Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: in Korrektur
1 Einleitung
2 Grundlagen des Entlohungssystems beim Portfoliomanagement
2.1 Prinzipal-Agenten-Beziehung zwischen Investor und Portfoliomanager
2.1.1 Grundmodell
2.1.2 Probleme
2.1.3 Lösungsansätze
2.2 Benchmarking als Entlohnungssystem
3 Auswirkungen von Benchmarking auf die Prinzipal-Agenten-Beziehung
3.1 Theoretische Modelle
3.2 Empirische Studien
4 Einsatz von Benchmarking
4.1 Auswahl einer geeigneten Benchmark
4.2 Auswirkungen von Variationen des Benchmarkingvertrags auf die Prinzipal-Agenten-Beziehung
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Eignung von Benchmarking als extrinsisches Entlohnungssystem für Portfoliomanager. Dabei wird analysiert, inwieweit dieses System dazu beitragen kann, das Prinzipal-Agenten-Problem zwischen Investoren und Fondsmanagern zu lösen und die Interessen beider Parteien in Einklang zu bringen.
2.1.2 Probleme
Grundlage für Probleme, die sich aus der Prinzipal-Agenten-Beziehung ergeben, ist die Gefahr, dass der Agent durch opportunistisches Verhalten nicht im nutzenmaximierenden Sinne des Prinzipals handelt. Somit beschäftigt sich die Prinzipal-Agenten-Theorie im Rahmen dieser Arbeit mit den Problemen, die sich negativ für den Investor auswirken.
Die Konflikte, die im Rahmen dieser Beziehung entstehen, lassen sich unter den Begriffen Adverse Selektion und Moral Hazard subsummieren. Beiden Phänomenen liege die Informationsasymmetrie zugrunde.
Jost (2001) unterscheidet drei Typen von Informationsasymmetrien: Hidden Characteristics, Hidden Action und Hidden Information. Hidden Characteristics ist die dem Prinzipal vor Vertragsabschluss verborgene Fähigkeit seines Agenten. Hidden Action meint die für den Prinzipal unbekannte Anstrengung des Agenten. Von Hidden Information spricht man, wenn dem Prinzipal Informationen über die Umwelteinflüsse fehlen.
Adverse Selektion tritt zeitlich gesehen vor Vertragsabschluss auf. Ihr liegt die Informationsasymmetrie Hidden Characteristics zugrunde. Die Herausforderung besteht darin, einen guten Manager zu finden. Deshalb bietet der Prinzipal ihm einen Vertrag an, der für einen durchschnittlichen Agenten auf dem Markt optimal wäre. Der Agent geht das Vertragsverhältnis nur ein, wenn er durchschnittlich oder schlechter ist, da er sonst unterbezahlt ist. Somit besteht für den Prinzipal stets das Risiko, einem Agenten mehr zu bezahlen, als er allein durch seine Fähigkeitsausstattung verdient.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der leistungsorientierten Vergütung von Portfoliomanagern und Darstellung der kontroversen Diskussion über Benchmarking.
2 Grundlagen des Entlohungssystems beim Portfoliomanagement: Theoretische Herleitung der Prinzipal-Agenten-Beziehung und Einordnung von Benchmarking als mögliches Anreizsystem.
3 Auswirkungen von Benchmarking auf die Prinzipal-Agenten-Beziehung: Kritische Analyse theoretischer Modelle und empirischer Studien hinsichtlich der Effekte auf Managerverhalten und Anstrengung.
4 Einsatz von Benchmarking: Untersuchung der Auswahlkriterien für Benchmarks sowie Analyse von Vertragsvariationen zur Minderung adverser Anreizwirkungen.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Benchmarking-Eignung und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Benchmarking, Portfoliomanagement, Prinzipal-Agenten-Theorie, Anreizsystem, Moral Hazard, Adverse Selektion, Investmentfonds, Risiko, Rendite, Vergütung, Performance, Kapitalanlagegesellschaft, Informationsasymmetrie, Risikomanagement, Strategie.
Die Arbeit analysiert die Wirkung von Benchmarking-basierten Vergütungssystemen auf das Verhalten von Portfoliomanagern im Kontext der Prinzipal-Agenten-Beziehung zum Investor.
Themen sind die Theorie der Prinzipal-Agenten-Beziehung, die Struktur von Benchmarking-Verträgen, die Auswirkungen auf das Risiko- und Leistungsverhalten sowie Strategien zur Optimierung der Vertragsbedingungen.
Das Ziel ist die kritische Bewertung der Eignung von Benchmarking als Instrument zur Interessenangleichung zwischen Investor und Manager unter Berücksichtigung von Anreizproblemen.
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturanalyse, die theoretische Modelle sowie empirische Studien in diesem Fachbereich zusammenführt und kritisch bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung, die Analyse der Auswirkungen auf die Anreizstruktur sowie die praktische Betrachtung von Benchmarking-Einsätzen und deren Optimierungspotenzialen.
Zentrale Begriffe sind Benchmarking, Prinzipal-Agenten-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selektion und Performance-basierte Vergütung.
Manager können dazu verleitet werden, ein unangemessen hohes Risiko einzugehen, um Benchmarkvorgaben zu erreichen oder Verluste auszugleichen, was nicht zwangsläufig dem Risikoappetit des Investors entspricht.
Diese Vertragsformen wirken unterschiedlich auf das Verhalten der Manager: Symmetrische Verträge bestrafen Unterperformance, während asymmetrische Verträge (oft Optionscharakter) keine explizite Strafkomponente beinhalten, was jeweils andere Anreizkonstellationen schafft.
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