Bachelorarbeit, 2013
49 Seiten, Note: 1,7
1. Die Rolle der Grenzplankostenrechnung für den Controlling-Praktiker
2. Grundlagen der Grenzplankostenrechnung
2.1 Einordnung der Grenzplankostenrechnung in das System der Kosten- und Leistungsrechnung
2.2 Aufgaben der Grenzplankostenrechnung
2.3 Prämissen der Grenzplankostenrechnung
2.4 Der verbrauchsorientierte Kostenbegriff
2.5 Der Einfluss der Kostentheorie in der Grenzplankostenrechnung
3. Kostenplanung und -kontrolle durch die Grenzplankostenrechnung
3.1 Die Kostenartenrechnung zur Ermittlung der Einzel- und Gemeinkosten
3.2 Die Kostenstellenrechnung zur Planung der Gemeinkosten
3.2.1 Bezugsgrößenplanung in den Kostenstellen
3.2.2 Möglichkeiten der Primärkostenrechnung
3.2.3 Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung
3.3 Die Kostenträgerstückrechnung
3.4 Die Betriebsergebnisrechnung
3.5 Kostenkontrolle durch Abweichungsanalysen
4. Umsetzungsprobleme der Grenzplankostenrechnung
4.1 Können Entscheidungen auf Basis der Grenzplankostenrechnung optimal sein?
4.2 Untersuchung der Linearitätsprämisse im Hinblick auf die Kostentheorie
4.3 Gemeinkostenverrechnung in der Prozesskostenrechnung und Grenzplankostenrechnung im Vergleich
4.4 Kostenverrechnungsunterschiede der Grenzplankostenrechnung im Vergleich zum Rechnen mit relativen Einzelkosten
5. Zunehmende internationale Beachtung der Grenzplankostenrechnung
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Grenzplankostenrechnung in ihren theoretischen und praktischen Dimensionen fundiert vorzustellen und kritisch im Hinblick auf die zugrunde liegende Kostentheorie zu betrachten. Dabei wird analysiert, wie das System zur kurzfristigen Erfolgsplanung und Kostensteuerung in Unternehmen beitragen kann.
2.1 Einordnung der Grenzplankostenrechnung in das System der Kosten- und Leistungsrechnung
Die Kosten- und Leistungsrechnung an sich ist dem internen Rechnungswesen zuzuordnen und fällt typischerweise in das Aufgabenspektrum des Controllers. Als Grundlage für seine Planungen benötigt er zunächst die richtig ermittelten Zahlen aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Dabei kann zwischen Ist-, Normal- und Plankalkulation unterschieden werden. Istkalkulation bedeutet hierbei, dass sich Kosten und Erlöse auf vergangene Perioden beziehen. Normalkostenrechnungen basieren auf durchschnittlichen Kosten, Erlösen und Beschäftigung aus der Vergangenheit, um Schwankungen in den vergangenen Zahlen auszugleichen. Eine effektive Kostenkontrolle ist mit beiden allerdings nicht möglich, da Plan- oder Sollkosten zum Vergleich fehlen. Dem gegenüber steht die Plankalkulation, die eher in die Zukunft gerichtet ist. Gegenüber den beiden vorherigen Kalkulationsarten besteht hier die Möglichkeit für bestimmte zukünftige Planungszeiträume Kosten festzulegen. Dies geschieht auf der Basis von Prognosen über zukünftige Entwicklungen im betrieblichen Umfeld, etwa Marktpreiserhöhungen bei der Rohstoffbeschaffung.
