Diplomarbeit, 2004
75 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2. VORGEHENSWEISE
2. KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN
2.1. MITTELSTANDSDEFINITION DES INSTITUTS FÜR MITTELSTANDSFORSCHUNG BONN
2.2. MITTELSTANDSDEFINITION DER EUROPÄISCHEN UNION
2.3. AKTUELLE FINANZIERUNGSSITUATION DER KMU
2.4. EIGENKAPITALAUSSTATTUNG DES MITTELSTANDES
2.5. URSACHEN DER EIGENKAPITALSCHWÄCHE
2.6. UNTERNEHMENSINSOLVENZEN
2.7. URSACHEN DER INSOLVENZEN
3. DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG
3.1. SÄULE 1: MINDESTKAPITALANFORDERUNGEN
3.1.1. KREDITAUSFALLRISIKO
3.1.1.2. DER IRB- ANSATZ
3.1.1.3. RETAIL- SEGMENT
3.1.2. OPERATIONELLE RISIKEN
3.1.3. MARKTRISIKO
3.2. SÄULE 2: BANKENAUFSICHT
3.3. SÄULE 3: MARKTDISZIPLIN
3.4. AUSWIRKUNGEN VON BASEL II AUF DIE KREDITPREISGESTALTUNG
UND DAS KREDITVERGABEVERHALTEN DER BANKEN
4. RATING
4.1. DEFINITION DES BEGRIFFS RATING
4.2. KOMPONENTEN EINES RATINGS
4.2.1. QUANTITATIVE FAKTOREN
4.2.2. QUALITATIVE FAKTOREN
4.3. BANKINTERNES VERSUS BANKEXTERNES RATING
5. RATING- ADVISORY
5.1. DEFINITION DES BEGRIFFES
5.2. AUFGABEN UND ABLAUF EINES RATING- ADVISORY- PROZESSES
5.3. RATING- ADVISORY FÜR DEN MITTELSTAND
6. HANDLUNGSEMPFEHLUNG FÜR DEN MITTELSTAND
6.1. AUSBAU UND VERBESSERUNG DER UNTERNEHMENSPLANUNG UND –KONTROLLE
6.2. VERBESSERUNG DER TRANSPARENZ
6.3. RISIKOBEWÄLTIGUNG
6.4. NACHFOLGE- UND VERTRETUNGSREGEL
6.5. DIE ERHÖHUNG DER EIGENKAPITALBASIS
6.6. MAßNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DER FINANZIERUNGSSTRUKTUR
6.6.1. REDUZIERUNG DER KAPITALBINDUNG
6.6.2. OPTIMIERUNG DER FINANZPLANUNG
7. ALTERNATIVE FINANZIERUNGSQUELLEN
7.1. LEASING
7.2. FACTORING
7.3. FORFAITIERUNG
7.4. BETEILIGUNGSFINANZIERUNG
7.4.1. VENTURE- CAPITAL/ PRIVATE EQUITY
7.4.2. DIREKTBETEILIGUNGEN
7.4.3. MEZZANINE- KAPITAL
8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Baseler Regelwerks (Basel II) auf klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland. Das primäre Ziel besteht darin, geeignete Maßnahmen für KMU zu erarbeiten, um durch eine proaktive Ratingvorbereitung ihre Bonität zu verbessern und die Chancen auf günstigere Kreditkonditionen zu erhöhen.
4.2.1. Quantitative Faktoren
Zu den quantitativen Faktoren (Hard Facts) gehören all jene Komponenten, die den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens widerspiegeln. Um eine entsprechend breite Beurteilungsgrundlage zu erhalten und die Tendenzen in der Entwicklung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage eines Unternehmens deutlicher feststellen zu können, analysieren die Banken die Jahresabschlüsse der letzten Drei bis fünf Jahre. Im Rahmen eines Rating wird zunähst die Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens analysiert. Dabei werden verschiedene Kennzahlen als Hilfsmittel eingesetzt, auf deren nähere Definitionen im Folgenden eingegangen wird.
Zur Beurteilung der Kapitalstruktur wird mit der Eigenkapital- und Fremdkapitalquote gearbeitet. Die Eigenkapitalquote spiegelt dabei die Eigenkapitalintensität gemessen am Gesamtkapital eines Unternehmens wieder. Je höher die Eigenkapitalquote eines Unternehmens ist, desto unabhängiger ist es gegenüber den Fremdkapitalgebern. Die Banken erwarten hinsichtlich einer „gesunden Verschuldung“ des Unternehmens einen Verschuldungsgrad von ≤ 2.
