Bachelorarbeit, 2013
58 Seiten, Note: 91 Punkte (1,5)
1 Einleitung
2 Alte Rahmenbedingungen
2.1 Geschichte der Musikindustrie
2.1.1 1877 - das Geburtsjahr der Musik
2.1.2 Rundfunk und Fernsehen – Entwicklung einer bis heute anhaltenden Interessensallianz
2.1.3 Die CD und der Walkman, erste Schritte der Digitalisierung
2.2 Die Major,- Independent-Label
2.3 Kommunikations- und Geschäftsmodell der „alten Welt“
2.4 Musik und Recht
2.4.1 Urheberrecht
2.4.2 Die GEMA
3 Neue Rahmenbedingungen – Das Web 2.0 verändert die Konsumgewohnheiten von Musik
3.1 Veränderung des Musikkonsums - Vom Internet zum Web 2.0
3.2 Tauschbörsen am Beispiel von Napster
3.3 Social Media
3.3.1 Social Media - Was bedeutet es und wie verändert es die Welt?
3.3.1.1 Facebook
3.3.1.2 Twitter
3.3.1.3 YouTube
3.3.2 Einsatzmöglichkeiten von Social Media für Musikkünstler
3.3.2.1 Digitale Phänomene
3.3.2.1.1 Nine Inch Nails
3.3.2.1.2 Justin Bieber
3.3.2.1.3 Psy
3.4 Die Verwertungsrechte im Internet
3.5 Erhebung zur Musiknutzung
4 Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen
4.1 Aktuelles und neues Kommunikationsmodell
4.2 Neue Geschäftsmodelle - Spotify, Simfy und Co. als das neue Napster?
4.2.1 Musikstreamingdienste am Beispiel Spotify
4.2.2 Intelligentes Radio am Beispiel Last.fm
4.2.3 Soundcloud
4.2.4 Download-Services
4.2.5 360 Grad Verträge der Plattenfirmen
5 Fazit
Die Arbeit untersucht den digitalen Wandel in der Musikindustrie, insbesondere wie soziale Medien die Kommunikation zwischen Künstlern, Unternehmen und Konsumenten verändern und zur Entstehung neuer Geschäftsmodelle beitragen.
3.3.1 Social Media - Was bedeutet es und wie verändert es die Welt?
Soziale Netzwerke schaffen die Voraussetzung dafür, dass Menschen weltweit miteinander in Kontakt treten können. Aus marketingspezifischer Sicht erkannte man das Internet zunächst nur als weiteren Vermarktungskanal, den Unternehmen oder Künstler nutzen, um ihre Produkte oder CD’s zu verkaufen. Durch die sozialen Netzwerke steht der Nutzer heute allerdings im Fokus. Er hat die Möglichkeit, einen Dialog pro aktiv zu führen (Skibicki und Mühlenbeck, 2008). Safko und Brake definieren Social Media als “activities, practices, and behaviours among communities of people who gather online to share information, knowledge, and opinions using conversational media. The latter are Web-based applications that make it possible to create and easily transmit content in form of words, pictures, videos, and audios”. Zu Deutsch: „Tätigkeiten, Praktiken und Verhaltensweisen zwischen Menschen, die zusammenkommen, um Online-Informationen, Wissen und Meinungen über dialogorientierte Medien zu teilen. Letztere sind webbasierte Anwendungen, die es ermöglichen, Inhalte in Form von Worten, Bildern, Videos und Audiodateien zu übertragen.“ (2009, S. 6, eigene Übersetzung). Das Fazit hieraus:Menschen sind durch Social Media nicht mehr nur als Empfänger zu betrachten, sondern werden zu Sendern (Safko und Brake, 2009, S. 6).
Durch Social Media hat jeder Verkäufer, Künstler oder Vermarkter die Möglichkeit, direkt mit dem Konsumenten in Kontakt zu treten. Auf der anderen Seite erhält der Konsument aber wesentlich mehr Macht, da er von nun an die Möglichkeit besitzt, die Produkte und Leistungen des Gegenübers in sozialen Netzwerken zu bewerten (Skibicki und Mühlenbeck, 2010, S. 16).
1 Einleitung: Einführung in den Wandel der Musikindustrie durch Digitalisierung und soziale Medien sowie Vorstellung der Forschungsfrage.
2 Alte Rahmenbedingungen: Erläuterung der historischen Entwicklung der Musikindustrie, des traditionellen Kommunikationsmodells und der Bedeutung des Urheberrechts.
3 Neue Rahmenbedingungen – Das Web 2.0 verändert die Konsumgewohnheiten von Musik: Analyse der Auswirkungen des Web 2.0, des veränderten Musikkonsums und der Rolle sozialer Netzwerke inklusive Fallbeispielen.
4 Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen: Darstellung der veränderten Kommunikation und neuer Geschäftsmodelle wie Streaming-Dienste und 360-Grad-Verträge.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der digitalen Transformation der Branche und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Eigenvermarktung von Künstlern.
Musikindustrie, Digitalisierung, Social Media, Geschäftsmodelle, Web 2.0, Musikstreaming, Urheberrecht, GEMA, Konsumverhalten, Kommunikation, Digitale Revolution, Künstlermarketing, Wertschöpfungskette, 360-Grad-Verträge, Online-Musik
Die Arbeit analysiert den massiven Wandel der Musikindustrie infolge der Digitalisierung und der Etablierung sozialer Medien sowie die daraus resultierenden neuen Geschäftsmodelle.
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel des Konsumverhaltens, das "Web 2.0", die Rolle sozialer Netzwerke für Künstler, rechtliche Rahmenbedingungen sowie moderne Distributionsformen wie Musikstreaming.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die neue Kommunikation durch Social Media die Geschäftsmodelle der Musikindustrie verändert hat.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse werden eine quantitative Umfrage unter 109 Probanden zur Musiknutzung sowie ein Experteninterview durchgeführt.
Es werden alte Rahmenbedingungen, die Transformation durch das Internet, konkrete Praxisbeispiele (z.B. Justin Bieber, Nine Inch Nails) und aktuelle Streaming-Modelle wie Spotify oder Last.fm analysiert.
Musikindustrie, Digitalisierung, soziale Medien, Streaming-Dienste, Urheberrecht und verändertes Nutzerverhalten.
Die Arbeit beschreibt die GEMA als zentrale Verwertungsgesellschaft, die trotz Monopolstellung durch die Digitalisierung und neue Online-Plattformen vor neuen Herausforderungen im Bereich der Rechteverwaltung steht.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Labels ihre traditionellen Rollen überdenken müssen, da Künstler durch Social Media an Eigenständigkeit gewinnen, wenngleich sie für den großen Erfolg häufig weiterhin auf die Unterstützung von Musiklabels angewiesen sind.
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