Masterarbeit, 2013
85 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Begriffsklärung
2 Geschwisterbeziehungen in Familien
2.1 Stand der Forschung und Theorien zur Geschwisterbeziehung
2.2 Die Geschwisterbeziehung
2.2.1 Geschwisterbindung – Exkurs in Bowlbys Bindungstheorie
2.2.2 Einflüsse auf die Geschwisterbeziehung
3 Familien mit einem schwer chronisch erkrankten oder behinderten Kind
3.1 Belastungen von Familien mit chronisch erkrankten oder behinderten Kindern
3.2 Bewältigungsstrategien
4 Die Geschwisterbeziehung von Kindern und ihren chronisch erkrankten oder behinderten Geschwistern
4.1 Einblicke in die Forschung
4.2 Die Geschwisterbeziehung von Geschwisterkindern schwer chronisch kranker und behinderter Kinder und ihre Einflussfaktoren
4.3 Die Bedeutung der elterlichen Erwartungen und ihres Verhaltens für die Geschwister beeinträchtigter Kinder
5 Entwicklungspsychologische Aspekte in der Entwicklung der Geschwisterkinder mit Fokus auf die jüngeren nichtbeeinträchtigten Kinder
5.1 Wahrnehmung und Verarbeitung der Beeinträchtigung des Geschwisterkindes
5.2 Entwicklungsrisiken und Chancen für Geschwisterkinder
5.2.1 Risiken
5.2.2 Chancen
6 Förderung der psychosozialen Entwicklung der Geschwisterkinder von schwer chronisch erkrankten und behinderten Kindern durch Aufklärung, Information und Förderung der Resilienz
6.1 Aufklärung und Information
6.2 Resilienz
6.2.1 Resilienzförderung
6.2.2 Fördermöglichkeiten – Ideen aus der Frühförderung
6.2.3 Prozess der Resilienzförderung in Familien
6.2.4 Risikofaktoren für die Resilienzentwicklung von Familien mit einem chronisch kranken oder behinderten Kind
7 Unterstützungsmöglichkeiten für Geschwisterkinder von chronisch kranken oder behinderten Kindern
8 Resümee
Diese Master-Thesis untersucht die psychosoziale Entwicklung von jüngeren Geschwisterkindern, die mit einem schwer chronisch erkrankten oder behinderten Geschwister aufwachsen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Kinder ihre Lebenssituation bewältigen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind und welche Chancen sich aus dieser besonderen Familiensituation ergeben, um daraus Handlungsempfehlungen für die psychosoziale Unterstützung abzuleiten.
Die Bedeutung der elterlichen Erwartungen und ihres Verhaltens für die Geschwister beeinträchtigter Kinder
Eltern die ein Kind erwarten, haben stets ihre Wünsche und Erwartungen an diese Kinder. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Eltern von Kindern mit einem kranken oder behinderten Kind, besondere Erwartungen an ihre „gesunden“ Kinder stellen? Anhand der vorliegenden Literatur und Berichte zu diesem Thema wird deutlich, dass es tatsächlich diese bewussten und unbewussten Erwartungen gibt und dass sie sich maßgeblich auf die Entwicklung der gesunden Kinder auswirken können.
Wenn in eine Familie die bereits ein beeinträchtigtes Kind hat, ein weiteres Kind geboren wird, dominiert zu Beginn die Sorge davor wieder ein krankes oder behindertes Kind zu bekommen. Diese Kinder stehen daher häufig unter besonderer Beobachtung und der Erwartung, dass sie sich „normal“ entwickeln. Unbewusst entstehen bei einigen Familien schon vor der Geburt der Wunsch und die Erwartungshaltung, dass dieses Kind all die Dinge schaffen soll, die das Erstgeborene nicht erreichen konnte oder kann. Das jüngere Kind soll die Eltern wenn möglich, für all das entschädigen was sie an Mühen und Sorgen mit dem ersten Kind erleben. In ihre Geburt wird die ganze Hoffnung der Familie gesetzt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der besonderen Lebenssituation von Geschwisterkindern beeinträchtigter Kinder und Darlegung des Erkenntnisinteresses.
2 Geschwisterbeziehungen in Familien: Theoretische Grundlagen zur Geschwisterbeziehung, inklusive eines Exkurses in die Bindungstheorie und der Analyse von Einflussfaktoren.
3 Familien mit einem schwer chronisch erkrankten oder behinderten Kind: Betrachtung des familiären Lebensumfelds, der spezifischen Belastungen und gängiger Bewältigungsstrategien.
4 Die Geschwisterbeziehung von Kindern und ihren chronisch erkrankten oder behinderten Geschwistern: Analyse der empirischen Forschung und der Faktoren, die diese spezielle Geschwisterbeziehung beeinflussen.
5 Entwicklungspsychologische Aspekte in der Entwicklung der Geschwisterkinder mit Fokus auf die jüngeren nichtbeeinträchtigten Kinder: Untersuchung der Identitätsentwicklung und möglicher Risiken sowie Chancen anhand des Stufenmodells von Erikson.
6 Förderung der psychosozialen Entwicklung der Geschwisterkinder von schwer chronisch erkrankten und behinderten Kindern durch Aufklärung, Information und Förderung der Resilienz: Darstellung von Möglichkeiten zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft durch Aufklärung und Resilienzprozesse.
7 Unterstützungsmöglichkeiten für Geschwisterkinder von chronisch kranken oder behinderten Kindern: Konkrete Empfehlungen für Eltern und Fachleute zur Unterstützung der Geschwisterkinder.
8 Resümee: Zusammenfassende Schlussfolgerung und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Geschwisterkinder, chronische Erkrankung, Behinderung, Resilienz, psychosoziale Entwicklung, Familienorientierte Rehabilitation, Bewältigungsstrategien, Identitätsentwicklung, Bindungstheorie, Frühförderung, Familiendynamik, Erwartungsdruck, Aufklärung, Unterstützung, Fachberatung
Die Arbeit befasst sich mit der psychosozialen Situation und Entwicklung von Kindern, die ein schwer chronisch krankes oder behindertes Geschwister haben.
Die zentralen Themen sind die Geschwisterbeziehung, die familiäre Belastungssituation, entwicklungspsychologische Prozesse, die Rolle der Eltern sowie die Förderung von Resilienz.
Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Entwicklungsrisiken und Chancen dieser Kinder aufzuzeigen und Strategien für eine bessere psychosoziale Unterstützung zu entwickeln.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die einschlägige Fachliteratur und Forschungsergebnisse zur Geschwisterbindung, Entwicklungspsychologie und Resilienz systematisch zusammenführt und analysiert.
Der Hauptteil analysiert die Geschwisterbeziehung, die familiäre Dynamik, das Modell der Identitätsentwicklung nach Erikson bei dieser speziellen Kindergruppe sowie Möglichkeiten der Resilienzförderung.
Zentrale Begriffe sind Geschwisterkinder, Behinderung, chronische Erkrankung, Resilienz, familiäre Dynamik und psychische Widerstandskraft.
Die Autorin vermutet, dass für diese Kinder die Situation besonders schwierig ist, da Eltern oft Hoffnungen und Erwartungen in deren Geburt setzen, was die Rolle und Entwicklung dieser Kinder maßgeblich beeinflusst.
Oft unbewusst werden an gesunde Kinder Erwartungen geknüpft, das Erstgeborene zu kompensieren. Dies erzeugt Druck, Schuldgefühle und eine ständige Beobachtung, was die gesunden Kinder teils wie "kleine Erwachsene" agieren lässt.
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