Bachelorarbeit, 2013
103 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1 Mögliche Folgen eines Partnerverlustes
1.1 Trauerreaktionen der Verwitweten
1.1.1 Definition Trauer
1.1.2 Trauerphasen und Reaktionen
1.1.3 Pathologische Trauer
1.2 Kritisches Lebensereignis und Krise
1.2.1 Merkmale und Besonderheiten von kritischen Lebensereignissen
1.2.2 Krise
1.3 Nichtorganische Schlafstörungen
1.3.1 Definitionen und Symptomatik
1.3.2 Therapie
1.4 Neurotische Störungen
1.4.1 Angststörungen
1.4.1.1 Definitionen und Symptomatik
1.4.1.2 Therapie
1.4.2 Alkoholabhängigkeit
1.4.2.1 Definitionen und Symptomatik
1.4.2.2 Therapie
1.5 Affektive Störungen
1.5.1 Depression
1.5.1.1 Definitionen und Symptomatik
1.5.1.2 Therapie
1.5.2 Suizidalität
1.5.2.1 Definitionen und Symptomatik
1.5.2.2 Behandlungen
2 Lebenslagen der Verwitweten auf der Grundlage des Lebenslagenkonzeptes nach Clemens & Naegele
2.1 Lebenslage
2.1.1 Messung von Lebenslagen
2.2 Erläuterung des Lebenslagenkonzeptes
2.3 Einschränkung in den Handlungsspielräumen bei Verwitwung
2.3.1 Einkommens- und Vermögensspielraum
2.3.2 Materieller Versorgungsspielraum
2.3.3 Kontakt- und Kooperationsspielraum
2.3.4 Lern- und Erfahrungsspielraum
2.3.5 Dispositions- und Partizipationsspielraum
2.3.6 Muße- und Regenerationsspielraum
2.3.7 Unterstützungsressourcenspielraum
3 Angebote der Sozialen Arbeit zur Trauerbewältigung und zur Krisenbewältigung
3.1 Trauerberatung- und Begleitung
3.2 Trauercafe und Trauergruppen für Trauernde
3.3 Gruppenangebote innerhalb und außerhalb sozialer Einrichtungen
3.3.1 Freizeitangebote
3.3.2 Bildungsangebote
3.4 Wohnformen und Wohnmöglichkeiten
3.4.1 Alleinleben in einem Ein-Personen-Haushalt und Wohnraumanpassung
3.4.2 Betreute Wohngemeinschaften
3.4.3 Mehrgenerationenhäuser
4 Fazit und Ausblick
Diese Bachelor-Arbeit untersucht die Herausforderungen und Lebenslagen von hochaltrigen Menschen nach dem Verlust ihres Partners. Das primäre Ziel ist es, die psychischen und sozialen Folgen der Verwitwung zu analysieren und aufzuzeigen, wie Angebote der Sozialen Arbeit zur Trauer- und Krisenbewältigung sowie zur Erhaltung der Lebensqualität beitragen können.
1.1.2 Trauerphasen und Reaktionen
Jeder Mensch trauert individuell, gerade dann, wenn man seinen langjährigen Partner im höheren Alter verloren hat. Der Schmerz kann sehr groß und unerträglich sein. Man kann davon ausgehen, dass einzelne Reaktionen und Emotionen in der Trauer gleich sind und oftmals wiederkehren. Individuell dagegen sind das Ausmaß der Trauer, die Zeitspanne, die zeitliche Abfolge und vor allen Dingen die Art und Weise wie ein Mensch trauert. Das Trauerphasenmodell nach Petra Hugo zeigt einen offenen Kreis, einen sogenannten Spiralweg und bringt zum Ausdruck, dass das Trauern kein Anfang und kein Ende besitzt. Das Trauern ist ein dynamischer Prozess, welcher individuell und unvorhersehbar sein kann. Die Übergänge in dem Modell sind meist fließend und können auch mehrmals auftreten. Im Trauerprozess ist es für den hinterbliebenen Partner sehr wichtig, dass der Verlust des geliebten Menschen in das eigene Leben und in den Tagesablauf eingeordnet wird. Die Trauer befindet sich in einem ständigen Prozess und kann aber auch neue Hoffnung und neue Perspektiven bringen. (vgl. Körblein 2003: 7)
Die nachfolgende Abbildung zeigt das Trauerphasenmodell nach Petra Hugo. Hier erkennt man nun sehr deutlich einen Weg, „der sich wie eine Spirale durch die Trauererfahrung bewegt. So spricht man auch vom Trauerweg, weil Trauernde die Abschnitte teilweise mehrfach durchwandern.“ (Körblein 2003: 7) In diesen Bereichen geht der trauernde Partner hin und her, weil er einen neuen Weg in die Zukunft sucht. Das Finden dieses neuen Weges kann manchmal sehr schnell, aber auch sehr lange dauern. Ein genaues Schema für den Ablauf einer Trauer kann es nicht geben, da jeder Mensch auf seine Art und Weise die Trauer zum Ausdruck bringt.
