Bachelorarbeit, 2013
54 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Wissensmanagement
2.1 Definitionen
2.2 Wissensformen
2.3 Wissensmodelle
2.3.1 Wissensmanagementmodelle
2.3.2 Wissenstransfermodelle
3 Demografischer Wandel
3.1 Definition des Begriffs demografischer Wandel
3.2 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
3.3 Bedeutung für deutsche Unternehmen
4 Wissensmanagement im demografischen Wandel
4.1 Handlungsfelder im Bereich Wissensmanagement
4.1.1 Ziele des Wissensmanagements
4.2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wissensmanagement
4.2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
4.2.2 Voraussetzungen für die Befähigung des Mitarbeiters
4.2.3 Vorrausetzungen für die Motivation des Mitarbeiters
4.3 Barrieren
4.3.1 Externe Barriere
4.3.2 Interne Barrieren
4.3.3 Zwischenfazit
4.4 Wissenstransfermethoden
4.4.1 Methoden ausgehend von einem Wissensträger
4.4.2 Methoden ausgehend von mehreren Wissensträgern
4.4.3 Bewertung der Methoden
4.5 Empirische Evidenzen
5 Abschließende Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen dem durch den demografischen Wandel drohenden Wissensverlust durch aktives Wissensmanagement begegnen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie lebenslanges Lernen und gezielte Wissenstransfermethoden zur Sicherung kritischen Erfahrungswissens beitragen können.
Deep Smarts
Da der demografische Wandel eine Gefahr für den Wissensbestand darstellt, sind nachhaltige Maßnahmen nötig, um das Wissen zu bewahren. In den nächsten 10 bis 15 Jahren geht ein Großteil der Baby-Boom-Generation in den Ruhestand.
Es gilt, dieses Wissen durch geeignete Maßnahmen im Unternehmen zu halten. Genau dieses Know-how kann als „Deep Smarts“ bezeichnet werden. Deep Smarts entwickeln sich aus Erfahrungen und sind somit nicht kurzfristig übertragbar. Die Entwicklung basiert auf der praktischen Tätigkeit innerhalb des Unternehmens (Ehemann, 2010, S. 42). Leonard und Swap (2005, S.1) bezeichnen Deep Smarts als den Motor eines Unternehmens. Sie basieren nicht alleine auf Intelligenz und Fachwissen. Vielmehr haben sie die Fähigkeit, komplexe Situationen schnell zu erfassen und umgehend eine scheinbar intuitive und richtige Entscheidung zu treffen. Die Basis sind Erfahrungen, die sich langsam entwickeln und nicht von außen in das Unternehmen gebracht werden können.
Deep Smarts bezeichnen also Expertise basierend auf eigenen Erfahrungen und implizitem Wissen, geformt von Überzeugung und gesellschaftlichen Kräften. Sie können damit als Weisheit bezeichnet werden.
Da sich Deep Smarts über einen langen Zeitraum aufbauen, ist es schwer sie zu transferieren. Das Ziel besteht darin, vorhandene Deep Smarts zu transferieren und neu zu schaffen. Dies geschieht auf Basis gezielt gesteuerter Erfahrungssammlung, was man durch gelenkten Praxiserwerb, gelenkte Beobachtung, gelenktes Problemlösen und angeleitetes Experimentieren erreichen kann. Die Grundlage bildet die kontextabhängige Erkennung bestimmter Muster (Voelpel et al., 2007, S. 150).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels ein und erläutert die Relevanz von Wissensmanagement für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.
2 Wissensmanagement: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe des Wissensmanagements sowie verschiedene Wissensformen und stellt zentrale Modelle vor, die als theoretische Basis für die Untersuchung dienen.
3 Demografischer Wandel: Hier wird der Begriff des demografischen Wandels definiert und dessen spezifische Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland sowie die Konsequenzen für Unternehmen analysiert.
4 Wissensmanagement im demografischen Wandel: Dieses Kernkapitel untersucht Handlungsfelder, Voraussetzungen und Barrieren für das Wissensmanagement und bewertet verschiedene Methoden des Wissenstransfers anhand ihrer Anwendbarkeit in der Praxis.
5 Abschließende Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert den weiteren Handlungsbedarf sowie die Notwendigkeit für ein systematisches Bildungscontrolling.
Wissensmanagement, Demografischer Wandel, Wissenstransfer, Erfahrungswissen, Fachkräftemangel, Lebenslanges Lernen, Unternehmenskultur, Deep Smarts, Personalentwicklung, Bildungscontrolling, Wettbewerbsfähigkeit, Wissenssicherung, Altersgerechte Arbeitsgestaltung, Wissenslandkarte, Organisationslernen
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die der demografische Wandel für deutsche Unternehmen mit sich bringt, insbesondere dem drohenden Verlust von wertvollem Erfahrungswissen durch ausscheidende ältere Mitarbeiter.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf die Produktivität, die Bedeutung der Unternehmenskultur für den Wissensaustausch sowie der Vergleich verschiedener Instrumente zum Transfer von implizitem Wissen.
Das primäre Ziel ist zu untersuchen, wie Unternehmen durch aktives Wissensmanagement und gezielte Wissenstransfermethoden ihre Wettbewerbsfähigkeit trotz des demografischen Wandels sichern können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und einer vergleichenden Betrachtung verschiedener Wissensmanagement-Modelle sowie der Bewertung von Transfermethoden anhand von Prozessmerkmalen.
Der Hauptteil analysiert Handlungsfelder des Wissensmanagements, identifiziert interne und externe Barrieren für den Wissenstransfer und bewertet unterschiedliche Methoden (z. B. Mentoring, Lerntandems, Wissenslandkarten) auf ihre Anwendbarkeit.
Wichtige Begriffe sind Wissensmanagement, demografischer Wandel, Wissenstransfer, Erfahrungswissen, Fachkräftemangel, lebenslanges Lernen, Unternehmenskultur und Bildungscontrolling.
Deep Smarts stellen ein hochkomplexes, erfahrungsbasiertes Wissen dar, das den "Motor" eines Unternehmens bildet; da dieses Wissen jedoch meist in den Köpfen älterer Mitarbeiter verankert ist, droht es bei deren Ausscheiden verloren zu gehen.
Eine wissensfreundliche Kultur ist essenziell, da sie den Austausch fördert, Vorurteile gegenüber älteren Mitarbeitern abbaut und das notwendige Vertrauen schafft, um implizites Wissen überhaupt teilen zu wollen.
In der betrieblichen Praxis fehlt es oft an einem systematischen Bildungscontrolling, was die Wirksamkeit von Wissensmanagement-Maßnahmen schwer messbar macht; hier besteht dringender Bedarf für die Entwicklung besserer Kennzahlen.
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