Diplomarbeit, 2012
156 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 South Park – Eine Zeichentrickserie schockiert die Öffentlichkeit
2.1 South Park in der Öffentlichkeit
2.1.1 Reaktionen in der Presse
2.2.2 Proteste gesellschaftlicher Interessensgruppen
2.2.3 Wissenschaftliche Arbeiten über South Park
2.3 Verteidigungsstrategien à la South Park
2.4 Zwischenresümee
3 Zensur – Ein Begriff im Wandel der Zeit
3.1 Definition von Zensur
3.2 Bereiche und Motive von Zensur
3.2.1 Zensurpyramide nach William Albig
3.3 Exkurs: Standards & Practices als moderne Form von Zensur
3.4 Zwischenresümee
4 South Park vs. Gesetz
4.1 Gesetzliche Zensurbestimmungen in den USA
4.1.1 OPI-Vorgaben
4.1.2 TV Parental Guidelines
4.1.3 Zwischenresümee
4.2 South Park und Schimpfwörter
4.2.1 „Seven Words you can never say on Television“
4.2.2 Enttabuisierung à la South Park
4.2.3 Die Effektivität von Beep-Tönen
4.2.4 Zwischenresümee
4.3 South Park und Sex
4.4 South Park und Gewalt
4.5 Zwischenresümee
5 South Park vs. Religion
5.1 Der Fall Mohammed - Die Entstehung eines medialen Tabus
5.1.1 Erster Akt: Aus einer Zeit, ohne Mohammed-Tabu
5.1.2 Intermezzo: Der Karikaturenstreit
5.1.3 Zweiter Akt: Das Tabu weitet sich aus
5.1.4 Dritter Akt: Das Tabu manifestiert sich
5.1.5 Zwischenresümee
6 South Park vs. Political Correctness
6.1 Ein Tabuwort wird gesellschaftsfähig – „Fag“ im Wandel der Zeit
6.2 South Park und rassistische Äußerungen
6.3 Political Correctness im Kontext der kulturellen Vergangenheit
6.4 Deutschland und das Verhältnis zum Antisemitismus
6.5 Zwischenresümee
7 Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Zensurpraxis und den Umgang mit Tabubrüchen in der US-amerikanischen Zeichentrickserie "South Park". Dabei wird analysiert, inwieweit das gesellschaftskritische Konzept der Serie durch gesetzliche Vorgaben, religiöse Einflussnahme, ökonomischen Druck oder Forderungen nach "Political Correctness" eingeschränkt wird.
Zensur – Ein Begriff im Wandel der Zeit
Censorship is an enormous, wide-ranging topic, far more complex than simply cutting the ‘naughty bits’ out of movies, shutting down adult bookshops, or muzzling civil service whistling-blowers.
Der zentrale Begriff dieser Arbeit ist Zensur. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Ausdruck? Welche Bedeutung hat er für unsere Gesellschaft und in welchen Bereichen findet Zensur statt? Diese Fragen sind unabdingbar, wenn wir uns im weiteren Verlauf dieser Arbeit mit Zensurfällen bei South Park auseinandersetzen wollen. Eine allgemeingültige Begriffserklärung zu finden ist jedoch alles andere als einfach, denn das Phänomen Zensur hat im Laufe der Jahrhunderte immer komplexere Ausmaße angenommen und sich in den einzelnen Gesellschaften, Kulturen und Epochen unterschiedlich entwickelt. Wie vielschichtig der Begriff mittlerweile geworden ist, stellt u.a. auch Ulla Otto fest: Die Verwirrung, die sich allerorts in der Argumentation über das Thema Zensur bemerkbar macht, […] belegt, wie wenig scharf umrissen und wie klärungsbedürftig der Fragenkomplex im Zusammenhang mit diesem Phänomen im Grunde noch ist.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die zentrale Fragestellung ein, ob und aus welchen Gründen die Zeichentrickserie "South Park" Zensurmaßnahmen unterliegt.
2 South Park – Eine Zeichentrickserie schockiert die Öffentlichkeit: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Überblick über die Serie und deren Rezeption sowie die Strategien der Macher, um auf Kritik zu reagieren.
3 Zensur – Ein Begriff im Wandel der Zeit: Der Autor erarbeitet ein theoretisches Basiswissen über den Zensurbegriff, wobei insbesondere die Zensurpyramide von William Albig zur Differenzierung herangezogen wird.
4 South Park vs. Gesetz: Hier werden die gesetzlichen Zensurbestimmungen in den USA und deren Auswirkungen auf die Serie im Kontext von Jugendschutz, Schimpfwörtern, Sex und Gewalt beleuchtet.
5 South Park vs. Religion: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung religiöser Tabus am Beispiel des Falls Mohammed und zeigt auf, wie religiöse Organisationen Druck auf die Produktion ausüben.
6 South Park vs. Political Correctness: Der Autor untersucht den Einfluss gesellschaftlicher Tabus auf die Serie und analysiert, wie sich der Umgang mit rassistischen Begriffen sowohl im Original als auch in der Synchronisation darstellt.
7 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Komplexität der Zensurvorgänge bei der Serie.
South Park, Zensur, Tabubruch, Political Correctness, Religionsfreiheit, Jugendschutz, Standards & Practices, FCC, Mohammed-Tabu, Selbstzensur, Gesellschaftskritik, Satire, Medienregulierung, Antisemitismus, US-Kabelfernsehen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der provokanten, satirischen Zeichentrickserie "South Park" und den verschiedenen Formen gesellschaftlicher, gesetzlicher und institutioneller Zensur.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Zensur durch Gesetze, religiöse Institutionen, Werbepartner sowie auf dem Einfluss der politischen Korrektheit auf Medieninhalte.
Das Ziel ist es, aufzudecken, bei welchen Themen und aus welchen Beweggründen die Serie Zensurmaßnahmen erfahren hat und wie die Macher darauf reagieren.
Der Autor nutzt eine Kombination aus inhaltlicher Analyse von Episoden, Medienrezeption und der Anwendung theoretischer Modelle (z.B. die Zensurpyramide nach William Albig) zur Einordnung der Zensurfälle.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Komplexe: Die gesetzliche Ebene (USA), religiöse Motive (besonders der "Fall Mohammed") sowie gesellschaftliche Tabus unter dem Schlagwort "Political Correctness".
Begriffe wie "Selbstzensur", "Standards & Practices", "Equal-Opportunity Offender" und "mediales Tabu" sind zentral für das Verständnis der Argumentation.
Der Vergleich dient dazu, kulturelle Unterschiede in der Tabuisierung von Begriffen aufzuzeigen, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit antisemitischen Äußerungen in Deutschland.
Er dient als Paradebeispiel für eine organisierte Gruppenzensur, die unter Androhung von Gewalt weitreichende Konsequenzen für die Ausstrahlung einer Serie hatte und zeigt die Grenzen der Meinungsfreiheit auf.
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