Masterarbeit, 2013
110 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung – Akademiker im Fokus eines Anlagenbauunternehmens
1.2. Zielsetzung
1.3. Forschungsfrage
2. Hauptteil
2.1. Begriffsdefinitionen
2.1.1. Definition „Personalentwicklung“
2.1.2. Funktionen der Personalentwicklung
2.1.3. Definition „Kompetenz“
2.1.4. Wissen, Können und Qualifikation und Kompetenz im Vergleich
2.1.5. Definition „Talent“
2.2. Talent Management als Instrument und Verfahren im Unternehmen
2.2.1. Anforderungen und Kompetenzen – die Managementaufgabe
2.2.1.1. Die Anforderungen
2.2.1.2. Von der Behaltensschulung zur Kräfteschulung - die Managementaufgabe
2.2.1.3. Kompetenzmanagement - Kompetenzen messen und identifizieren
2.2.1.3.1. Das Bambeck-Competence-Instrument
2.2.1.3.2. Das Kasseler-Kompetenz-Raster
2.2.2. Das Talent Management
2.2.2.1. Kernaufgaben des Talent Managements
2.2.2.2. Talententwicklung
2.2.2.3. Qualitativer Bedarf - Soll-/Ist-Profile
2.2.2.4. Beurteilung von Talenten
2.2.2.5. Einsatz von Talenten - IT-gestützte Möglichkeiten
2.2.2.6. Grenzen des Talent Managements
3. Fazit und Schlussfolgerungen
Die Masterarbeit befasst sich mit der Definition und Ausgestaltung des Talentmanagements als strategische Managementaufgabe im 21. Jahrhundert, insbesondere vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels und der Entwicklung zur Wissensgesellschaft, unter besonderer Berücksichtigung des Kompetenzbegriffs.
1.1. Problemstellung – Akademiker im Fokus eines Anlagenbauunternehmens
„Im August zeigte sich der deutsche Ingenieurarbeitsmarkt im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert. So lag die gesamtwirtschaftliche Arbeitskräftenachfrage in den Ingenieurberufen bei 62.100 zu besetzenden Stellen und damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Dem gegenüber standen 26.280 Arbeitslose, die einer Beschäftigung als Ingenieur nachgehen wollten. Im Schnitt kamen damit in den Ingenieurberufen bei unveränderter Tendenz 2,4 offene Stellen auf einen Arbeitslosen. Mit einem Verhältnis von 4,4 beziehungsweise 3,8 offenen Stellen je Arbeitslosen zeigte sich die Situation in den Schwerpunkten Maschinen- und Fahrzeugtechnik beziehungsweise Energie- und Elektrotechnik weiterhin angespannt. Auf diese beiden Kategorien entfielen die Hälfte aller offenen Stellen in Ingenieurberufen, jedoch weniger als 29 Prozent aller Arbeitslosen.“
Der o.a. Auszug aus dem VDI zeigt die Arbeitsmarktsituation bei Ingenieurberufen und verdeutlicht mit 2,4 offenen Stellen je Arbeitslosen die Situation für Unternehmen, die sich im sog. „War for Talents“ befinden. McKinsey Deutschland prognostiziert für das Jahr 2020 einen Fachkräftemangel von 2 Mio. Personen. Jedoch ist die Entwicklung nicht linear. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet bis 2025 mit einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials (EPP) von 6.5 Millionen Personen. Davon sind voraussichtlich 5,4 Mio. Fachkräfte. Das bedeutet, dass das EPP von zurzeit 44,6 Mio. auf nur noch 38 Mio. Personen sinkt. Die fehlenden Fachkräfte wirken sich auch auf den sog. Niedriglohnsektor und auf das Wirtschaftswachstum aus. So beziffert Prognos den Verlust auf 4,6 Milliarden Euro bis 2030.
Die v.g. Zahlen zeigen, dass die Zahl der auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Fachkräfte schon heute in einigen Berufsgruppen nicht mehr den Bedarf der Unternehmen decken können und sich die Situation des Fachkräftemangels durch alle Berufsgruppen hinweg erstrecken wird. Der Bedarf an „Talenten“ wird hierdurch steigen und die Unternehmen werden in einem starken Wettbewerb um diese Talente stehen.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage durch demografischen Wandel und Fachkräftemangel sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Hauptteil: Erörtert Begriffsdefinitionen zu Personalentwicklung, Kompetenz und Talent sowie konkrete Instrumente und Verfahren des Talentmanagements.
3. Fazit und Schlussfolgerungen: Fasst die Notwendigkeit einer strategischen Personalplanung zusammen und reflektiert die Grenzen kompetenzorientierter Managementansätze.
Talentmanagement, Personalentwicklung, Kompetenzmanagement, Fachkräftemangel, Kompetenzdiagnose, Wissensgesellschaft, Anforderungsprofil, Potenzialanalyse, Mitarbeiterbeurteilung, HR-Management, Strategische Personalplanung, Soft-Skills, Skillmanagement, IT-gestützte Systeme, Selbstorganisation
Die Arbeit untersucht die Gestaltung von Talentmanagement als strategische Managementaufgabe in einem Unternehmen unter Berücksichtigung aktueller Herausforderungen wie des Fachkräftemangels.
Die zentralen Felder umfassen Personalentwicklung, Kompetenzmanagement, die Definition von Talenten und die praktische Implementierung dieser Ansätze im geschäftlichen Alltag.
Die Forschungsfrage lautet, welche Aufgaben sich für Unternehmen aus der Verknappung von Humanressourcen im Rahmen einer strategischen Personalentwicklung für ein integriertes, kompetenzorientiertes Talentmanagement ableiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und integriert praxisorientierte Ansätze, wie etwa das Grading-System der NUKEM Technologies GmbH oder IT-gestützte Lösungen wie rexx HR.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der zentralen Begriffe, die Darstellung des Talentmanagements als Prozess (Gewinnen, Identifizieren, Entwickeln, Einsetzen, Binden) sowie die Messung und Validierung von Kompetenzen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Talentmanagement, Kompetenzentwicklung, Fachkräftemangel, Soll-Ist-Profile und die strategische Personalstrategie.
Der konventionelle Ansatz fokussiert meist nur auf einen kleinen Teil der Belegschaft (3-10% "A-Performer"), während der integrierte Ansatz jeden Mitarbeiter des Unternehmens als potenzielles Talent betrachtet.
Verhaltensanker dienen dazu, weiche Faktoren (Soft-Skills) messbar zu machen, indem beobachtbares Verhalten als Indikator für eine bestimmte Kompetenz herangezogen wird.
IT-gestützte Systeme, wie beispielhaft die Software rexx HR dargestellt, werden als essenziell erachtet, um den Soll-Ist-Abgleich von Kompetenzen effizient durchzuführen, den Prozess zu dokumentieren und die strategische Personalplanung zu unterstützen.
Der Autor führt den Hawthorne-Effekt an, um darauf hinzuweisen, dass sich Versuchspersonen oft anders verhalten, wenn sie wissen, dass sie beobachtet werden, was die Validität von Kompetenzmessungen in Frage stellen kann.
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