Bachelorarbeit, 2013
96 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Information, Botschaft/Bedeutung und Signal
2. Das Piktogramm
2.1 Abgrenzungen
2.2 Das Piktogramm und die Semiotik
2.2.1 Das Piktogramm und die Semantik
2.2.2 Das Piktogramm und die Sigmatik
2.2.3 Das Piktogramm und die Syntaktik
2.2.4 Das Piktogramm und die Pragmatik
2.3 Das Piktogramm als Syntax und Paradigma mit Anwendungsbeispielen
3. Die Geschichte des Piktogramms und seine Pioniere
3.1 Vorgeschichte
3.1.1 Urzeit
3.1.2 Antike
3.1.3 Mittelalter
3.1.4 Neuzeit
3.2 Die Anfänge der heutigen Piktogramme
3.2.1 Verkehrswesen
3.2.2 Die Wiener Methode „ISOTYPE”
3.2.3 Die Olympischen Spiele
3.2.4 Aktueller Stand der Piktogrammentwicklung
4. Mediengeschichte und Gesellschaft – Grundsteine der Piktogramme
4.1 Medien – Kommunikationsmittel der Menschheit
4.2 Die Entwicklung der Medien, Gesellschaft und Technologie und deren Einfluss auf Piktogramme
4.2.1 1900-1914 – Die Anfänge der Medien und der Piktogramme
4.2.2 1914-1918 – Der 1. Weltkrieg und die Medienkultur
4.2.3 1918-1933 – Die Goldenen 20-er
4.2.4 1933-1945 – Der 2. Weltkrieg und die NS-Zeit
4.2.5 Nach 1945 – Die Nachkriegszeit
4.2.6 Die 60-er und 70-er Jahre
4.2.7 Die 80-er Jahre
4.2.8 Die 90-er Jahre und der Beginn das 21. Jahrhunderts
4.3 Resümee
5. Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts
5.1 Kunstströmungen
5.1.1 Fauvismus
5.1.2 Kubismus
5.1.3 Dadaismus
5.1.4 Surrealismus
5.1.5 Abstrakter Expressionismus
5.1.6 Pop Art und Op Art
5.1.7 Postmoderne
5.2 Piktogramme in der Kunst
5.3 Resümee
6. Befragung
6.1 Befragungskriterien
6.1.1 Art der Befragung und Zeitraum
6.1.2 Befragungsgruppe
6.1.3 Befragungsziel
6.2 Befragungsbogen
6.3 Auswertung
6.3.1 Darlegung der Ergebnisse
6.3.2 Einordnung der Ergebnisse
7. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Kunst und Technologie bei der Entwicklung von Piktogrammen seit dem 20. Jahrhundert. Ziel ist es, die Funktionen und Formen dieser visuellen Zeichen zu analysieren und der zentralen Forschungsfrage nachzugehen, ob der Weg zur universellen visuellen Weltsprache bereits als abgeschlossen betrachtet werden kann.
2. Das Piktogramm
Das Piktogramm ist allgegenwärtig. Der Begriff „Piktogramm” setzt sich aus den lateinischen Wörtern „pictum“ und „gramm“ zusammen und bedeutet: das gemalte Schriftzeichen. Unter einem Piktogramm wird ein Bildzeichen verstanden, welches über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg global einsetzbar ist. Durch eine kulturübergreifende, visuelle Kommunikation können Bildungsunterschiede ausgeglichen werden. Das Piktogramm ist sehr abstrakt, das heißt, es ist ein stark reduziertes Zeichen. Die Abstraktion ist nötig, um schwierige Sachverhalte schnell verständlich zu machen. Beim Betrachter löst das Piktogramm eine bestimmte Assoziation zu einer bestimmten Bedeutung aus. Das Zeichen eines Piktogramms sollte daher eindeutig und unmissverständlich sein, zudem klar und einfach. In der Regel sind Piktogramme ohne Text eingängig, dies ist auch das Ziel bei der Erstellung von Piktogrammen. Nur wenn sich ein minimales Vorwissen von Empfänger und Sender überschneiden, ist gewährleistet, dass das Piktogramm von beiden verstanden wird. Meistens haben Piktogramme einen starken Aufforderungscharakter, z. B. bei der Verwendung von Verkehrszeichen. Andere Anwendungsgebiete sind bspw. Leitsysteme an Flughäfen, Bahnhöfen oder Sportanlagen. Anders gesagt: Menschen begegnen ihnen täglich.
