Bachelorarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Prokrastination
2.1.1 Differential- und persönlichkeitspsychologischer Ansatz
2.1.2 Motivations- und volitionspsychologischer Ansatz
2.1.3 Temporal Motivation Theory
2.2 Internetsucht
2.2.1 Diagnosekriterien
2.2.2 Entstehung von Internetsucht aus psychologischer Sicht
2.2.3 Persönlichkeitsmerkmale
2.2.4 Prävalenz
2.3 Zusammenhänge zwischen Prokrastination und Internetsucht
2.4 Ableitung der Hypothesen
3. Methode
3.1 Experimentaldesign
3.2 Aufbau des Erhebungsinstruments
3.3 Verteilung des Online-Fragebogens
4. Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Repräsentativität der Stichprobe
4.3 Rückschlüsse auf Population
4.4 Konsistenzanalysen
4.5 Deskriptive Ergebnisse
4.6 Überprüfung der Hypothesen
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Stärken und Schwächen der Studie
5.3 Anregung für weitere Forschung und Praxis
Diese Arbeit untersucht auf wissenschaftlicher Basis die Zusammenhänge zwischen akademischer Prokrastination und Internetsucht bei Studierenden. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob signifikante korrelative Zusammenhänge zwischen diesen beiden psychologischen Konstrukten existieren und inwieweit Faktoren wie die Studienzeit oder die Nutzungsdauer sozialer Netzwerke dabei eine Rolle spielen.
2.1.1 Differential- und persönlichkeitspsychologischer Ansatz
Die Differential- und Persönlichkeitspsychologie versteht Prokrastination als ein fest verankertes Persönlichkeitsmerkmal und verschiedene Forschende haben daher in ihren Studien zu diesem Thema versucht, das zwanghafte Aufschieben in ein breites nomologisches Netzwerk einzuflechten. Dabei haben sie sich auf die Beziehung von Prokrastination mit anderen Persönlichkeitsmerkmalen und merkmalsähnlichen Konstrukten konzentriert (Klingsieck, 2013). Zunächst muss allerdings geklärt werden, warum die Forschenden davon ausgehen, dass Prokrastination als Persönlichkeitsmerkmal anzusehen ist. Vor allem Steel (2007) plädiert in einer Meta-Analyse dafür und führt eine Studie von Arvey, Rotundo, Johnson und McGue (2003) an, die eineiige und zweieiige männliche Zwillinge untersuchten und dabei eine signifikant hohe Korrelation für Prokrastination zwischen den jeweiligen Geschwistern feststellten.
Bei den eineiigen Zwillingen lag die Korrelation bei r = .24 und für die zweieigen Zwillinge bei r = .13. Darüber hinaus untersuchte Steel (2007) neun Studien bei denen eine durchschnittliche Retest-Reliabilität von r = .73 vorlag, was auf ein stabiles Merkmal hindeutet. In einer unveröffentlichten Masterarbeit von Elliot (2002) führt dieser eine Korrelation von r = .77 für eine Langzeitstudie von zehn Jahren mit 281 Teilnehmenden an, was einen weiteren Hinweis für Prokrastination, als ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal gibt.
Um Prokrastination als Persönlichkeitsmerkmal einzuordnen, ist es wesentlich ein nomologisches Netzwerk mit anderen Persönlichkeitskonstrukten in Beziehung zu dem genannten Thema aufzubauen. Tabelle 1 zeigt ausgewählte, von Steel (2007) dargestellte, korrelative Zusammenhänge zu anderen Persönlichkeitsaspekten.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der akademischen Prokrastination im Kontext des Internets ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Studie.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Konzepte wie Prokrastination und Internetsucht definiert, theoretische Ansätze diskutiert und der aktuelle Stand der Forschung dargelegt, woraus die Hypothesen abgeleitet werden.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, einschließlich des Experimentaldesigns, der verwendeten Erhebungsinstrumente und der Verteilung des Online-Fragebogens.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, beschreibt die Stichprobe und überprüft die aufgestellten Hypothesen mittels deskriptiver und interferenzstatistischer Verfahren.
5. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, kritisch reflektiert und Anregungen für zukünftige Forschungen sowie praktische Implikationen gegeben.
Akademische Prokrastination, Internetsucht, Studierende, Online-Fragebogen, Arbeitsverhalten, Korrelation, Persönlichkeitsmerkmale, Soziale Netzwerke, Regelstudienzeit, Motivation, Volition, Internetabhängigkeit, empirische Studie, Selbstkontrolle.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des akademischen Aufschiebeverhaltens (Prokrastination) in Verbindung mit exzessiver Internetnutzung bei Studierenden.
Die zentralen Felder sind die psychologische Definition von Prokrastination und Internetsucht, deren mögliche gegenseitige Beeinflussung sowie deren Auswirkungen auf den Studienverlauf.
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob es signifikante Zusammenhänge zwischen akademischer Prokrastination und Internetsucht gibt.
Es wurde eine quantitative Online-Fragebogenstudie mit einer Stichprobe von 624 Studierenden durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung der Konstrukte, die Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind akademische Prokrastination, Internetsucht, Korrelation, Selbstkontrolle, soziale Netzwerke und Regelstudienzeit.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine längere tägliche Nutzungsdauer sozialer Netzwerke mit einer stärkeren Neigung zu Prokrastination und Internetsucht korreliert.
Nein, aber die Studie zeigt, dass Studierende jenseits der Regelstudienzeit eine signifikant höhere Ausprägung bei Prokrastinations- und Internetsuchtskalen aufweisen als Studierende innerhalb der Regelstudienzeit.
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