Masterarbeit, 2013
96 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Demenz
2.1 Definition (Diagnose)
2.2 Demenzformen
2.2.1 Primäre Demenzen
2.2.2 Sekundäre Demenzformen
2.3 Epidemiologie:
Prävalenz und Inzidenz dementieller Erkrankungen
2.4 Symptome bei dementiellen Erkrankungen
2.5 Risikofaktoren und Prävention
2.6 Diagnose und Therapie von Demenzerkrankungen
3 Betreuung und Pflege von Demenzkranken
3.1 Pflegedefinition
3.2 Stadiengerechte Versorgung und Betreuungsangebote bei dementiellen Erkrankungen
3.2.1 Eigene Wohnung
3.2.2 Unterstützende Angebote für Menschen mit Demenz
3.2.3 Tagespflege
3.2.4 Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege
3.2.5 Andere Wohnformen – alternative Möglichkeiten zum Pflegeheim
3.2.6 Pflegeheim – die letzte Alternative?
4 Palliative Care in der Geriatrie und Gerontopsychiatrie
4.1 Bedeutung und historische Entwicklung von Palliative Care
4.2 Die Bedeutung der Palliativ- und Hospizarbeit für den gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod
4.3 Palliative Care von sterbenden Personen mit Demenz in stationären Einrichtungen/ Pflegeheimen
5 Das Pflege- Neuausrichtungs- Gesetz – Höhere Leistungen für Demenzkranke?
6 Schlussfolgerung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Versorgung von Menschen mit Demenz im deutschen Pflege- und Gesundheitssektor aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Versorgungs- und Betreuungskonzepte – von der ambulanten Pflege zu Hause bis hin zur stationären Versorgung im Pflegeheim – um den steigenden Anforderungen an eine würdevolle und bedürfnisgerechte Betreuung gerecht zu werden.
Die Alzheimer Krankheit
Auch die Alzheimer Krankheit ist eine Form von Demenz, im allgemeinen Sprach gebrauch werden diese beiden Begriffe sogar häufig gleichgesetzt.
Nach ICD-10-Definition ist die Alzheimer-Krankheit „eine primär degenerative und zerebrale Krankheit mit unbekannter Ätiologie und charakteristischen neuropatholo gischen und neurochemischen Merkmalen“. Meist beginnt sie schleichend, ihre Entwicklung ist zwar langsam aber stetig und erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren. (Maier 2010: 10f.)
Die Alzheimer- Krankheit wird einer „Gruppe von neurologischen Prozessen [zuge ordnet], bei denen aufgrund einer Fehlverarbeitung und Ablagerung von Eiweißstof fen Nervenzellen in bestimmten Abschnitten des Gehirns fortlaufend zugrunde ge hen“. (Braas et al. 2005: 1)
Mit einem Anteil von 60 – 65% ist die Alzheimer-Krankheit die am häufigsten auftre tende Form einer irreversiblen Demenz. Die meisten Alzheimer- Patienten sind älter als 65 Jahre, wobei es aber auch deutlich jüngere Menschen gibt, die daran erkran ken. 15% aller Patienten sind sogar von einer Kombination der Alzheimer- Krankheit und der vaskulär bedingten Demenz betroffen. Bei einer Demenz vom Alzheimer Typ werden nach und nach Nervenzellen des Gehirns irreversibel zerstört, es han delt sich hierbei folglich um eine degenerative Krankheit des Gehirns.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die demografische Entwicklung und die wachsende Bedeutung von Demenz als zentrale gesellschaftliche Herausforderung.
2 Demenz: Dieses Kapitel definiert Demenz, erläutert verschiedene Krankheitsformen, epidemiologische Daten sowie zentrale Symptome und Risikofaktoren.
3 Betreuung und Pflege von Demenzkranken: Hier werden unterschiedliche Konzepte der häuslichen sowie stationären Betreuung basierend auf dem Krankheitsstadium detailliert vorgestellt.
4 Palliative Care in der Geriatrie und Gerontopsychiatrie: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung der Palliative Care für eine würdevolle Versorgung sterbender Menschen mit Demenz.
5 Das Pflege- Neuausrichtungs- Gesetz – Höhere Leistungen für Demenzkranke?: Analyse der gesetzlichen Veränderungen und Auswirkungen durch das PNG ab Januar 2013 für Demenzkranke und ihre Angehörigen.
6 Schlussfolgerung und Ausblick: Eine abschließende Betrachtung, wie zukünftigen Herausforderungen der Demenzversorgung durch interdisziplinäre Konzepte und gesellschaftliches Umdenken begegnet werden kann.
Demenz, Alzheimer, Pflege, Betreuung, Palliative Care, Demografie, Pflegeversicherung, Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz, stationäre Versorgung, ambulante Pflege, Angehörige, Früherkennung, Lebensqualität, Gerontopsychiatrie, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Versorgung von demenziell erkrankten Menschen im deutschen Gesundheits- und Pflegesystem.
Zentrale Themen sind die medizinische Definition von Demenz, aktuelle Pflegemodelle, die Rolle der Palliative Care sowie die Auswirkungen neuerer gesetzlicher Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie eine menschenwürdige und qualitativ hochwertige Betreuung für Demenzkranke unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Krankheitsstadien gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Studien, ergänzt durch die Vorstellung konkreter Praxisbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Einordnung von Demenz, die Darstellung von Wohn- und Pflegeformen (z.B. Tagespflege, Wohngemeinschaften, Pflegeheime) sowie die Bedeutung palliativmedizinischer Ansätze.
Wichtige Begriffe sind Demenz, Palliative Care, Pflegebedürftigkeit, Angehörigenunterstützung und das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz.
Das PNG ermöglicht seit 2013 verbesserte Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, etwa durch zusätzliche Betreuungsangebote und höhere finanzielle Unterstützungsleistungen.
Palliative Care ist essenziell, um auch in späten Krankheitsstadien eine bestmögliche Lebensqualität zu erhalten, Schmerzen zu lindern und eine würdevolle Begleitung bis zum Lebensende zu gewährleisten.
NeuroCare nutzt moderne Technik zur Früherkennung und kognitiven Förderung, um Demenzpatienten eine längere Selbstständigkeit im vertrauten Zuhause zu ermöglichen.
Da Angehörige oft die Hauptlast der Versorgung tragen, ist ihre seelische und praktische Entlastung sowie ihre Schulung für den Umgang mit den komplexen Anforderungen der Demenzpflege unerlässlich für den Erfolg des gesamten Betreuungskonzepts.
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