Bachelorarbeit, 2013
54 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung – Zombie-Horror vs. menschliches Drama
2. Die Geschichte des Zombies in Film und Fernsehen
2.1 Der Voodoo-Zombie
2.2 George A. Romeros revolutionäre Filme und der Hollywood-Zombie
2.3 Der Virus-Zombie
3. THE WALKING DEAD – Die Serie
3.1 Ein Überblick
3.2 Erfolge & Promotion
4. Genre-Theorie
4.1 Das Genre
4.1.1 Die Genre-Theorie
4.1.2 Die Genre-Entwicklung
4.1.3 Genre-Hybridität
4.2 Genres in THE WALKING DEAD
4.2.1 Das Genre Horror
4.2.2 Horror in THE WALKING DEAD
4.2.3 Das Genre Drama
4.2.4 Drama in THE WALKING DEAD
4.2.5 Das Genre Western
4.2.6 Western in THE WALKING DEAD
5. Fazit – Drama in monströser Verkleidung
Die vorliegende Arbeit analysiert die US-amerikanische Serie "The Walking Dead" aus genretheoretischer Sicht. Ziel ist es, zu klären, ob sich die Produktion trotz ihres Zombie-Szenarios primär als Horrorserie klassifizieren lässt oder ob die Genrezuschreibung aufgrund hybrider Strukturen und einer starken Fokussierung auf zwischenmenschliche Dramatik komplexer zu bewerten ist.
4.2.1 Das Genre Horror
Horror ist wie Science Fiction und Fantasy Teil des phantastischen Kinos. Meteling definiert als Essenz des Genres die „Bedrohung des menschlichen Geistes und Körpers […] und dies mit einer Rhetorik der Gewalt, des Schreckens, der Angst und des Ekels [ausgemalt], so dass diese Bedrohung sich jenseits der Leinwand in Richtung Zuschauerraum erstreckt.“ Das Zitat stimmt schon darauf ein, dass bei der Bestimmung dieses Genres zwei Ausgangspunkte möglich sind: zum einen eine Definition ausgehend von inhaltlichen bzw. formalen Kriterien und zum anderen eine auf die erwünschte Wirkung beim Rezipienten ausgerichtete Untersuchung.
Bezüglich der Wirkung lässt sich verallgemeinernd sagen: In einem weiten, wirkästhetischen Verständnis meint Horrorfilm alles, was […] auf dem Bildschirm beim Zuschauer gezielt Angst, Panik, Schrecken, Gruseln, Schauer, Ekel, Abscheu hervorrufen soll - negative Gefühle in all ihren Schattierungen.
Carroll bezeichnet dies als ,mirroring-effect‘, da die Gefühle des Publikums idealerweise parallel zu denen der Charaktere verlaufen. Der Horror-Film gehört damit wie das Melodrama und der pornographische Film zu den ,body genres‘, die „den Körper vornehmlich in einem Zustand von unkontrollierter (Über)Erregtheit, der Ekstase, der Angst, der überwältigenden Emotion [darstellen].“
1. Einleitung – Zombie-Horror vs. menschliches Drama: Die Einleitung führt in die Thematik der Zombie-Narrative ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Genreeinordnung der Serie "The Walking Dead".
2. Die Geschichte des Zombies in Film und Fernsehen: Dieses Kapitel zeichnet die historische Evolution des Zombies vom Voodoo-Sklaven über den klassischen Romero-Zombie bis hin zum modernen Virus-Zombie nach.
3. THE WALKING DEAD – Die Serie: Hier werden die Serie, ihre Handlung, die Charaktere sowie der enorme mediale Erfolg und die begleitende Marketingstrategie vorgestellt.
4. Genre-Theorie: Es erfolgt eine theoretische Fundierung des Genre-Begriffs, der Genre-Entwicklung und der Hybridisierung, welche anschließend exemplarisch auf die Serie angewendet wird.
5. Fazit – Drama in monströser Verkleidung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Serie aufgrund ihrer hybriden Genrestruktur primär als zwischenmenschliches Drama in einem apokalyptischen Rahmen zu verstehen ist.
The Walking Dead, Zombie, Horror, Drama, Western, Genre-Hybridisierung, Genre-Theorie, Apokalypse, Serialisierung, Medienwissenschaft, Untote, Gesellschaftsanalyse, Medienkultur, Genrefilm, Körperbilder
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer genretheoretischen Analyse der Fernsehserie "The Walking Dead" und untersucht, wie die Serie verschiedene Gattungen wie Horror, Drama und Western miteinander verknüpft.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des Zombie-Films, die Theorie der Genre-Hybridisierung und die spezifische narrative Struktur der Serie im Kontext von Charakterdramen und apokalyptischen Schauplätzen.
Es wird untersucht, ob "The Walking Dead" eindeutig dem Horrorgenre zugeordnet werden kann oder ob Horror-Elemente lediglich eine Funktion in einem hybriden Gefüge aus Drama und Western einnehmen.
Die Autorin nutzt eine medienkulturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf genretheoretische Literatur, um die filmischen und narrativen Konventionen der Serie zu dekonstruieren und in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Zombiedarstellung, eine Beschreibung der Serie und eine detaillierte genretheoretische Untersuchung von Horror, Drama und Western innerhalb der Serie.
Die Arbeit definiert sich durch Begriffe wie Zombie, Genre-Hybridisierung, Serialisierung, Medienkultur, Apokalypse und die spezifische Verbindung von Horror und menschlichem Drama.
Die Charaktere dienen als Dreh- und Angelpunkt für die dramatischen Anteile der Serie; ihre Interaktionen und Entscheidungen im Angesicht der Apokalypse machen laut der Arbeit den eigentlichen Kern der Serie aus, der über den reinen Monster-Horror hinausgeht.
Die Arbeit zeigt, dass die Serie explizite Ikonographien des Westerns nutzt, etwa den Sheriff-Helden Rick, die einsame Reise durch ein „neues Grenzland“ und die moralischen Ambivalenzen, die auch das psychologische Western-Genre prägen.
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