Masterarbeit, 2013
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Was ist Macht?
3. Machttheorien
3.1 Max Weber
3.2 Norbert Elias
3.3 Niklas Luhmann
3.4 Michel Foucault
3.5 Hannah Arendt
4. Institution Universität
4.1 Ein Abriss
4.2 Der gemeine Student
4.3 Der gemeine Dozent
4.4 Besonderheiten der HSU
5. Macht und Möglichkeit
5.1 Der Einzelne
5.2 Die Vielen
6. Fallrekonstruktionen – Exemplarische Begebenheiten
6.1 Beispiel 1 - „Das festgefahrene Seminar“
6.2 Beispiel 2 - „Der leer-laute Hörsaal“
6.3 Beispiel 3 - „Der unsägliche Dozent“
6.4 Beispiel 4 - „Unbezwingbare Dozenten“
7. Macht oder Missverständnis – Analyse der Fälle anhand der Machttheorien
7.1 Analyse des Beispiel 1
7.2 Analyse des Beispiel 2
7.3 Analyse des Beispiel 3
7.4 Analyse des Beispiel 4
8. Machtverständnis – Ein Schlusswort
Die Arbeit untersucht das Machtverhältnis zwischen Dozenten und Studierenden an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie Machtstrukturen in diesem spezifischen akademisch-militärischen Umfeld existieren, wie sie sich in Konfliktsituationen manifestieren und durch welche Mechanismen sie reguliert oder ausgeübt werden.
1. Einleitung
Die Diskussion mit dem Gorilla über seine Platzwahl kann man sich wohl getrost sparen. Dieses Sprichwort wird in Amerika vorzugsweise genutzt, um große Firmen zu beschreiben, die ein erhebliches Machtpotenzial besitzen. Diese „setzen“ sich einfach dorthin, wo es ihnen passt, und bleiben einfach so lange wie sie es gerne möchten. Die Metapher inkludiert dabei alle Prozesse und Handlungsweisen, Strategien und Konzepte der jeweiligen Unternehmung. Alleine weil sie das Machtpotenzial besitzen, können sie ihre ohnehin schon starke Position weiter ausbauen und bekräftigen. Dieses Verhalten lässt sich aber auch leicht auf alle anderen Individuen, Institutionen und Organisationen übertragen, die Macht besitzen und/bzw. ausüben. So auch in Universitäten.
Hier gibt es die verschiedensten Entitäten und Personen die mit Macht ausgestattet sind und das hat die verschiedensten Gründe. Manchmal reicht schon das Amt und dessen entsprechenden Würden, manchmal ist es aber auch das bloße Wissen, welches sie in eine Position versetzt, die mit Machtbefugnissen ausgestattet ist. In diesem Sinne ist Wissen dann wirklich die unmittelbarste aller Mächte. Das ist die wohl angenehmste Legitimationsgrundlage für den Professorenstand. Ihr Amt dürfen sie ausfüllen, weil sie auf Grund umfangreicher Wissensbestände bewiesen haben, dass sie dazu in der Lage sind. Daraus resultieren dann zum einen Ansprüche an solch einen Posten, zum anderen aber auch Möglichkeiten, Handlungsspielräume, Privilegien und Berechtigungen. Wie damit umgegangen wird und welcher performative Charakter dabei zu Tage tritt bleibt jedem selbst überlassen.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Macht anhand einer Metapher und Definition der Forschungsfrage im Kontext der HSU.
2. Was ist Macht?: Allgemeine Betrachtung und Erläuterung der Begrifflichkeit „Macht“ sowie Vorstellung anthropologischer Grundformen durch verschiedene Theoretiker.
3. Machttheorien: Detaillierte Darstellung und theoretische Einordnung der Machtkonzepte von Max Weber, Norbert Elias, Niklas Luhmann, Michel Foucault und Hannah Arendt.
4. Institution Universität: Historischer Abriss der Universitätsentwicklung und Analyse der spezifischen Rollen von Studenten und Dozenten sowie der HSU-Besonderheiten.
5. Macht und Möglichkeit: Diskussion über Machtpotentiale und Handlungsoptionen von Einzelnen (Dozenten) und Vielen (Studierenden) an der Universität.
6. Fallrekonstruktionen – Exemplarische Begebenheiten: Darstellung von vier konkreten Konfliktfällen aus dem Universitätsalltag an der HSU zur Vorbereitung der Analyse.
7. Macht oder Missverständnis – Analyse der Fälle anhand der Machttheorien: Systematische Anwendung der zuvor vorgestellten Theorien auf die vier Fallbeispiele.
8. Machtverständnis – Ein Schlusswort: Fazit zur Anwendbarkeit der Theorien und abschließende Bewertung des Machtverhältnisses zwischen Dozenten und Studenten.
Macht, Herrschaft, Machttheorien, Universität, HSU, Studenten, Dozenten, Fallrekonstruktion, Machtpotenzial, Systemtheorie, Machtbalance, Institution, Kommunikation, Autorität, Hochschulalltag
Die Arbeit untersucht das Machtverhältnis zwischen Dozenten und Studierenden an der Helmut-Schmidt-Universität unter Berücksichtigung soziologischer Machttheorien.
Die Arbeit verknüpft machttheoretische Konzepte mit der historischen Entwicklung der Universität, der Rolle des Militärs an der HSU und konkreten Konfliktfällen.
Ziel ist es zu klären, ob es an der HSU ein Machtverhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden gibt und wie dieses in struktureller sowie alltäglicher Hinsicht ausgeprägt ist.
Es wird eine theoretische Analyse der Machtbegriffe mit einer Fallrekonstruktion basierend auf Selbstreflektionen und Erfahrungen aus der studentischen Gremienarbeit kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine institutionelle Analyse der HSU und die detaillierte Untersuchung von vier praxisnahen Konfliktbeispielen.
Wichtige Begriffe sind Macht, Universität, HSU, Soziologie, Machtbalance, Institutionen und studentische Partizipation.
Die HSU ist eine Bedarfträgeruniversität der Bundeswehr, an der die Studierenden gleichzeitig Soldaten sind, was zu einer spezifischen militärisch geprägten Vorgesetztenstruktur führt.
Sie dienen im Machtgefüge der Universität als Instrumente, durch die Dozenten formale Macht ausüben können, während Studierende durch rechtliche Gremien Gegenmacht aufbauen können.
Es zeigt, wie ein Dozent bei mangelnder Durchsetzung seiner Forderungen auf den militärischen Apparat zurückgreift, um die Ordnung wiederherzustellen, was eine einzigartige Machtdynamik an der HSU verdeutlicht.
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