Magisterarbeit, 1998
101 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit untersucht die Rezeption des Antisemitismus in der Deutschkonservativen Partei in der Regierungszeit des Reichskanzlers Leo von Caprivi (1890-1894). Sie analysiert, wie die Partei mit dem aufkommenden Antisemitismus umging und wie dieser in ihrer Programmatik und Politik eine Rolle spielte. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, ob und inwiefern der Antisemitismus als Mittel zur Überwindung der inneren Krise der Partei genutzt wurde.
Die Einleitung stellt den historischen Kontext der Arbeit dar und erläutert die Bedeutung des Antisemitismus in der deutschen Geschichte. Kapitel 2 befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung des Antisemitismus von seinen Ursprüngen bis in die 1890er Jahre. Es werden die verschiedenen Motive und Strömungen des Antisemitismus beleuchtet. Kapitel 3 analysiert die Krise der Deutschkonservativen Partei in den Jahren 1890-1894. Es werden die politischen, wirtschaftlichen und innerparteilichen Gründe für die Krise dargestellt. Kapitel 4 untersucht, wie die Deutschkonservative Partei mit dem Antisemitismus umging und wie dieser in ihre Programmatik und Politik integriert wurde. Es werden die Auswirkungen des Antisemitismus auf die Partei analysiert.
Deutschkonservative Partei, Antisemitismus, Caprivizeit, politische Krise, wirtschaftliche Krise, Programmatik, politische Strategie, innere Opposition, Judenfeindschaft, nationalistische Strömungen, völkische Strömungen.
Die Arbeit untersucht die Rezeption des Antisemitismus in der Deutschkonservativen Partei (DKP) während der Regierungszeit von Reichskanzler Leo von Caprivi (1890-1894) und analysiert, wie dieser als politisches Instrument genutzt wurde.
Der Tivoli-Parteitag war entscheidend für die Aufnahme antisemitischer Forderungen in das Parteiprogramm der DKP, um auf die politische Krise und den drohenden Machtverlust zu reagieren.
Die Krise resultierte aus einem drohenden politischen und wirtschaftlichen Machtverlust, der Versöhnungspolitik Caprivis sowie der Konkurrenz durch antisemitische Bewegungen wie die von Böckel und Ahlwardt.
Die Arbeit beleuchtet christliche Motive, die Judenemanzipation als Basis, sowie fortschrittsfeindliche, nationalistische und völkische Motive des Antisemitismus im späten 19. Jahrhundert.
Der Bund der Landwirte wurde gegründet, um die wirtschaftlichen Interessen der Landwirtschaft zu vertreten und spielte eine wesentliche Rolle bei der Propagierung antisemitischer Inhalte im konservativen Milieu.
Die Einleitung nutzt Goldhagens Thesen zum tief verwurzelten Antisemitismus in Deutschland als Ausgangspunkt, um das historische Interesse an der Vorgeschichte des politischen Antisemitismus zu begründen.
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