Da natürlich auch Istkosten im Unternehmen anfallen, ist bei der Plankalkulation eine Kostenkontrolle zwischen Plan- und Istkosten möglich, sowie eine Analyse der Abweichung. Die Grenzplankostenrechnung ist in das System der Plankalkulationen einzuordnen, es ist also sowohl eine Untersuchung vergangener Istkosten, als auch eine Prognose zukünftiger Plankosten möglich. Weiterhin können Systeme der Plankalkulation danach unterschieden werden, ob und in welcher Weise Einflussfaktoren bei der Kostenvorgabe berücksichtigt werden, etwa die Möglichkeit einer angepassten Beschäftigung. Mögliche Ausprägungen sind dabei starre oder flexible Plankostenrechnungssysteme, wobei bei der flexiblen Variante eine Anpassung der Kosteneinflussfaktoren, etwa auf monatlicher Basis, möglich ist. Ohne Anpassung entstehen bei der starren Variante Kostenabweichungen, die durch die unterschiedliche Beschäftigung zustandekommen. Eine effektive Kostenkontrolle ist hier nicht möglich, da Istkosten und Plankosten auf unterschiedliche Beschäftigungen beziehen. Als weiteres Unterscheidungskriterium gilt der Umfang der Kosten, die auf die Kostenträger verrechnet werden, wobei man von Systemen der Vollkosten- oder Teilkostenrechnung spricht.
1. Die Rolle der Grenzplankostenrechnung für den Controlling-Praktiker: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung eines fundierten Systemverständnisses für Controller in einem technisch hoch entwickelten Arbeitsumfeld.
2. Grundlagen der Grenzplankostenrechnung: Hier erfolgt die Einordnung in das System der Kostenrechnung sowie die Erläuterung zentraler Aufgaben, Prämissen und des zugrunde liegenden Kostenbegriffs.
3. Kostenplanung und -kontrolle durch die Grenzplankostenrechnung: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Datenverarbeitung von der Kostenarten- bis zur Betriebsergebnisrechnung und die Möglichkeiten der Abweichungsanalyse.
4. Umsetzungsprobleme der Grenzplankostenrechnung: Hier werden kritische Aspekte wie die Optimalität von Entscheidungen, die Linearitätsprämisse und Vergleiche mit Prozesskostenrechnung und der Rechnung mit relativen Einzelkosten diskutiert.
5. Zunehmende internationale Beachtung der Grenzplankostenrechnung: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf die internationale Verbreitung und Anwendung des Systems in global agierenden Unternehmen.
Grenzplankostenrechnung, Controlling, Kostenplanung, Kostenkontrolle, Plankalkulation, Teilkostenrechnung, Fixkosten, Kostentheorie, Abweichungsanalyse, Betriebsergebnisrechnung, Prozesskostenrechnung, Bezugsgröße, Kostenträger, Entscheidungsorientierung, Unternehmenserfolg
Die Arbeit behandelt die Grenzplankostenrechnung als Instrument des Controllings, beleuchtet deren theoretische Fundierung und untersucht ihre Eignung zur Planung und Steuerung.
Zentrale Themen sind die Prämissen der Kostenrechnung, die operative Kostenplanung, die Analyse von Plan-Ist-Abweichungen sowie der Vergleich mit alternativen Kostenrechnungssystemen.
Das Ziel ist es, die Funktionsweise der Grenzplankostenrechnung unter Berücksichtigung ihrer theoretischen Annahmen, insbesondere der Linearität, kritisch zu würdigen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer Literaturrecherche und der systematischen Herleitung mathematischer Kostenfunktionen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Darstellung des Kostenflusses im System, die Analyse von Umsetzungsproblemen und die vergleichende Betrachtung zu anderen Systemen wie der Prozesskostenrechnung.
Die wichtigsten Begriffe sind Grenzplankostenrechnung, Fixkosten, Linearitätsprämisse, Kostenkontrolle und entscheidungsorientierte Kostenrechnung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Annahme linearer Kostenverläufe trotz komplexer realer Zusammenhänge für die praktische Entscheidungsunterstützung vertretbar ist.
Der Vergleich dient dazu, die spezifischen Vor- und Nachteile der Grenzplankostenrechnung gegenüber konkurrierenden Systemen wie der Prozesskostenrechnung oder dem Rechnen mit relativen Einzelkosten abzugrenzen.
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