1 Mögliche Folgen eines Partnerverlustes: Dieses Kapitel beschreibt die psychischen und körperlichen Auswirkungen eines Partnerverlustes, inklusive Definitionen von Trauer, Krisen und verschiedenen psychischen Störungen.
2 Lebenslagen der Verwitweten auf der Grundlage des Lebenslagenkonzeptes nach Clemens & Naegele: Hier werden die Lebenslagen von Verwitweten anhand von sieben Handlungsspielräumen systematisch untersucht und durch Daten des Deutschen Alterssurveys untermauert.
3 Angebote der Sozialen Arbeit zur Trauerbewältigung und zur Krisenbewältigung: Dieses Kapitel stellt praktische Interventionsmöglichkeiten vor, von Beratung über Trauercafés bis hin zu spezifischen Wohnformen für Senioren.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Unterstützung durch Soziale Arbeit im Alter zusammen und fordert eine intensivere Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Alterns.
Verwitwung, Partnerverlust, höheres Alter, Trauerprozess, Soziale Arbeit, Lebenslagenkonzept, Altersarmut, psychische Krise, Suizidalität, Depression, Lebensqualität, Wohnformen, soziale Isolation, soziale Teilhabe, Gerontopsychiatrie.
Die Arbeit befasst sich mit der psychischen und sozialen Situation von hochaltrigen Menschen, die ihren Lebenspartner verloren haben.
Zentrale Themen sind die Trauerbewältigung, die Veränderungen der Lebenslage nach dem Verlust sowie verschiedene Angebote der Sozialen Arbeit für Senioren.
Ziel ist es, die spezifischen Lebensrisiken bei Verwitwung im Alter zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Betroffene durch soziale Angebote unterstützt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Lebenslagenkonzept nach Clemens & Naegele sowie der Auswertung empirischer Daten des Deutschen Alterssurveys.
Der Hauptteil behandelt gesundheitliche Folgen wie Depressionen und Angststörungen, analysiert Handlungsspielräume (finanziell, sozial, wohnlich) und bewertet konkrete Hilfsangebote wie Trauercafés und Mehrgenerationenhäuser.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Verwitwung, Lebenslagen, soziale Teilhabe, Trauerprozess und Soziale Arbeit im Alter.
Das Wohnumfeld bestimmt die Selbstständigkeit und soziale Anbindung; bei Verwitwung können zudem finanzielle Probleme oder mangelnde Mobilität einen Umzug oder eine Anpassung notwendig machen.
Die Autorin unterscheidet zwischen der Lebensberatung zur Krisenbewältigung und der spezifischen Trauerberatung, die den gesunden Trauerprozess fördern und pathologische Entwicklungen verhindern soll.
Ehrenamtliche Tätigkeiten können helfen, neue Kontakte zu knüpfen, den Alltag neu zu strukturieren und das Gefühl zu vermitteln, in der Gesellschaft weiterhin gebraucht zu werden.
Der Begriff beschreibt Senioren, die das Internet nutzen, um soziale Isolation zu vermeiden und neue Möglichkeiten der Kommunikation und Informationssuche zu erschließen.
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