie ein autistisches Kind von einer integrativen Beschulung profitiert und welche spezifischen Hilfestellungen dabei notwendig sind.
Die Autorin führt qualitative Interviews mit drei beteiligten Pädagoginnen durch und wertet diese nach der Methode der strukturellen Zusammenfassung von Philipp Mayring aus.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Auswertung und Gegenüberstellung der Lehrerinterviews, kategorisiert in Symptome, Schulraumgestaltung, Unterricht, Sozialverhalten und Therapieerfolge.
Die zentralen Schlagworte sind Autismus-Spektrum-Störungen (ASS), Integration, Inklusion, qualitative Inhaltsanalyse und Fallstudie.
Die befragten Lehrkräfte betonen den Gruppenraum als essenziellen Rückzugsort für das Kind, um bei Reizüberflutung eine ruhige Atmosphäre für den Unterricht oder eine Auszeit zu finden.
Die Pädagoginnen stellen fest, dass sich mit Beginn der Pubertät die Interessen der MitschülerInnen von denen des autistischen Mädchens weiter entfernt haben, was die soziale Integration erschwert und einen höheren Bedarf an Unterstützung durch Lehrkräfte und MitschülerInnen nach sich zieht.
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