Aufschlussreich ist insbesondere der dynamische Verschuldungsgrad, anhand dessen die Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens beurteilt werden kann.
Nach der Betrachtung der Relationen auf der Passivseite der Bilanz wird durch eine Gegenüberstellung beider Bilanzseiten, also Kapital und Vermögen, die Deckungsverhältnisse der beiden untersucht. Der Anlagendeckungsgrad I basiert auf der Idealvorstellung, dass das Anlagevermögen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung steht und nach der „goldenen Finanzierungsregel“ mit Eigenkapital finanziert werden und sollte daher immer über 100 Prozent betragen.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung durch Basel II für den Mittelstand und Definition des Ziels, Maßnahmen zur Ratingverbesserung aufzuzeigen.
2. KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN: Analyse der Bedeutung des Mittelstands für die Volkswirtschaft und Untersuchung der aktuellen Finanzierungssituation sowie der Ursachen für Eigenkapitalschwäche und Insolvenzen.
3. DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Erläuterung der drei Säulen von Basel II und deren Auswirkungen auf die Kreditpreisgestaltung sowie die Anforderungen an Banken und Unternehmen.
4. RATING: Definition des Begriffs Rating und detaillierte Erarbeitung der entscheidenden quantitativen und qualitativen Beurteilungskriterien.
5. RATING- ADVISORY: Beschreibung des Aufgabenfeldes und des Prozesses der Ratingberatung als Unterstützung für mittelständische Unternehmen.
6. HANDLUNGSEMPFEHLUNG FÜR DEN MITTELSTAND: Konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Unternehmensplanung, Transparenz und Finanzierungsstruktur.
7. ALTERNATIVE FINANZIERUNGSQUELLEN: Untersuchung von Alternativen zum Bankkredit wie Leasing, Factoring, Forfaitierung und Beteiligungsfinanzierung zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG: Abschließende Betrachtung der Risiken und Chancen von Basel II für den Mittelstand und der Notwendigkeit einer frühzeitigen Anpassung.
Basel II, Mittelstand, KMU, Rating, Bonität, Eigenkapital, Finanzierung, Kreditrisiko, Rating-Advisory, Unternehmensführung, Insolvenzprävention, Bankenaufsicht, Bilanzanalyse, Risikomanagement, Mezzanine-Kapital.
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken, die das neue Baseler Regelwerk (Basel II) für die Finanzierung von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) mit sich bringt.
Zentrale Themen sind die Bedeutung des Ratings für die Kreditvergabe, die Analyse von quantitativen und qualitativen Unternehmensdaten sowie Strategien zur Optimierung der Finanzierungsstruktur durch alternative Finanzierungsquellen.
Das Ziel ist die Erarbeitung konkreter Maßnahmen für den Mittelstand, um durch eine professionelle Ratingvorbereitung die Bonität zu steigern und somit langfristig günstigere Kreditkonditionen zu erreichen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von empirischen Studien und Beratungspraxen zur Unternehmensfinanzierung und Bonitätsbewertung.
Im Hauptteil werden die Grundlagen von Basel II, der Aufbau von Ratingverfahren, die Rolle der Rating-Advisory sowie verschiedene Handlungsoptionen für Unternehmen zur Risikobewältigung und Eigenkapitalstärkung detailliert dargelegt.
Wesentliche Begriffe sind Basel II, Rating, Mittelstand, Bonität, Eigenkapital, Finanzierungsalternativen, Transparenz und Risikomanagement.
Das Pre-Rating dient dazu, Stärken und Schwächen eines Unternehmens frühzeitig aufzudecken, um durch spezifische Handlungsempfehlungen noch vor dem eigentlichen Bank-Rating korrigierend eingreifen zu können.
Durch Basel II steigt der Informationsbedarf der Banken massiv an; daher ist eine fundierte Mehrjahresplanung, ergänzt durch eine rollierende Liquiditätsvorschau, essenziell geworden, um dem Kreditgeber ein plausibles Bild der künftigen Unternehmensentwicklung zu vermitteln.
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