Ökonome und Gestalter wie Otto Neurath, Otl Aicher oder Herbert W. Kapitzki waren Entwickler von Piktogrammen und Leitsystemen. Für Otto Neurath sind Piktogramme Elemente eines Systems von absoluter Geltung. Das Piktogramm ist für ihn ein Teil des Leitsystems, welches einmalig und durch kein anderes in der Aussage zu ersetzen ist. Otl Aicher sagte hingegen dazu, dass das Piktogramm Zeichencharakter haben muss und keine Illustration sein sollte. Für Herbert W. Kapitzki ist ein Piktogramm ein ikonisches Zeichen, welches die Eigenschaften der darstellenden Figuration abbildet und durch Abstrahieren Zeichenqualität erhält. Die Definitionen der drei Entwickler geben Aufschluss über die Optik, die Aufgabe und die Geschichte der Piktogramme. Allerdings gibt es noch die Semiotik, die Zeichenlehre, die in Kapitel 2.2 genauer beschrieben wird. Sie zeigt zusätzliche Aspekte des Piktogramms auf. Außerdem gibt es neben den Piktogrammen noch andere Arten von Zeichen, die den Piktogrammen zwar sehr ähnlich sind und auch gerne verwechselt werden, aber nicht zu dieser Rubrik gehören.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Information, Botschaft und Signal und definiert das Piktogramm als visuelle Weltsprache, die kultur- und bildungsunabhängig Orientierung bietet.
2. Das Piktogramm: Hier werden die semantischen und semiotischen Grundlagen von Piktogrammen, deren Abgrenzung zu anderen Zeichen wie Ikonen und Symbolen sowie ihre Rolle als Syntax und Paradigma in Leitsystemen behandelt.
3. Die Geschichte des Piktogramms und seine Pioniere: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Urzeit über die Antike bis zur Neuzeit nach und stellt maßgebliche Entwickler und Methoden wie das ISOTYPE-System vor.
4. Mediengeschichte und Gesellschaft – Grundsteine der Piktogramme: Die Autorin untersucht hier den Einfluss von Mediennutzung, Technologie und gesellschaftlichen Ereignissen (von 1900 bis ins 21. Jahrhundert) auf die Verbreitung und Form von Piktogrammen.
5. Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts: Hier wird analysiert, wie verschiedene avantgardistische Kunstströmungen – vom Fauvismus bis zur Postmoderne – die formale Gestaltung und Ästhetik von Piktogrammen geprägt haben.
6. Befragung: Dieses Kapitel präsentiert eine Expertenbefragung unter Design-Agenturen, die Erkenntnisse über die heutige Praxis sowie Prognosen für die zukünftige Entwicklung von Piktogrammen liefert.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die bestätigt, dass Technologie primär die Funktion und Kunst die Optik von Piktogrammen beeinflusst, und betont die Notwendigkeit einheitlicher Standards für eine funktionierende visuelle Weltsprache.
Piktogramm, Visuelle Weltsprache, Semiotik, Mediengeschichte, Informationsdesign, Kunstgeschichte, Leitsysteme, Kommunikation, Abstraktion, Signaletik, Grafikdesign, Technologie, Zeichentheorie, Ikonizität, Orientierung.
Die Arbeit untersucht, wie Piktogramme als visuelle Weltsprache fungieren und welchen Einfluss technologische Entwicklungen sowie kunsthistorische Strömungen auf deren Form und Funktion seit dem 20. Jahrhundert haben.
Die zentralen Themen sind die semiotische Einordnung von Piktogrammen, die Analyse der Mediengeschichte, der Einfluss verschiedener Kunstepochen auf die Gestaltung und die Untersuchung der aktuellen Praxis durch eine Befragung von Experten.
Das Ziel ist es zu klären, ob der Weg zur vollständigen visuellen Weltsprache bereits beendet ist und welche Rolle moderne Designer dabei spielen, ein Gleichgewicht zwischen Standardisierung und ästhetischem Anspruch zu wahren.
Neben einer tiefgehenden Literaturanalyse zur Kunst- und Mediengeschichte führt die Autorin eine quantitative Expertenbefragung bei ausgewählten Design-Agenturen durch, um aktuelle Tendenzen zu validieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen und Semiotik), eine historische Rückschau (Entwicklung des Piktogramms), eine Analyse der Medieneinflüsse sowie eine detaillierte Betrachtung des Einflusses kunsthistorischer Strömungen auf die grafische Gestaltung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Piktogramm, Visuelle Weltsprache, Semiotik, Informationsdesign, Mediengeschichte und Kunstgeschichte.
Die Autorin verdeutlicht, dass Piktogramme meist hybride Zeichen sind, die Elemente von Ikonen (Abbildhaftigkeit), Symbolen (verabredete Bedeutung) und Indizes (Umgebung/Kontext) kombinieren, was für ein präzises Verständnis der Zeichenlehre essenziell ist.
In dieser Zeit wuchs durch technologischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wandel der Bedarf an Orientierung, was zur Etablierung erster internationaler Verkehrszeichen und zur Entwicklung der "Wiener Methode" (ISOTYPE) führte.
Die Pop Art hat laut der befragten Designer den stärksten Einfluss auf Piktogramme ausgeübt, da sie alltägliche Motive in den Fokus rückte und durch neue Siebdrucktechniken die Formensprache klarer und einfacher gestaltete.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Ziel einer universellen Sprache noch nicht erreicht ist. Statt Neuerfindungen sind klare, bekannte Konventionen notwendig, wobei die Funktion der Zeichen stets Vorrang vor individuellen künstlerischen Ambitionen haben muss.
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